Archiv des Autors: wolfschwerdt

Über wolfschwerdt

freier Journalist, Buchautor

Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz

Texte und Bilder zu seinen Erkenntnissen und Erfindungen in den Dauer- und Wanderausstellungen der Leibniz Universität Hannover

Dass Gottfried Wilhelm Leibniz 2006 nach gut anderthalb Jahrzehnten inhaltlicher Auseinandersetzung zum Namenspatron der ehemaligen Technischen Universität (seit 1978 Universität Hannover) geworden ist, dürfte nicht zuletzt dem Engagement des Prof. Dr.-Ing. Erwin Stein zu verdanken sein. Der hatte nicht nur seit Ende der 80er Jahre die Idee  einer Ausstellung über den so eng mit Hannover verbundenen Universalgelehrten vorangetrieben, sondern mit dem vorliegenden Buch gemeinsam mit Dr. Annette von Boetticher auch eine Dokumentation der Ausstellung und des Wirkens des als „letzter Universalgelehrter“ titulierten Wissenschaftlers der frühen Aufklärung vorgelegt. Der Anspruch von Buch und Ausstellung: Leibniz Werk gemäß dem Motto „Leibniz zum Anfassen und verstehen“ auch einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Aufklärung, Ausstellungen, Rezension

Ausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“

Basis: Pressemeldung Kloster Lorsch 16. März 2017. Vom 19. März bis 14. Mai 2017 zeigt das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch im Schaudepot Zehntscheune die Sonderausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“. Die Ausstellung nimmt auf der Grundlage aktueller archäologisch-anthropologischer Untersuchungen erstmals die Menschen des Klosters in den Blick, die vom frühen bis zum späten Mittelalter in der bedeutenden Reichsabtei Karls des Großen lebten, arbeiteten und dort begraben wurden. Höhepunkt der Schau ist die 3D-Gesichtsrekonstruktion eines Lorscher Mönchs aus der Hochphase des Klosters um 900. Damit wird für die Besucher zum ersten Mal eine visuelle und virtuelle Begegnung mit einem Menschen aus dem frühen Mittelalter möglich, der vor rund 1100 Jahren im Kloster Lorsch gelebt und vielleicht die Erbauung der weltberühmten Torhalle erlebt hat. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Archäologie, Ausstellungen, Pressemitteilungen

Der Aufstieg des Mamluken-Sultanats

Gastbeitrag von Florian Heydorn

Berittener Mamluk, etwa 1810, © wikimedia commons

Berittener Mamluk, etwa 1810, © wikimedia commons

Persien – überrannt. Anatolien – unterworfen. Bagdad – niedergebrannt. Zwischen 1220 und 1258 zerschlugen die Mongolen auf ihrem Eroberungszug quer durch Asien die muslimischen Reiche des Vorderen Orients, ermordeten den Kalifen und löschten dessen Dynastie aus. Diese neuerliche, im Vergleich zur gerade erst überwundenen Bedrohung durch die Kreuzfahrer ungleich verheerendere Invasion traf die muslimische Welt ins Mark. Der syrisch-orthodoxe Gelehrte Bar Hebräus sah bereits das Ende des Islams gekommen. Erst 1260 konnte der Vormarsch der Mongolen bei Ain Jalut gestoppt werden. Es war die erste unumkehrbare Niederlage der Steppenkrieger, die niemals wieder so dicht davor stehen sollten, die letzte muslimische Macht, Ägypten, zu unterwerfen. Fortan beherrschte eine neue Dynastie unangefochten das Gebiet zwischen Nil und Euphrat: Die Mamluken. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter

Odin, Thor und Freyja

Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich  vom 11. Februar bis 6. Juni 2017

Presseinformation vom 08.02.2017 zur Ausstellung des Archäologischen Museums Frankfurt und des Dänischen Nationalmuseums Kopenhagen

logo-jpgDiese Sonderausstellung widmet sich erstmals den aufregenden neuen Ausgrabungen und Forschungen des Dänischen Nationalmuseums zu skandinavischen Kultplätzen des 1. Jahrtausends n. Chr. Faszinierende Einblicke in die Kultpraxis der paganen Religion des alten Nordens vermitteln kostbare Funde und überraschende Ausgrabungsbefunde. Im Zentrum stehen dänische Fürstenresidenzen mit riesigen, bis zu 50 m langen Versammlungshallen und eigenen Kultbauten für gemeinschaftliche Opfer. Spektakulär sind die architektonischen Inszenierungen dieser Bauten im Frankfurter Museum in natürlicher Größe. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Ausstellungen, Pressemitteilungen

Einen guten Rutsch

neujahrrot

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von | 31. Dezember 2016 · 16:10

Goldene Haarnadeln in silbernen Vasen

Kulturhistorische Notizen zur Katze im alten China

haarnadelnBei den Wörtern China und Katze kommen nicht nur bei Freunden der Schmusetiger gemischte Gefühle auf. Und doch war die Katze im chinesischen Kaiserreich ein geliebtes und verwöhntes Haustier. In ihrem Buch Goldene Haarnadeln in silbernen Vasen führt Margriet Gabrielle von Kispal ihre Leser in einen faszinierenden Aspekt chinesischer Kulturgeschichte ein: Die Entwicklung der Beziehung von Mensch und Katze durch die Jahrhunderte des chinesischen Kaiserreichs. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Ethnologie, Rezension

Schiffschirurgen von Kolumbus bis Nelson

Vergessene Helden der Seefahrtsgeschichte

9783942825467_schiffschirurgenNur wenige Persönlichkeiten der zahlreichen Schiffschirurgen, die seit Kolumbus auf Schiffen der Entdecker, Handelskompanien und Kriegsflotten ihren Dienst taten, sind namentlich bekannt. Dabei, so Georg-Michael Fleischer, dürfte sich ihre Zahl seit Ende des 15. Jahrhunderts auf mehr als 300.000 belaufen. Diesen „vergessenen Helden der Seefahrtsgeschichte“ möchte der Autor mit seinem Buch Schiffschirurgen ein Denkmal setzen. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter Allgemein

Nachbau eines Römerschiffes an der Uni Erlangen

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Am 15. Dezember 2016 fiel der Startschuss für das Projekt. (Bild: FAU/Georg Pöhlein)

Meldung der FAU, 15.12.2016: Als die Römer Germanien eroberten, gab es keine Straßen. Truppen, Waren, Nachrichten – all das konnte nur auf einem Weg in die wilden Gebiete des Nordens transportiert werden: per Schiff. Die natürlichen Wasserstraßen – kleine und große – ersetzten den Römern die Autobahnen. Doch wie genau waren römische Schiffe – oder besser: Boote – beschaffen? Woraus waren sie gemacht? Mit welcher Technik wurden sie bewegt? Welche Geschwindigkeiten konnten sie erreichen und welche Strecken zurücklegen? Wer waren die Ruderer? Antworten auf diese Fragen sind zum Teil überliefert – doch wie fühlte sich das in der Realität an? Dem wollen FAU-Forscher (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) um den Althistoriker Prof. Dr. Boris Dreyer gemeinsam mit Studierenden, Schülerinnen und Schülern und vielen Freiwilligen auf die Spur kommen. Gemeinsam bauen sie, mit Unterstützung der Stadt Erlangen, das römische Patrouillen- und Geleitzugboot „Fridericiana Alexandrina (Navis)“ – kurz: FAN – in Originalgröße nach. Und wollen damit Frankens Wasserstraßen unsicher machen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 2 Antike, Archäologie, experinemtelle Archäologie, Pressemitteilungen

Schwarz

Geschichte einer Farbe

pngWas kann schon dran sein, an einer Farbe, dass sich ein ganzes Buch damit füllen lässt? Und dann auch noch schwarz! Newton hat es entdeckt: Schwarz ist gar keine Farbe, jedenfalls physikalisch gesehen. Und wir wissen, dass schwarz für Trauer, Eleganz, Wichtigkeit und Unglück steht, für Tod und Teufel, Buchdruck oder Magie. Was sonst ließe sich über die Farbe der Finsternis, der Kirche und der Mode noch berichten? Tatsächlich fällt dem Mittelalterhistoriker und Spezialisten für Tier-, Farb- und Kulturgeschichte, Michael Pastoureau eine Menge zur Farbe schwarz ein. Die ganze Kulturgeschichte nämlich, von der Antike bis heute. Dabei konfrontiert er den Leser mit der Erkenntnis, dass nicht nur der Symbolgehalt von Farben sondern auch ihre optische Wahrnehmung weniger von ihren physikalischen Eigenschaften oder Naturgesetzen, als vielmehr von kulturellen und technologischen Rahmenbedingungen abhängen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Geschichte im Querschnitt, Rezension

Jack London – eine Biographie

jack-londonMit nur vierzig Jahren verstarb der amerikanische Schriftsteller und Abenteurer Jack London am 22.11.1916. Mit seinen Abenteuerromanen der Seewolf und Ruf der Wildnis gelangte er zu Weltruhm. Sein literarisches und journalistisches Werk ist jedoch weit umfassender. Rechtzeitig zum 100sten Todestag des Autors präsentiert der Amerikanist Alfred Hornung die Biografie Jack Londons und beleuchtet dabei alle Facetten des ereignisreichen aber kurzen Lebens vor den historischen Hintergründen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 5 Neuzeit, Rezension