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freier Journalist, Buchautor

Präparierte Natur: Was wissenschaftliche Objekte verschweigen

Ausstellung der Universität Göttingen wird am 7. Oktober eröffnet

(Presseinformation der Universität Göttingen vom 01.10.2018) Ein Tierskelett im Film, eine getrocknete Pflanze im Buch oder ein Schädel im Gemälde? Wenn wissenschaftliche Objekte in neuen Zusammenhängen auftreten, nehmen sie oft überraschende Rollen ein. Warum das so ist, zeigen Studierende des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Göttingen in der Ausstellung „Präparierte Natur – Was wissenschaftliche Objekte verschweigen“. Gemeinsam mit Dr. Margarete Vöhringer, Professorin für Materialität des Wissens, eröffnen sie die Ausstellung am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 11 Uhr im Alten Auditorium, Raum 0.111, Weender Landstraße 2. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen naturwissenschaftliche Präparate aus der Zoologie, der Humanbiologie und der Botanik, die das Seminar zwei Semester lang untersucht hat. Dabei wurde deutlich, dass Tier-skelette, Schädel, getrocknete Pflanzen, Korallen und Muscheln nicht nur in den Wissenschaften, sondern auch in Kunst, Literatur und Alltagskultur mit Bedeutung aufgeladen werden. „Wenn Objekte in Büchern, Filmen oder bildender Kunst auftreten, rufen sie ganz unterschiedliche Assoziationen hervor, die auch auf die Wissenschaften zurückwirken“, erklärt Vöhringer. Aus diesem Grund präsentieren die Ausstellungsmacher die naturwissenschaftlichen Präparate auch in ihren verschiedenen kulturellen Formen. Ein Blick darauf lässt erahnen, was die Objekte verschweigen.

Die Ausstellung ist bis zum 31. März 2019 an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat im Rahmen der Sonntagsspaziergänge von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen sind unter www.uni-goettingen.de/praeparierte-natur zu finden

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Eingeordnet unter Archäologie, Ausstellungen, Pressemitteilungen

HMB Endeavour – die Wracksuche

seit etwa fünf Tagen machen wieder einmal Pressemeldungen die Runde, nach denen das Wrack von James Cooks HMB Endeavour entdeckt zu sein scheint. Tatsächlich gibt es diesbezüglich nichts wirklich Neues, aber die Tatsache, dass der legendäre Forschungsreisende 1768, also vor 200 Jahren zu seiner ersten Südseeexpedition aufgebrochen ist, mag das Mitteilungsbedürfnis des Rhode Island Marine Archaeologie Projects (RIMAP) beflügelt haben. Dass die Medien aus der Pressemitteilung der gemeinnützigen Forschungsorganisation mal wieder eine archäologische Sensation machen, versteht sich beinahe von selbst. Dabei ist die Suche nach dem Wrack des Forschungsschiffes tatsächlich interessant und möglicherweise irgendwann von Erfolg gekrönt. Lesen Sie weiter auf Forscher, Katzen und Kanonen

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Eingeordnet unter 5 Neuzeit, Archäologie, Schifffahrtsgeschichte, Unterwasserarchäologie, Zeitalter der Entdeckungen

Ältester Knochen eines Hundes in Westfalen gefunden

Eiszeit-Ausgrabungen an der Blätterhöhle gehen weiter

Tibia-Knochen eines Hundes aus der späteisenzeitlichen Grabungsschicht.
Foto: LWL / T. Pogarell

Pressemitteilung vom 24.09.2018, Hagen (lwl). Die Blätterhöhle in Hagen ist eine der wichtigsten Fundplätze für die Steinzeit in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus. Bei der aktuellen Grabung auf dem Vorplatz der Höhle drangen die Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und ihre Kooperationspartner tiefer in die Schichten aus dem Ende der letzten Eiszeit vor. Verschiedene neue Funde geben seltene Einblicke in die Umwelt und Lebensweise der Menschen vor über 11.500 Jahren. Dazu gehören Tierknochen mit Bearbeitungsspuren und Werkzeuge aus Feuerstein. Darüber hinaus könnte sich ein Knochenfund aus der späteisenzeitlichen Schicht als der älteste in Westfalen gefundene Hund herausstellen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 1 Frühzeit, Archäologie, Pressemitteilungen

Jules Verne

die Biographie eines Jahrhunderts

Allein 65 Romane hat Jules Verne verfasst und noch heute erfreuen sich seine Werke wie Reise um die Welt in 80 Tagen, Fünf Wochen im Ballon, 20.000 Meilen unter den Meeren oder Reise zum Mittelpunkt der Erde großer Beliebtheit. Als Begründer der Science Fiction wird der Schriftsteller aus dem 19. Jahrhundert gefeiert, gar als Visionär. Ralf Junkerjürgen stellt in seiner Biographie des schriftstellerischen „Arbeitstieres“ dessen Werk und Person in das rechte historische Licht. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 19. Jahrhundert, Rezension

Endstation Brexit

Die spinnen, die Briten

Es gibt keinen Grund, Geschichte professorenhaft-trocken niederzuschreiben, postuliert der Historiker Ralf Grabuschnig bereits auf dem Cover seines Buches – und er hat recht! Denn die Geschichte der Insel und ihrer politischen Führungskräfte hat durchaus seine Merkwürdigkeiten, die den Leser gelegentlich schon an der mentalen Stabilität des Inselvolkes zweifeln und so manches Ereignis als Comedy erscheinen lässt. Aber Grabuschnigs Buch ist mehr als eine lustige Geschichte über die englische Geschichte. Der Autor unternimmt einen historischen Streifzug durch immerhin rund zweieinhalbtausend Jahre Inselgeschehen, das mit der europäischen Geschichte in vielerlei Hinsicht untrennbar verbunden ist. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Geschichte im Querschnitt, Rezension

Äquatoria

Auf den Spuren von Pierre Savorgnan de Brazza

Hierzulande ist de Brazza, der Entdecker im Auftrag Frankreichs, kaum bekannt. Ebensowenig, wie die jüngere Geschichte Afrikas, die der Autor des Buches Äquatoria, Patrick Deville, im Rahmen seines Reiseberichtes vermittelt. Es ist ein recht eigenwilliger Roman, hat sich der Leser, der mit ziemlicher Sicherheit etwas anderes erwartet, aber erst einmal darauf eingestellt, lässt ihn die Lektüre kaum noch los. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Kolonialisierung, Rezension

Warenwege – Warenflüsse

Handel, Logistik und Transport am römischen Niederrhein

Es ist ein wissenschaftlicher Begleitband, den der Landschaftsverband Rheinland für die gleichnamige Wechselausstellung in seinem Römermuseum des Archäologischen Parks Xanten herausgegeben hat. 35 Beiträge namhafter Wissenschaftler präsentieren den aktuellen archäologischen und historischen Forschungsstand der Region um den römischen Niederrhein. Obwohl der großformatige Band mit 653 Seiten sehr umfangreich und im wahrsten Sinne des Wortes sehr gewichtig geworden ist, konnte das Thema, wie der Herausgeber, Christoph Eger in seinem Vorwort feststellt nicht in all seinen Facetten ausgeleuchtet werden. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 2 Antike, Archäologie, Ausstellungen, Rezension

Verborgene Chronik

Mit einer gewaltigen Collage von originalen Tagebucheinträgen aus dem Deutschen Tagebucharchiv dokumentieren die JournalistInnen Lisbeth Exner und Herbert Kapfer den Ersten Weltkrieg. Verborgene Chronik nennen sie ihr zweibändiges Werk, denn es sind bislang unveröffentlichte private Tagebücher, aus der sie eine sehr subjektive Chronik der Ereignisse zwischen 1914 und 1918 zusammengestellt haben. Repräsentativ im statistischen Sinne ist diese Chronik sicherlich nicht. Dennoch vermittelt sie einen authentischen Eindruck davon, wie die Menschen damals die Ereignisse und ihre Erfahrungen praktisch und mental erlebten, beurteilten und verarbeiteten. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 20. Jahrhundert, Rezension

Der Welterkunder

Auf der Suche nach Georg Forster

Als Verfasser der „Reise um die Welt“, seinem 1778 erschienenen Bericht von der Cook’schen Weltumsegelung wurde der geniale deutsche Naturforscher, Philosoph und nicht zuletzt Pionier der Ethnologie, Georg Forster berühmt. Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verschwand der leidenschaftliche Aufklärer und Humanist aus dem öffentlichen Bewusstsein in Deutschland. Denn als Verfechter von Gleichheit, Brüderlichkeit und Freiheit passte er nicht in eine Gesellschaft, „in der Debatten über die Unterschiede zwischen den Rassen selbst unter Männern der Aufklärung zur Mode wurden.“
Auf der Suche nach Spuren des Begründers der modernen Reiseliteratur hat sich der Journalist Frank Vorpahl selbst auf eine Weltreise begeben und seine Erlebnisse im Buch „Der Welterkunder“ niedergeschrieben. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Aufklärung, Rezension, Zeitalter der Entdeckungen

Das verlorene Paradies

Europa 1517 – 1648

Jahreszahlen und „große“ Persönlichkeiten spielen in unserem Geschichtsverständnis noch immer eine wesentlich Rolle, wenn es um historische Ereignisse und Umbrüche geht. Auch der Titel „Das verlorene Paradies. Europa von 1517 – 1648“ scheint auf den ersten Blick diesem Muster zu folgen. Schließlich umfasst Mark Greengrass Darstellung über den grundlegenden gesellschaftlichen, politischen, technologischen, wissenschaftlichen und kulturellen Wandel in Europa den Zeitraum des vermeintlichen Thesenanschlags Martin Luthers bis zum Abschluss des Westfälischen Friedens. Greengrass aber stellt in seinem fast 800 Seiten umfassenden Werk erfreulicherweise etwas anderes als eine ereignis- und persönlichkeitsbezogene Chronologie vor. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Aufklärung, Dreißigjähriger Krieg, Rezension, Zeitalter der Entdeckungen