Archiv der Kategorie: 19. Jahrhundert

Ausgrabungen am alten Eisenbahntunnel im Eggegebirge

Erst unter Wasser, jetzt an Land

Jüngster Fund aus dem Eggegebirge: Studierende der Universität Kiel legen in einem Kooperationsprojekt mit der LWL-Archäologie für Westfalen einen Baumsturz frei. In diesem befinden sich zahlreiche Dachziegel des alten Wächterhäuschens. Foto: LWL/N. Wolpert

Willebadessen/Lichtenau (lwl). Die Forschungen an der „Alten Eisenbahn“, einer nie vollendeten Tunnelbaustelle des 19. Jahrhunderts, gehen in die nächste Runde. Aktuell graben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in einem Kooperationsprojekt mit der Universität Kiel wieder im Eggegebirge. Nach dem Einsatz von Tauchern im vergangenen Jahr – der Premiere der Unterwasserarchäologie in Westfalen – werden die archäologischen Untersuchungen nun an Land fortgesetzt. Gemeinsam suchen die Archäologen nach den Resten eines Wächterhäuschens und öffnen verschüttete Schächte. Weiterlesen

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Jack London – eine Biographie

jack-londonMit nur vierzig Jahren verstarb der amerikanische Schriftsteller und Abenteurer Jack London am 22.11.1916. Mit seinen Abenteuerromanen der Seewolf und Ruf der Wildnis gelangte er zu Weltruhm. Sein literarisches und journalistisches Werk ist jedoch weit umfassender. Rechtzeitig zum 100sten Todestag des Autors präsentiert der Amerikanist Alfred Hornung die Biografie Jack Londons und beleuchtet dabei alle Facetten des ereignisreichen aber kurzen Lebens vor den historischen Hintergründen. Weiterlesen

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Deutscher Kolonialismus

Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart

kolonialismusDie Dominanz der NS-Geschichte hat lange Zeit den Blick auf die wenn auch kurze Phase der kolonialen Vergangenheit Deutschlands versperrt. Dabei sind hier bereits die geistigen Wurzeln des rassistischen Gedankenguts zu finden, die nicht nur ideologische Grundlage des NS-Regimes, sondern auch in weiten Bereichen immer noch unsere heutige Sichtweise auf die Völker und deren Probleme in Afrika und Asien prägt. Der Katalog zur Ausstellung des Deutschen Historischen Museums betrachtet die Phase der Deutschen Geschichte, die offiziell mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg endete, unter verschiedenen Aspekten. Weiterlesen

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Die Oberweser Dampfschifffahrt

55146Die Gründung der Vereinten Weser-Dampfschifffahrt-Aktiengesellschaft 1842 in Hameln läutete die Fahrgastschifffahrt auf der Weser ein. Mit dem Raddampfer Hermann, einem Neubau aus Paris betrieb die Gesellschaft am Herbst 1843 immerhin einen Liniendienst, der von Hann Münden bis nach Bremen reichte. Gerade ein Jahr später schaufelten sich die auch die eisernen Seitenraddampfer Germania, Wittekind und Blücher, ab 1846 zusätzlich die Weser flussauf- und abwärts. Das Buch aus der Serie Bilder der Schifffahrt des Sutton Verlags erzählt anhand von historischen und aktuellen Fotos die wechselvolle Geschichte der Fahrgastschifffahrt auf der Oberweser. Weiter auf Werra-Meissner-Magazin.

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Charles Darwin: Die Fahrt der Beagle

Darwins illustrierte Reise um die Welt

beagleEs gibt eine Reihe deutsch- und englischsprachiger Publikationen von Darwins Weltreise auf der Beagle. Die basieren in der Regel auf dem unter dem Titel The narrative of the voyages of H.M. Ships Adventure and Beagle 1839 veröffentlichten Reisebericht beziehungsweise der Deutschen Erstausgabe Charles Darwin’s Naturwissenschaftliche Reisen . .  aus dem Jahre 1844 oder Die Reise eines Naturforschers aus dem Jahre 1875. Auch Darwins illustrierte Reise um die Welt aus dem Theiss-Verlag hat ein historisches Original, nämlich die zweite englische Edition der voyages  von 1845, publiziert im legendären Verlagshauses John Murray. Weiterlesen

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Szenerien und Illusion

Geschichte, Varianten und Potenziale von Museumsdioramen

9783835317987lWer kennt sie nicht, die Schaukästen oder lebensgroßen Ensembles, die in den Museen einen realistischen dreidimensionalen Eindruck von historischen, naturräumlichen oder archäologischen Situationen vermitteln. Da findet sich der Besucher vor der Höhle einer steinzeitlichen Jägergruppe wieder, unternimmt eine visuelle Wanderung durch die Pflanzen- und Tierwelt des Amazonas oder verschafft sich einen Überblick über die Geschehnisse einer Schlacht, als stehe er wie ein General auf dem Feldherrnhügel. Museumsdioramen sind sowohl in ihrer Ausführung, der Ausstattung den Inhalten und ihrer eigenen Geschichte außerordentlich vielfältig und damit nun selbst Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden. Das Buch Szenarien und Illusion fasst als Band 32 der Abhandlungen und Berichte des Deutschen Museums den aktuellen Stand der Forschung zusammen. Weiterlesen

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Kitcheners Feldzug gegen das Reich der Derwische und die Schlacht bei Omdurman 1898 (1)

Teil 1 Das Desaster von Karthum

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

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Muhammad Ahmad al-Mahdi

In der Nacht zum 5. Februar 1885 war im Kriegsministerium an der Pall Mall die telegraphische Nachricht eingegangen, dass Karthum am 26. Januar nach zehnmonatiger Belagerung in die Hände der Armee Mohammed Achmets, des so genannten Mahdi, gefallen sei.  Die Meldung aus dem fernen Sudan versetzte das geschäftige London in Schockzustand.

Sir Garnet Wolseleys Expedition zur Rettung der sudaneschen Hauptstadt und ihres beherzten Verteidigers, General Charles G. Gordon, hatte sich zwar mit zwei Kanonenbooten bis auf Sichtweite an Karthum herankämpfen können, nur um jedoch beim Anblick der rauchenden Trümmer  des Gouverneurspalastes feststellen zu müssen, dass sie zwei  ganze Tage zu spät gekommen war. Über das Schicksal des Generalgouverneurs, der im ganzen Empire als „Chinese Gordon“ bekannt und populär war, herrschte noch einige Tage Ungewissheit. Am 11. Februar aber machten Korrespondentenmeldungen aus Ägypten die Demütigung des Weltreiches perfekt. Gordon war von den Mahdisten beim Sturm auf die Stadt getötet und sein abgeschlagener Kopf im Triumpf herum gereicht worden. Weiterlesen

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Kitcheners Feldzug gegen das Reich der Derwische und die Schlacht bei Omdurman 1898 (2)

Teil 2 Das Empire schlägt zurück

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener of Karthoum als Sirdar, 1900

Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener of Karthoum als Sirdar, 1900

13 Jahre nach dem tragischen Tod General Gordons, dem populären Generalgouverneur von Karthum, drang eine anglo-ägyptische Armee im Spätsommer 1898 bis nach Omdurman am Nil vor und zerstörte mit ihrer modernen Bewaffnung das schaurige Reich der Derwische an einem einzigen Tag.

Am 7. Juni 1896 schlug Kitcheners Armee aus Ägyptern und Sudanesen nach einem schwierigen Nachtmarsch bei Firket, einer unbedeutenden Ansammlung von Lehmhäusern entlang des linken Nilufers, einige Tausend Derwische in die Flucht.  Bis zum Jahresende gelang es Kitcheners Truppen im engen Zusammenwirken mit seinen Kanonenbooten, ganz Dongala, die nördlichste Provinz des Sudan, zu besetzen. Dann aber stockte der Vormarsch entlang des Nils beinahe für ein ganzes Jahr. Weiterlesen

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Die Schlacht von Königgrätz 1866

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück
Artikel zur Neuerscheinung des Buches 1866 – Bismarcks Krieg gegen die Habsburger

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Bildquelle Wikimedia: Der preußische König Wilhelm I., Bismarck und General Moltke beobachten die größte Umfassungsschlacht der Kriegsgeschichte: Am 3. Juli 1866 standen sich etwa 180.000 Österreicher und 200.000 Preußen gegenüber. 1.500 Geschütze kamen zum Einsatz. Mit dem Sieg der preußischen Armee eröffnete sich der Weg für eine Reichseinigung unter preußischer Führung – ohne Österreich (Das Gemälde wird Georg Bleibtreu zugeschrieben).

Die Stimmung im Hauptquartier der habsburgischen Nordarmee in der Prager Vorstadt der Elbfestung Königgrätz war am 1. Juli 1866 alles andere als zuversichtlich. Seit ihr Oberbefehlshaber, Ludwig August von Benedek, nur eine Woche zuvor mit seinen Armeekorps von Olmütz an die obere Elbe marschiert war, hatten die Österreicher nur herbe Niederlagen gegen die Preußen einstecken müssen. Selbst der Rückzug des Gegners aus Trautenau war mit vierfach höheren österreichischen Verlusten bezahlt worden. Zuletzt war das vorgeschobene I. Armeekorps zusammen mit dem Sächsischen Korps am 29. Juni bei Gitschin von den nur halb so starken Preußen aus ihren überlegenen Stellungen gedrängt worden und nach einem chaotischen Rückzug in einem verzweifelten Zustand an der oberen Elbe eingetroffen. Mehr als 30 000 Mann, praktisch ein ganzes Armeekorps, waren in nur wenigen Tagen verloren gegangen und gegen das drei Mal so schnell schießende preußische Zündnadelgewehr, so hieß es in der Truppe, sei kein Kraut gewachsen. Weiterlesen

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Alexander von Humboldt

Das graphische Gesamtwerk

www.wbg-darmstadt.deDie wissenschaftliche und literarische Vielseitigkeit des Naturforschers, Anthropologen und Reiseschriftstellers Alexander von Humboldts ist allgemein bekannt. Immerhin, zwei Dutzend Bücher, rund fünfhundert Aufsätze und Artikel hat er publiziert und –das ist der weniger bekannte Teil seines Schaffens – illustriert. Mehr als 1500 Abbildungen stammen entweder aus seiner Feder oder sind nach seinen Skizzen und Vorstellungen von Zeichnern, Stechern und Druckern angefertigt worden. „Alexander von Humboldt. Das graphische Gesamtwerk“ versammelt sämtliche Abbildungen aus Humboldts Schriften. Weiterlesen

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