Archiv der Kategorie: 20. Jahrhundert

Provenienzforschung im Projekt „Schwieriges Erbe“

Abschlussbericht zum Umgang mit kolonialzeitlichen Objekten im Linden-Museum Stuttgart

Pressemitteilung des Linden-Museum Stuttgart vom 13.11.2018. Die Eberhard Karls Universität Tübingen und das Linden-Museum Stuttgart untersuchten unter dem Titel „Schwieriges Erbe“ in einem zweijährigen Forschungsprojekt von April 2016 bis März 2018 den museologischen und wissenschaftlichen Umgang mit kolonialzeitlichen Objekten in ethnologischen Museen. Im Rahmen des Projekts, das Pilotcharakter hatte, wurde eine Stelle zur Provenienzforschung von kolonialzeitlichen Objekten eingerichtet. Für 18 Monate konzentrierte sich dieser am Linden-Museum Stuttgart angesiedelte Projektteil auf die Untersuchung von ausgewählten Objektbeständen aus ehemaligen deutschen Kolonialgebieten in Afrika und Ozeanien. Ziel war es, einen systematischen Forschungsansatz für die Provenienzforschung zu kolonialzeitlichen Objekten mit Modellcharakter für ethnologische Museen zu entwickeln. Weiterlesen

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Äquatoria

Auf den Spuren von Pierre Savorgnan de Brazza

Hierzulande ist de Brazza, der Entdecker im Auftrag Frankreichs, kaum bekannt. Ebensowenig, wie die jüngere Geschichte Afrikas, die der Autor des Buches Äquatoria, Patrick Deville, im Rahmen seines Reiseberichtes vermittelt. Es ist ein recht eigenwilliger Roman, hat sich der Leser, der mit ziemlicher Sicherheit etwas anderes erwartet, aber erst einmal darauf eingestellt, lässt ihn die Lektüre kaum noch los. Weiterlesen

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Verborgene Chronik

Mit einer gewaltigen Collage von originalen Tagebucheinträgen aus dem Deutschen Tagebucharchiv dokumentieren die JournalistInnen Lisbeth Exner und Herbert Kapfer den Ersten Weltkrieg. Verborgene Chronik nennen sie ihr zweibändiges Werk, denn es sind bislang unveröffentlichte private Tagebücher, aus der sie eine sehr subjektive Chronik der Ereignisse zwischen 1914 und 1918 zusammengestellt haben. Repräsentativ im statistischen Sinne ist diese Chronik sicherlich nicht. Dennoch vermittelt sie einen authentischen Eindruck davon, wie die Menschen damals die Ereignisse und ihre Erfahrungen praktisch und mental erlebten, beurteilten und verarbeiteten. Weiterlesen

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Mit der Peking um Kap Hoorn

Band 2 der OCEANUM-Dokumentationsreihe präsentiert das 1929 auf seiner Reise mit der Peking um Kap Hoorn entstandene Tagebuch Irving Johnsons erstmalig in deutscher Übersetzung. Der Amerikaner Johnson hatte die Sturmfahrt des Flying P-Liners übrigens nicht nur schriftlich sondern in aufsehenerregenden Stunts auch filmisch dokumentiert. Die vorliegende OCEANUM-Dokumentation stellt zudem den legendären Kapitän der Peking Jürgen Jürs vor. Lesen Sie weiter auf Marexpedi

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Fluchtpunkt Friedland

Begleitband zur Ausstellung im Museum Friedland

Im März 2016 wurde das Museum Friedland eröffnet das seitdem seine erste Dauerausstellung Fluchtpunkt Friedland. Über das Grenzdurchgangslager, 1945 bis heute präsentiert. 2017 ist der Begleitband zur Ausstellung erschienen, ein Buch, das nicht nur die Inhalte, sondern auch das Konzept der Ausstellung und des Museums selbst vorstellt. Dabei erfährt der Leser Erstaunliches, Brisantes und Denkwürdiges über gut 70 Jahre Lager- und Nachkriegsgeschichte der Einrichtung, die bis heute in der öffentlichen Wahrnehmung als „Tor zur Freiheit“ begriffen und mit entlassenen sowjetischen Kriegsgefangenen, Aussiedlern, Spätaussiedlern, oder DDR-Flüchtlingen in Verbindung gebracht wird und doch so viel mehr war und ist. Weiter auf Werra-Meissner-Magazin

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Die Deutschen und ihre Kolonien

Das deutsche Kolonialreich stellte eine recht kurzlebige Episode der kommerziell und ideologisch geprägten Expansionsbestrebungen der Deutschen dar. Im Auftrag anderer Mächte und Nationen waren sie allerdings von Beginn an am Prozess neuzeitlicher Expansion Europas als Soldaten, Kaufleute, Missionare oder Wissenschaftler beteiligt. Die 30 Jahre deutsches Kolonialreich (1884 – 1914) haben also eine lange Vorgeschichte und wirken bis heute nach. Mit dem Buch Die Deutschen und ihre Kolonien wollen die Herausgeber Horst Gründer und Herman Hiery „losgelöst von der Emotionalität politischer Debatten“ einen Überblick über die Geschichte des Kolonialreiches in Afrika, Asien und Südsee vermitteln. Weiterlesen

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Jack London – eine Biographie

jack-londonMit nur vierzig Jahren verstarb der amerikanische Schriftsteller und Abenteurer Jack London am 22.11.1916. Mit seinen Abenteuerromanen der Seewolf und Ruf der Wildnis gelangte er zu Weltruhm. Sein literarisches und journalistisches Werk ist jedoch weit umfassender. Rechtzeitig zum 100sten Todestag des Autors präsentiert der Amerikanist Alfred Hornung die Biografie Jack Londons und beleuchtet dabei alle Facetten des ereignisreichen aber kurzen Lebens vor den historischen Hintergründen. Weiterlesen

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Deutscher Kolonialismus

Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart

kolonialismusDie Dominanz der NS-Geschichte hat lange Zeit den Blick auf die wenn auch kurze Phase der kolonialen Vergangenheit Deutschlands versperrt. Dabei sind hier bereits die geistigen Wurzeln des rassistischen Gedankenguts zu finden, die nicht nur ideologische Grundlage des NS-Regimes, sondern auch in weiten Bereichen immer noch unsere heutige Sichtweise auf die Völker und deren Probleme in Afrika und Asien prägt. Der Katalog zur Ausstellung des Deutschen Historischen Museums betrachtet die Phase der Deutschen Geschichte, die offiziell mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg endete, unter verschiedenen Aspekten. Weiterlesen

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Die Oberweser Dampfschifffahrt

55146Die Gründung der Vereinten Weser-Dampfschifffahrt-Aktiengesellschaft 1842 in Hameln läutete die Fahrgastschifffahrt auf der Weser ein. Mit dem Raddampfer Hermann, einem Neubau aus Paris betrieb die Gesellschaft am Herbst 1843 immerhin einen Liniendienst, der von Hann Münden bis nach Bremen reichte. Gerade ein Jahr später schaufelten sich die auch die eisernen Seitenraddampfer Germania, Wittekind und Blücher, ab 1846 zusätzlich die Weser flussauf- und abwärts. Das Buch aus der Serie Bilder der Schifffahrt des Sutton Verlags erzählt anhand von historischen und aktuellen Fotos die wechselvolle Geschichte der Fahrgastschifffahrt auf der Oberweser. Weiter auf Werra-Meissner-Magazin.

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Interniert in Australien

Die Tagebücher des Fritz Stegherr

Aus dem Tagebuch Fritz Stegherrs: „Die hier sichtbaren Anlegebrücken liegen links von den vorhergehenden drei ....und heißen "Kings" und "Queens" Pier. Noch weiter nach links käme dann Hobarts Stolz, die über 900 m lange "Ocean" Pier. Das untere Bild zeigt Burnie, einen Hafen an Tasmaniens Nordküste.“ ©Roswitha Müller

Aus dem Tagebuch Fritz Stegherrs: „Die hier sichtbaren Anlegebrücken liegen links von den vorhergehenden drei ….und heißen „Kings“ und „Queens“ Pier. Noch weiter nach links käme dann Hobarts Stolz, die über 900 m lange „Ocean“ Pier. Das untere Bild zeigt Burnie, einen Hafen an Tasmaniens Nordküste.“ ©Roswitha Müller

Es ist immer schön, wenn man mit seiner Arbeit als Journalist auch etwas bewegen kann. So wie mit dem 2014 aufgegriffenen Thema der Internierung Deutscher Zivilisten, Soldaten und deutschstämmiger Australier in australischen Lagern. Inzwischen sind aufgrund meiner Beiträge in GeschiMag die Tagebücher des Fritz Stegherr, 4. Offizier der SS Oberhausen aufgetaucht, des Schiffes, mit dessen Schicksal ich in das Thema eingestiegen war. Tausende von Seiten über seinem unfreiwilligen Aufenthalt in den Internierungslagern Australiens hatte der Seemann niedergeschrieben. Die sollen von Stegherrs Enkelin Roswitha Müller jetzt über entsprechende Institutionen zu Forschungszwecken der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Folgenden die Geschichte, die zum Auftauchen der Tagebücher geführt hat sowie Informationen über Fritz Stegherr und seine Tagebücher. Weiterlesen

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