Archiv der Kategorie: 19. Jahrhundert

Ethel B. Tweedie: Ins Land der Sagas und Geysire

Ein wilder Ritt durch Island
Ferien in Island, ein Unterfangen, das im Jahre 1886 recht ungewöhnlich für eine junge Dame der Londoner High Society war. Island war in jeder Zeit eher ein Ziel für Naturforscher oder Geschäftsleute. Für Ethel Briliana Tweedie (geb. Harley) war die Fahrt ein Abenteuer, sozusagen ein Kontrastprogramm zur anstrengenden Londoner Partysaison und den üblichen Schickeria-Reisen in die Schweiz oder andere mondäne aber eher langweilige Ziele. Das Schreiben und die Publikation ihres Reisetagebuches (1888) war zunächst ein Mittel des Selbstausdrucks, ein Zeitvertreib. Weiter auf Kulturstrom

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Die Deutschen und ihre Kolonien

Das deutsche Kolonialreich stellte eine recht kurzlebige Episode der kommerziell und ideologisch geprägten Expansionsbestrebungen der Deutschen dar. Im Auftrag anderer Mächte und Nationen waren sie allerdings von Beginn an am Prozess neuzeitlicher Expansion Europas als Soldaten, Kaufleute, Missionare oder Wissenschaftler beteiligt. Die 30 Jahre deutsches Kolonialreich (1884 – 1914) haben also eine lange Vorgeschichte und wirken bis heute nach. Mit dem Buch Die Deutschen und ihre Kolonien wollen die Herausgeber Horst Gründer und Herman Hiery „losgelöst von der Emotionalität politischer Debatten“ einen Überblick über die Geschichte des Kolonialreiches in Afrika, Asien und Südsee vermitteln. Weiterlesen

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Ausgrabungen am alten Eisenbahntunnel im Eggegebirge

Erst unter Wasser, jetzt an Land

Jüngster Fund aus dem Eggegebirge: Studierende der Universität Kiel legen in einem Kooperationsprojekt mit der LWL-Archäologie für Westfalen einen Baumsturz frei. In diesem befinden sich zahlreiche Dachziegel des alten Wächterhäuschens. Foto: LWL/N. Wolpert

Willebadessen/Lichtenau (lwl). Die Forschungen an der „Alten Eisenbahn“, einer nie vollendeten Tunnelbaustelle des 19. Jahrhunderts, gehen in die nächste Runde. Aktuell graben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in einem Kooperationsprojekt mit der Universität Kiel wieder im Eggegebirge. Nach dem Einsatz von Tauchern im vergangenen Jahr – der Premiere der Unterwasserarchäologie in Westfalen – werden die archäologischen Untersuchungen nun an Land fortgesetzt. Gemeinsam suchen die Archäologen nach den Resten eines Wächterhäuschens und öffnen verschüttete Schächte. Weiterlesen

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Jack London – eine Biographie

jack-londonMit nur vierzig Jahren verstarb der amerikanische Schriftsteller und Abenteurer Jack London am 22.11.1916. Mit seinen Abenteuerromanen der Seewolf und Ruf der Wildnis gelangte er zu Weltruhm. Sein literarisches und journalistisches Werk ist jedoch weit umfassender. Rechtzeitig zum 100sten Todestag des Autors präsentiert der Amerikanist Alfred Hornung die Biografie Jack Londons und beleuchtet dabei alle Facetten des ereignisreichen aber kurzen Lebens vor den historischen Hintergründen. Weiterlesen

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Deutscher Kolonialismus

Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart

kolonialismusDie Dominanz der NS-Geschichte hat lange Zeit den Blick auf die wenn auch kurze Phase der kolonialen Vergangenheit Deutschlands versperrt. Dabei sind hier bereits die geistigen Wurzeln des rassistischen Gedankenguts zu finden, die nicht nur ideologische Grundlage des NS-Regimes, sondern auch in weiten Bereichen immer noch unsere heutige Sichtweise auf die Völker und deren Probleme in Afrika und Asien prägt. Der Katalog zur Ausstellung des Deutschen Historischen Museums betrachtet die Phase der Deutschen Geschichte, die offiziell mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg endete, unter verschiedenen Aspekten. Weiterlesen

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Die Oberweser Dampfschifffahrt

55146Die Gründung der Vereinten Weser-Dampfschifffahrt-Aktiengesellschaft 1842 in Hameln läutete die Fahrgastschifffahrt auf der Weser ein. Mit dem Raddampfer Hermann, einem Neubau aus Paris betrieb die Gesellschaft am Herbst 1843 immerhin einen Liniendienst, der von Hann Münden bis nach Bremen reichte. Gerade ein Jahr später schaufelten sich die auch die eisernen Seitenraddampfer Germania, Wittekind und Blücher, ab 1846 zusätzlich die Weser flussauf- und abwärts. Das Buch aus der Serie Bilder der Schifffahrt des Sutton Verlags erzählt anhand von historischen und aktuellen Fotos die wechselvolle Geschichte der Fahrgastschifffahrt auf der Oberweser. Weiter auf Werra-Meissner-Magazin.

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Charles Darwin: Die Fahrt der Beagle

Darwins illustrierte Reise um die Welt

beagleEs gibt eine Reihe deutsch- und englischsprachiger Publikationen von Darwins Weltreise auf der Beagle. Die basieren in der Regel auf dem unter dem Titel The narrative of the voyages of H.M. Ships Adventure and Beagle 1839 veröffentlichten Reisebericht beziehungsweise der Deutschen Erstausgabe Charles Darwin’s Naturwissenschaftliche Reisen . .  aus dem Jahre 1844 oder Die Reise eines Naturforschers aus dem Jahre 1875. Auch Darwins illustrierte Reise um die Welt aus dem Theiss-Verlag hat ein historisches Original, nämlich die zweite englische Edition der voyages  von 1845, publiziert im legendären Verlagshauses John Murray. Weiterlesen

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Szenerien und Illusion

Geschichte, Varianten und Potenziale von Museumsdioramen

9783835317987lWer kennt sie nicht, die Schaukästen oder lebensgroßen Ensembles, die in den Museen einen realistischen dreidimensionalen Eindruck von historischen, naturräumlichen oder archäologischen Situationen vermitteln. Da findet sich der Besucher vor der Höhle einer steinzeitlichen Jägergruppe wieder, unternimmt eine visuelle Wanderung durch die Pflanzen- und Tierwelt des Amazonas oder verschafft sich einen Überblick über die Geschehnisse einer Schlacht, als stehe er wie ein General auf dem Feldherrnhügel. Museumsdioramen sind sowohl in ihrer Ausführung, der Ausstattung den Inhalten und ihrer eigenen Geschichte außerordentlich vielfältig und damit nun selbst Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden. Das Buch Szenarien und Illusion fasst als Band 32 der Abhandlungen und Berichte des Deutschen Museums den aktuellen Stand der Forschung zusammen. Weiterlesen

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Kitcheners Feldzug gegen das Reich der Derwische und die Schlacht bei Omdurman 1898 (1)

Teil 1 Das Desaster von Karthum

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

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Muhammad Ahmad al-Mahdi

In der Nacht zum 5. Februar 1885 war im Kriegsministerium an der Pall Mall die telegraphische Nachricht eingegangen, dass Karthum am 26. Januar nach zehnmonatiger Belagerung in die Hände der Armee Mohammed Achmets, des so genannten Mahdi, gefallen sei.  Die Meldung aus dem fernen Sudan versetzte das geschäftige London in Schockzustand.

Sir Garnet Wolseleys Expedition zur Rettung der sudaneschen Hauptstadt und ihres beherzten Verteidigers, General Charles G. Gordon, hatte sich zwar mit zwei Kanonenbooten bis auf Sichtweite an Karthum herankämpfen können, nur um jedoch beim Anblick der rauchenden Trümmer  des Gouverneurspalastes feststellen zu müssen, dass sie zwei  ganze Tage zu spät gekommen war. Über das Schicksal des Generalgouverneurs, der im ganzen Empire als „Chinese Gordon“ bekannt und populär war, herrschte noch einige Tage Ungewissheit. Am 11. Februar aber machten Korrespondentenmeldungen aus Ägypten die Demütigung des Weltreiches perfekt. Gordon war von den Mahdisten beim Sturm auf die Stadt getötet und sein abgeschlagener Kopf im Triumpf herum gereicht worden. Weiterlesen

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Kitcheners Feldzug gegen das Reich der Derwische und die Schlacht bei Omdurman 1898 (2)

Teil 2 Das Empire schlägt zurück

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener of Karthoum als Sirdar, 1900

Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener of Karthoum als Sirdar, 1900

13 Jahre nach dem tragischen Tod General Gordons, dem populären Generalgouverneur von Karthum, drang eine anglo-ägyptische Armee im Spätsommer 1898 bis nach Omdurman am Nil vor und zerstörte mit ihrer modernen Bewaffnung das schaurige Reich der Derwische an einem einzigen Tag.

Am 7. Juni 1896 schlug Kitcheners Armee aus Ägyptern und Sudanesen nach einem schwierigen Nachtmarsch bei Firket, einer unbedeutenden Ansammlung von Lehmhäusern entlang des linken Nilufers, einige Tausend Derwische in die Flucht.  Bis zum Jahresende gelang es Kitcheners Truppen im engen Zusammenwirken mit seinen Kanonenbooten, ganz Dongala, die nördlichste Provinz des Sudan, zu besetzen. Dann aber stockte der Vormarsch entlang des Nils beinahe für ein ganzes Jahr. Weiterlesen

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