Prähistorische Befestigungsanlagen in der ostjordanischen Basaltwüste

Forscher des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken älteste befestigte Siedlungen in Vorderasien

DAI-Pressemitteilung vom 15.09.2016: Im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes erforscht die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts seit 2010 die Basaltwüste im Nordosten Jordaniens. Dabei wurden unter anderem befestigte Siedlungen entdeckt, die im frühen bis mittleren vierten Jahrtausend v. Chr. auf Vulkanen in dieser Region errichtet wurden und somit zu den frühesten Befestigungen in Vorderasien zu zählen sind. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 1 Frühzeit, Archäologie, Pressemitteilungen

Schiffswracks

Auf Spurensuche vor Rügen und Hiddensee

Zahllose Wracks liegen in den Gewässern um Rügen und Hiddensee. Kein Wunder, denn dieses Seegebiet gehört seit vielen Jahrhunderten zu den meistbefahrenen Ostseeregionen. Thomas Förster, einer der führenden Unterwasserarchäologen Deutschlands begibt sich in seinem Buch Schiffswracks auf Spurensuche und präsentiert dem Leser mehr als 50 Schicksale havarierter Schiffe und Mannschaften. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter Archäologie, Rezension, Unterwasserarchäologie

Vier Entdeckungsreisen zum Polarmeer

Henry Hudsons Reiseberichte von der Suche nach der Nordpassage
Mit seinen Entdeckungsreisen hat Henry Hudson die Grundlage für die Gründung Nieuw Amsterdams und die mächtige Hudson Bay Companie gelegt. Dennoch ist über die Person des vermutlich englischstämmigen Seefahrers kaum etwas bekannt. Selbst die Berichte über seine vier Expeditionen zur Suche nördlicher Passagen nach Asien stammen nur teilweise aus seiner Feder. Und so beginnen die schriftlichen Dokumente von und über Henry Hudson im Jahre 1607 mit seiner ersten Reise im Dienste der englischen Muscovy Company. 1611 enden die Lebensspuren des Seefahrers mit der Meuterei, bei der Hudson zusammen mit loyalen Mannschaftsmitgliedern und einem seiner Söhne in der Hudson Bay in einem Boot ausgesetzt wurden. Vier Entdeckungsreisen zum Polarmeer geben die Originalberichte der Reisen erstmals in Deutscher Übertragung wieder. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Rezension, Schifffahrtsgeschichte

13. Februar 1777 – Ein Tag in der Südsee

In alten Reiseberichten gestöbert

Captain_Cook,_oil_on_canvas_by_John_Webber,_1776,_Museum_of_New_Zealand_Tepapa_Tongarewa,_WellingtonAm 13. Februar 1777 errichtete die 3. Expedition von James Cook auf der neuseeländischen Südinsel am Queen Charlotte’s Sound zwei Beobachtungsstationen, die unverzüglich ihre Arbeit aufnahmen. Cook schickte ebenfalls ein Kommando an Land, um die bereits am Tag zuvor angelandeten Wasserfässer zu füllen. Zwei Männer wurden beauftragt Fichtenbier* zu brauen und der Schiffszimmermann war mit seiner Mannschaft ebenfalls an Land gegangen, um Holz zu schlagen. Eine andere Gruppe wurde mit dem Boot ausgesendet, um Gras für die an Bord befindlichen Rinder zu sammeln, während an Bord der beiden Forschungsschiffe Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden. Weiter auf Forscher, Katzen und Kanonen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, 5 Neuzeit

Naturforschung auf See im 18. Jahrhundert

800px-Endeavour,_Thomas_Luny_1768Das 18./19. Jahrhundert war das Zeitalter der maritimen Forschungsreisen. Ziel war es unter anderem, die bekannte und unbekannte Welt zu vermessen, Ressourcen zu entdecken, Einfluss- und Herrschaftsbereiche gegenüber den europäischen Konkurrenten abzustecken und den Kolonialadministrationen Daten und Wissen über das jeweils  zu verwaltende Gebiet verschaffen. Für die Naturforscher, die fester Bestandteil der wissenschaftlichen Expeditionen waren, gab es kaum etwas, das nicht der Beobachtung, Sammlung und Dokumentation Wert war. Und so waren die Wissenschaftler auch auf den endlos erscheinenden Segeltörns ans andere Ende der Welt alles andere als untätig. Während die Nautiker ihren Qualifikationen entsprechend vor allem meteorologische, geographische und astronomische Daten sammelten, entwickelten die Wissenschaftler ihr eigenes Forschungsprogramm. Wie das aussah vermittelt ein Blick in die Tage- und Logbücher. Beispielhaft sind im Folgenden die Forschungsaktivitäten an Bord der HMS Endeavour am 03.03.1769 mitten im Indischen Ozean dargestellt. Weiter auf Forscher, Katzen und Kanonen

 

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Eingeordnet unter 5 Neuzeit, Allgemein, Schifffahrtsgeschichte

Die Erforschung der Ostküste Nordamerikas

Samuel de Champlains Reisen in das Indianerland

CoverNordamerikaWenn von Mohikanern, Huronen oder Irokesen die Rede ist, fällt den meisten Menschen hierzulande ein gewisser Lederstrumpf des amerikanischen Schriftstellers J. F. Cooper ein. Dessen Geschichten spielen im Nordamerika des 18. Jahrhunderts, als sich die Briten und die Franzosen mit Unterstützung der konkurrierenden Indianernationen im Rahmen der europäischen Erbfolgekriege erbittert bekämpften. Rund eineinhalb Jahrhunderte zuvor hatte der Franzose Samuel de Champlain mit der Errichtung der festen Ansiedlungen Port Royal und Quebec den Grundstein für die Kolonie Neufrankreich gelegt, die am Ende der vier nordamerikanischen Kriege in die Hände der Briten überging. Die Erforschung der Ostküste Amerikas befasst sich mit den Reiseberichten Samuel de Champlains, die ein authentisches Bild über die Methoden und Schwierigkeiten beim französischen Siedlungsprojekt im nordostamerkanischen Indianergebiet vermitteln. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Rezension

Das Bremer Schlachte Schiff

Eine Proto-Kogge mit Heckruder aus der Zeit um 1100

Schlachte-SchiffLange musste die Öffentlichkeit auf die Publikation zur Archäologie des weltweit ersten Fundes eines mit einem Heckruder versehenen Frachtschiffes des Mittelalters warten. Beinahe wäre sie auch nicht zustande gekommen, denn sowohl bei der Bergung als auch der Konservierung des einzigartigen Fundes sind gravierende Pannen passiert, die die wissenschaftliche Aussagekraft des sogenannten Schlachte-Schiffes erheblich schmälern. Die Informationen, die die Fundfragmente dennoch hergeben, sind es jedoch Wert, publiziert zu werden. Und auch die Beschreibung der Fehler, Pannen und ungünstigen Begleitumstände bei Bergung und Konservation machen den Band 76 der Schriften des Deutschen Schifffahrtsmuseums zu einer wichtigen Publikation nicht nur zum Thema Kogge und mittelalterliche Schifffahrt sondern auch zum Thema Archäologie. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Archäologie, Rezension, Schifffahrtsgeschichte

Interniert in Australien

Die Tagebücher des Fritz Stegherr

Aus dem Tagebuch Fritz Stegherrs: „Die hier sichtbaren Anlegebrücken liegen links von den vorhergehenden drei ....und heißen "Kings" und "Queens" Pier. Noch weiter nach links käme dann Hobarts Stolz, die über 900 m lange "Ocean" Pier. Das untere Bild zeigt Burnie, einen Hafen an Tasmaniens Nordküste.“ ©Roswitha Müller

Aus dem Tagebuch Fritz Stegherrs: „Die hier sichtbaren Anlegebrücken liegen links von den vorhergehenden drei ….und heißen „Kings“ und „Queens“ Pier. Noch weiter nach links käme dann Hobarts Stolz, die über 900 m lange „Ocean“ Pier. Das untere Bild zeigt Burnie, einen Hafen an Tasmaniens Nordküste.“ ©Roswitha Müller

Es ist immer schön, wenn man mit seiner Arbeit als Journalist auch etwas bewegen kann. So wie mit dem 2014 aufgegriffenen Thema der Internierung Deutscher Zivilisten, Soldaten und deutschstämmiger Australier in australischen Lagern. Inzwischen sind aufgrund meiner Beiträge in GeschiMag die Tagebücher des Fritz Stegherr, 4. Offizier der SS Oberhausen aufgetaucht, des Schiffes, mit dessen Schicksal ich in das Thema eingestiegen war. Tausende von Seiten über seinem unfreiwilligen Aufenthalt in den Internierungslagern Australiens hatte der Seemann niedergeschrieben. Die sollen von Stegherrs Enkelin Roswitha Müller jetzt über entsprechende Institutionen zu Forschungszwecken der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Folgenden die Geschichte, die zum Auftauchen der Tagebücher geführt hat sowie Informationen über Fritz Stegherr und seine Tagebücher. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 20. Jahrhundert

Szenerien und Illusion

Geschichte, Varianten und Potenziale von Museumsdioramen

9783835317987lWer kennt sie nicht, die Schaukästen oder lebensgroßen Ensembles, die in den Museen einen realistischen dreidimensionalen Eindruck von historischen, naturräumlichen oder archäologischen Situationen vermitteln. Da findet sich der Besucher vor der Höhle einer steinzeitlichen Jägergruppe wieder, unternimmt eine visuelle Wanderung durch die Pflanzen- und Tierwelt des Amazonas oder verschafft sich einen Überblick über die Geschehnisse einer Schlacht, als stehe er wie ein General auf dem Feldherrnhügel. Museumsdioramen sind sowohl in ihrer Ausführung, der Ausstattung den Inhalten und ihrer eigenen Geschichte außerordentlich vielfältig und damit nun selbst Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden. Das Buch Szenarien und Illusion fasst als Band 32 der Abhandlungen und Berichte des Deutschen Museums den aktuellen Stand der Forschung zusammen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Rezension

Raimondo di Montecuculli – Eine barocke Karriere unter dem Doppeladler 3

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Teil 3 Raimondo di Montecuculli, Reformer, Stratege, Visionär

Carl von Blaas: Montecuccoli auf dem Schlachtfeld von Saint Gotthard, 8. August 1664 Von Carl von Blaas

Carl von Blaas: Montecuccoli auf dem Schlachtfeld von Saint Gotthard, 8. August 1664
Von Carl von Blaas

Unter dem damaligen Präsidenten des Hofkriegsrates, Wenzel Fürst Lobkowitz, einem militärischen Minimalisten und langjährigem Widersacher Montecucollis, sank die Stärke der kaiserlichen Truppen im April 1655 auf ihren tiefsten Stand mit 13.700 Mann. Die Idee eines stehenden Heeres war damals nicht neu, fand aber jetzt in Montecucolli einen ihrer engagiertesten Protagonisten. Der „miles perpetuus“ eröffne der Politik neue Optionen, schrieb er etwa 1670 in seinem Spätwerk über den Krieg mit den Türken (Della Guerra col Turco en Ungheria), den so genannten Aforismi. Man werde von Freund und Feind geachtet, halte nach Belieben Frieden und sei dennoch „zum Präventivkrieg bereit“ und könne „eine günstige Gelegenheit rasch ausnutzen d.h. den Blitz vor dem Donner fühlen lassen“. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Dreißigjähriger Krieg