Die Rückkehr der Mumien

Ausstellung MUMIEN – Geheimnisse des Lebens

Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus Lebensgroße Steinskulpturen im Glasfoyer zum Hofgarten, © Reiss-Engelhorn-Museen, Foto: Jean Christen

 (Presseinformation rem) Es war eine Sensation, als im Jahr 2004 zwanzig verschollen geglaubte Mumien in den Depots der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen (rem) wiederentdeckt wurden. Ihre Erforschung war der Beginn eines großen internationalen und interdisziplinären Mumienforschungsprojekts, dem German-Mummy-Projekt. Die ersten Ergebnisse und die Mannheimer Mumien wurden 2007 im Rahmen einer großen Sonderausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zusammen mit zahlreichen weiteren Mumien aus allen Naturräumen und Kulturen bewies die Schau, dass Mumifizierung ein weltumspannendes Phänomen ist. Seit 2008 sind die Mannheimer Mumien und die rem-Ausstellung auf Tour. Nach mehrjähriger Reise über zwei Kontinente, durch sieben Länder und mit drei Millionen Besuchern kommen die Mumien im Herbst 2018 zurück nach Mannheim. Vom 16. September 2018 bis 31. März 2019 präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen im Museum Zeughaus die große Sonderausstellung „MUMIEN – Geheimnisse des Lebens“. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Archäologie, Ausstellungen, Ethnologie, Pressemitteilungen

Signale der Seefahrt

Der lange Weg zum internationalen Flaggencode

Prächtige Flaggen und Wimpel schmücken die Galeeren, Kriegs- und Handelssegler auf den maritimen Gemälden der vergangenen Jahrhunderte. Dabei handelt es sich bei der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Flaggenpracht bereits um Vorläufer des Signalwesens. Position, Farben und Gestaltung des flatternden Tuches oft gewaltiger Ausmaße hatten durchaus eine Bedeutung für den kundigen Betrachter. Bis zum ausgeklügelten internationalen Codesystem dieser Tage war es jedoch ein weiter und mühsamer Weg, den Detlef Hechtel in seinem Buch Signale der Seefahrt beschreibt. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 5 Neuzeit, Rezension, Schifffahrtsgeschichte

Preussen bewegt die Welt

das neue Buch des GeschiMag-Autors Klaus-Jürgen Bremm über den Siebenjährigen Krieg 1756 – 63

Klappentext: Was im deutschen Geschichtsbewusstsein als glorioser Sieg Preußens gilt und Friedrich II. zu ›dem Großen‹ machte, war tatsächlich ein Krieg auf drei Kontinenten: in Europa, Nordamerika sowie in Indien. Alle europäischen Mächte waren an diesem, sieben Jahr lang tobenden Krieg beteiligt. Am Ende war das Kräfteverhältnis in Europa nicht mehr das selbe wie vor dem Krieg; Preußen hatte sich als fünfte Großmacht etabliert.
Klaus-Jürgen Bremm entwirft ein großes Panorama der kriegerischen Ereignisse in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Er schildert die großen Schlachten von Kolin, Kundersorf oder Leuthen. Er zeigt aber auch die weitreichenden politischen Zusammenhänge dieses Ringens und die vielfältigen Auswirkungen. Vor allem aber macht er deutlich, dass der Siebenjährige Krieg kein preußischer oder mitteleuropäischer Krieg war, sondern – mit den Worten des britischen Premierministers und Literaturnobelpreisträgers Winston Churchill – der ›erste Weltkrieg der Geschichte‹.

Bremm, Klaus-Jürgen: Preußen bewegt die Welt. Der Siebenjährige Krieg 1756-63. Theiss 2017. Gebunden 380 Seiten.

Ebenfalls von Klaus-Jürgen Bremm: Das Zeitalter der Industrialisierung

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Eingeordnet unter 5 Neuzeit, Allgemein

Richard Löwenherz – Ausstellung

im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Gestaltung: Lisa-Marie Malek für das Historische Museum der Pfalz Speyer, Foto: Dennis Gilbert

Vom 17. September 2017 bis zum 15. April 2018 zeigt das Historische Museum der Pfalz in Speyer die Sonderausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“. Im Mittelpunkt dieser Schau steht Richards Lebensgeschichte, seine Herkunft, sein Aufstieg und sein tiefer Fall auf dem Höhepunkt der Macht. Der Ausstellungsrundgang endet mit einem Blick auf die Verschiebung der Machtverhältnisse in England und Europa nach seinem Tod. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Ausstellungen, Pressemitteilungen

Melbye, Maler des Meeres

Sonderausstellung im Altonaer Museum

Anton Melbye. Im Øresund vor Schloss Kronborg. 1862, Öl auf Leinwand. Privatsammlung

Zum 200sten Geburtstag des dänischen Künstlers Anton Melbye (1818-1875) zeigt das Altonaer Museum vom 20.09.2017 bis zum 04.02. 2018 die erste museale Einzelausstellung mit Leihgaben aus deutschen und dänischen Museen, dem dänischen Königshaus, aus Paris und den Niederlanden sowie zahlreichen Werken aus Privatsammlungen die erstmals öffentlich präsentiert werden.
Melbye ist bekannt für seine einzigartigen „Meereslandschaften“, die bei seinen Zeitgenossen außerordentlich begehrt waren. Seine künstlerische Laufbahn begann er 1838 als Privatschüler Christoffer Wilhelm Eckersberg, dessen neue „Kopenhagener Schule“ die exakte Widergabe des Realen auf der Basis eines intensiven Naturstudiums propagierte. Anton Melbye emanzipierte sich schnell von der sachlichen Kunstauffassung Eckersbergs und entwickelte, angeregt durch die Arbeiten des Norwegers Johan Christian Clausen Dahl und Caspar David Friedrich einen ersten eigenen, romantischen Stil. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 19. Jahrhundert, Ausstellungen

Francesco Carletti: Reise um die Welt

Erlebnisse eines Kaufmanns aus Florenz

Francesco Carletti, ein Kaufmann aus Florenz unternahm im Jahre 1594 eine Reise zu den Kapverdischen Inseln, die ihn schließlich um die ganze Welt führen sollte. Über Kolumbien, Peru und Mexiko gelangte er, immer auf der Suche nach profitablen Handelsmöglichkeiten, schließlich zu den Philippinen. Er besuchte Japan und China, um schließlich über Malakka, Goa und das Kap der Guten Hoffnung nach Europa zuzurückzusegeln. Geschäftlich war die Reise ein Desaster, durch seine Beschreibungen von Land und Leuten, hat er der Nachwelt in Form seiner Reiseerzählungen allerdings ein eindrucksvolles und aufschlussreiches historisches Dokument hinterlassen. Das hebt sich nicht nur durch seinen Blickwinkel auf spannende Weise von den bei uns wesentlich bekannteren Reisetagebüchern der Entdecker und Eroberer der frühen Neuzeit ab. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Rezension

„AHOOBAA – den Ahninnen und Ahnen gewidmet“

Künstlergespräch und Vortrag im Altonaer Museum

Sonntag, den 17. September 2017 um 15 Uhr und 16 Uhr

Joe Sam-Essandoh, AHOOBAA, Foto afrika-hamburg.jpg

Unter dem Titel „AHOOBAA – den Ahninnen und Ahnen gewidmet“ ist im Altonaer Museum aktuell die Rauminstallation von Joe Sam-Essandoh zu sehen. AHOOBAA ist eine Intervention in der Abteilung zur Handelsschifffahrt im Altonaer Museum, wo die Maskenobjekte zwischen Modellen von Handelsschiffen hängen, die im 18. und 19. Jahrhundert vom Altonaer Hafen aus die Weltmeere befuhren. Mit dieser Rauminstallation erinnert das Altonaer Museum an eine bislang nur wenig bekannte Facette der Altonaer Stadt- und Handelsgeschichte: die Beteiligung der Handelshäuser vor Ort am Dreieckshandel zwischen Europa, Westafrika und der Karibik. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter Ausstellungen, Kolonialisierung, Pressemitteilungen

Monumente der Sehnsucht

Die Sammlung Korkmodelle auf Schloss Friedenstein Gotha

Korkmodelle (Phelloplastiken) antiker Bauten gehörten im 18. und 19. Jahrhundert nicht nur zu den beliebten Mitbringseln wohlhabender Italienreisender, sondern waren auch begehrte Sammlerobjekte herzoglicher und fürstlicher Kabinette. In Monumente der Sehnsucht präsentiert der Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Prof. Dr. Martin Eberle die 15 Kork-Architekturmodelle aus der Sammlung des Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Die Modelle der Gothaer Sammlung stammen überwiegend vom  römischen Künstler Antonio Chichi, dem wohl renommiertesten Phelloplastiker seiner Zeit. Weitere bedeutende Sammlungen seiner Arbeiten finden sich heute nur noch in Kassel und Darmstadt. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 5 Neuzeit, Rezension

Frühe Maingeschichte

Archäologie am Fluss

Der Begleitband zur Sonderausstellung im Knauf-Museum Iphofen stellt nicht nur archäologische Objekte und Fundplätze entlang des Mains vor, wie der Klappentext suggeriert. Da verrät der Titel des Buches „Frühe Maingeschichte“ tatsächlich ein wenig mehr. Denn ohne die Kenntnis der Naturgeschichte des Flusses, der ebenfalls Platz in dem Buch eingeräumt wird, wären die Geschichte der Menschen am Main, die Bedeutung  und Hintergründe der anthropogenen Funde und Fundorte nur schwer zu interpretieren. Und so erwartet den Leser eine anspruchsvolle komplexe Gesamtschau der Maingeschichte von der frühesten Zeit bis zum frühen Mittelalter anhand von wissenschaftlich erläuterten Einzelbeispielen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Archäologie, Ausstellungen, Rezension

Fluchtpunkt Friedland

Begleitband zur Ausstellung im Museum Friedland

Im März 2016 wurde das Museum Friedland eröffnet das seitdem seine erste Dauerausstellung Fluchtpunkt Friedland. Über das Grenzdurchgangslager, 1945 bis heute präsentiert. 2017 ist der Begleitband zur Ausstellung erschienen, ein Buch, das nicht nur die Inhalte, sondern auch das Konzept der Ausstellung und des Museums selbst vorstellt. Dabei erfährt der Leser Erstaunliches, Brisantes und Denkwürdiges über gut 70 Jahre Lager- und Nachkriegsgeschichte der Einrichtung, die bis heute in der öffentlichen Wahrnehmung als „Tor zur Freiheit“ begriffen und mit entlassenen sowjetischen Kriegsgefangenen, Aussiedlern, Spätaussiedlern, oder DDR-Flüchtlingen in Verbindung gebracht wird und doch so viel mehr war und ist. Weiter auf Werra-Meissner-Magazin

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Eingeordnet unter 20. Jahrhundert, Ausstellungen, Rezension