Archiv der Kategorie: 4 Frühe Neuzeit

Alexander von Humboldt, Das zeichnerische Werk

Von den rund 600 Seiten mit graphischen Elementen aus dem Nachlass Alexander von Humboldts stellen Dominik Erdmann und Oliver Lubrich im von ihnen herausgegebenen Buch „Alexander von Humboldt. Das zeichnerische Werk“ 260 Blätter vor, die einen Eindruck vom Denken und Schaffen des berühmten Naturforschers vermitteln. Dabei unterscheiden sich die hier präsentierten Zeichnungen deutlich von jenen Abbildungen, die im ebenfalls von Oliver Lubrich herausgegebenen „Alexander von Humboldt. Das graphische Gesamtwerk“ vorgestellt werden. Während es sich beim Graphischen Gesamtwerk aber um jene Bilder handelt, die von Humboldt zu seinen Lebzeiten in seinen Büchern oder Aufsätzen veröffentlicht wurden, präsentieren die Herausgeber beim hier vorliegenden zeichnerischen Werk gewissermaßen handschriftliche Vorstufen oder unveröffentlichte Manuskripte aus Humboldts Nachlass. Weiterlesen

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Und hatten die Pest an Bord …

Größtes Exponat der Pest-Ausstellung – ein Schiffsanker – erreicht Herne

Presseinfo des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (lwl). Was hat ein Anker mit der Pest zu tun? Am Montag erreichte das LWL-Museum für Archäologie in Herne das größte Exponat der Sonderausstellung „PEST!“. Der massive Anker eines französischen Schiffes aus dem 18. Jahrhundert ist ein Zeugnis des letzten Ausbruchs der Seuche in Westeuropa, denn im Jahr 1720 brachte das Handelsschiff „Grand Saint Antoine“ die Pest nach Marseille.
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Entdeckungsreisen

Magische Bilder exotischer Welten

Von Hans Sloanes Reise nach Jamaika (1687 – 1689) über Maria Sibylla Merians Schmetterlinge in Surinam (1699 – 1701) bis hin zur Fahrt der Challenger (1872 – 1876) widmet sich das Buch den bedeutenden Forschungsreisen, deren naturwissenschaftliche Ausbeute in Form von Artefakten, gesammelten tierischen und pflanzlichen Exemplaren und vor allem Bildern in gewaltiger Zahl im heutigen Museum of Natural History in London gelandet sind. Somit ist das Buch nicht nur eine Geschichte der Forschungsexpeditionen und ihrer wissenschaftlichen und künstlerischen Protagonisten, sondern auch eine Geschichte der Entstehung der gewaltigen naturwissenschaftlichen Sammlung des Museums, die mit einigen Überraschungen aufzuwarten weiß. Weiterlesen

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Theodor de Bry: America

Ein Bildband der Extraklasse

Zwischen 1590 und 1634 publizierten Theodor de Bry und seine Erben eine umfangreiche Sammlung von aufwändig illustrierten Reiseberichten, die als Vorläufer des modernen Bildbandes gelten. In 25 Bänden im Folioformat veröffentlichten sie insgesamt etwa 50 Reiseberichte von Europäern aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert. Die vorliegende Edition des Taschen-Verlages, ebenfalls im Folioformat, umfasst die ersten neun der insgesamt dreizehn Bände der America-Serie und liefert neben den Hintergründen zur Publikationsgeschichte und Marketingstrategie der damals in diesem Genre führenden Frankfurter Verlegerdynastie, eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der europäischen Entdeckungen und die Weltsicht der Entdecker und Eroberer.

De Bry, Erfinder des Konzeptes des modernen Bildbandes

Die de Brys waren die ersten, die in Frankfurt die Technik des Kupferstichs in den Buchdruck integriert und damit prächtige Bildbände erschaffen hatten. Und sie prägten unser Bild von den außereuropäischen Kulturen jener Zeit in verschiedener Hinsicht bis heute. Denn die Illustrationen wurden, mit jeweils unterschiedlichen Texten versehen, in den folgenden Jahrhunderten immer wieder „abgekupfert“, phantasievoll koloriert und in unterschiedlichen Zusammenhängen als authentische Quelle publiziert. Dabei waren sich die de Brys nicht zu fein, sowohl bei die Bilder als auch die Texte je nach Zielgruppe redaktionell anzupassen. Die lateinischen, für die Leser in den katholischen Regionen publizierten Bände, ließen gegenüber den Grausamkeiten der spanischen Eroberer eine gewisse Milde walten, während in den deutschsprachigen Ausgaben für den protestantischen Teil der europäischen Welt bestimmten Bänden gewissermaßen die Moralkeule geschwungen wurde.

Fakes als Marketingstrategie

Auch die manipulative Kraft von Bildern wussten die marketingbewussten Verleger zu nutzen. So wurden die in den Originalberichten vorgefundenen Bilder bearbeitet oder gar Neue erfunden, um „die Diskrepanz zwischen zivilisierten (christlichen) Reisenden aus Europa und den wilden, unkultivierten Heiden aus Afrika, Asien und Amerika hervorzuheben.“ So beschlossen die de Brys beispielsweise die Gefolgschaft eines regionalen Herrschers von Gabun entgegen dem zum Reisebericht gehörigen Holzschnitt in ihrer Illustration schlichtweg ihrer Kleidung zu berauben, dabei die Genitalien der Edelleute zu zeigen und in die Bildlegende die durch den Originalbericht nicht belegten Wörter „gantz nacket“ bzw. „toda nuda“ einzufügen. Verkaufsfördernd schienen solche Bearbeitungen ebenso zu sein, wie die Produktion von phantasievollen Eyecatchern für die Frontispize, mit denen, ähnlich wie heute mit den Covern das Buch beworben wurde.

Die manipulative Kraft von Farben

Der Taschen-Edition ist eine wunderbare Informationsquelle unter anderem zur durchaus wechselhaften Dynastie- und Verlagsgeschichte, die mit dem 1527/28 in Lüttich geborenen protestantischen Goldschmied Theodor de Bry begann. Die Methoden aber auch Rahmenbedingungen der De Brys als Verleger, das Buchgeschäft in der frühen Neuzeit und natürlich einen Überblick über das Gesamtwerk und seine Folgen, erhält der Leser ebenfalls im Rahmen der umfassenden Einleitung. Dazu gehören auch nicht nur für Sammler wichtige Informationen, beispielsweise wenn es um die Kolorierung der de Bry’schen Folianten geht. Die de Brys selbst haben nämlich gar keine kolorierten Versionen ihrer Reiseberichtsammlungen angeboten. Spannend hierbei, dass es für die Farbengebung der Illustrationen in den (im Rahmen von Auftragsarbeiten der Besitzer) Bänden keine Vorlagen, also Farbschemata gab. Aber selbst die Farbgebung, so unterschiedlich sie in den verschiedenen Werken auch ausfiel, folgte gewissen Absichten und war durchaus nicht zufällig und allein dieses Thema erweist sich bei näherer Betrachtung als recht komplex. Und so ist den „unterschiedlichen Kolorierungen in de Brys Grands Voyages“ (mit Berichten aus Amerika) im Anschluss an die Einführung ein eigenes Kapitel gewidmet.

Ein Werk für Sinn und Verstand

Die sechs ersten Bücher der Amerika-Serie werden in der Taschen-Edition mit ihren kolorierten, oft ganz- und doppelseitigen Illustrationen präsentiert, da nur von diesen Exemplare existieren, die bereits unmittelbar nach dem Druck koloriert wurden. Konsequenterweise werden die Bildtafeln der drei folgenden Bände in Schwarz-Weiß gedruckt. Jedem Band mit seinen Bildtafeln und dazugehörigen Texten ist jeweils einen eigene Einleitung vorangestellt, durch die die in der Einführung aufgegriffenen Aspekte noch einmal vertieft werden. Die America-Serie führt den Leser in die frühneuzeitliche Welt von Virginia, Florida, Brasilien, Karibik & Zentralamerika, Mittelamerika, Peru, Rio de la Plata, noch einmal Karibik sowie Mexiko & Magellanstraße. Nach Band neun wurde die Serie erst einmal für 16 Jahre ausgesetzt. So sind die ersten neun Bände als Einheit zu verstehen und zu lesen und gelten „als die Besten der gesamten Reihe“.

Theodor de Brys Amerika ist eine Quelle nahezu unerschöpflicher Information. Dafür sorgen nicht nur die Texte, sondern eben auch die Bilder, die zu interpretieren und mit dem eigenen Wissen zu vergleichen, ein Abenteuer der besonderen Art ist. Und natürlich ist der aufwändig gestaltete und ausgestattete Foliant bereits ein Genuss für sich. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Buch zwar ein durchaus repräsentatives, für den Historiker und Kulturgeschichtler (und allen, die sich dafür interessieren) aber auch ein wirklich spannendes Werk ist.

Michel van Groesen (Hrsg), Larry E. Tise: Theodor de Bry. America. Sämtliche Tafeln 1590 – 1602. Taschen-Verlag 2019. In Leinen gebunden, 28,5 x 39,5 cm, 376 Seiten.

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Schifffahrtszyklen

von den Kindertagen der Globalisierung bis in die Zukunft
Schifffahrtszyklen: Mit dem Begriff, der so vermeintlich einfach daherkommt, zeichnen die Autoren des Buches das Bild einer komplexen, von ökonomischen, politischen und sozialen Aspekten geprägten Geschichte des globalen Seehandels, die gewissen zyklischen Regelmäßigkeiten zu folgen scheint. Immerhin drei langfristige Trends und 22 kurze Zyklen der Schifffahrt, deren Ursachen und Entwicklungen haben Volkswirt Dr. Thomas Straubhaar und Wirtschaftshistoriker Dr. Franz Wauschkuhn in ihrem Buch beschrieben. Für die Zukunft des Welthandels kommen sie dabei zu interessanten Ergebnissen. Lesen Sie weiter auf Marexpedi

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Ausgestorbene Säugetierarten der Kaiman-Inseln neu entdeckt

Illustration einer Bahama-Ratte (c) Mark Catesby

Ein Expertenteam der Zoologischen Gesellschaft Londons (Zoological Society of London, ZSL), des Amerikanischen Museums für Naturgeschichte und des New Mexico Museums für Naturgeschichte fand bei Knochenuntersuchungen aus Sammlungen britischer und amerikanischer Museen Fossilien bislang unbeschriebener Arten, die noch bis vor rund 300 Jahren die Kaiman-Inseln bevölkert hatten. Bei den Relikten der ausgestorbenen Arten handelt es sich um Knochen, die ursprünglich wohl von Krokodilen auf den Kaimans verdaut worden sind. Wie das Team am 04.03.2019 im Bulletin des Amerikanischen Museums für Naturgeschichte publizierte, fand es zwei neue Baumrattenarten (Capromys pilorides lewisi und Geocapromys caymanensis) und ein kleines spitzmausartiges Säugetier (Nesophontes hemicingulus). Bei den drei Tieren handelt es sich um ehemalige auf den Kaiman-Inseln endemische Arten, die, wie die Wissenschaftler vermuten, um etwa 1700 im Rahmen der Ankunft europäischer Siedler und deren Einführung von Ratten, Hunden und Katzen, ausgerottet wurden.

Die untergegangene Welt der karibischen Fauna

Capromyid oder hutia Fossilien die von Kuba-Krokodilen verdaut worden sind, gefunden im Queen Elizabeth II Botanic Park, Grand Cayman (c) NMMNH

Bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse erklärte Professor Samuel Turvey vom ZSL: „Menschen sind höchstwahrscheinlich für das Aussterben dieser neu beschriebenen Säugetiere verantwortlich und das ist nur die Spitze des Eisbergs des Säugetiersterbens in der Karibik.“ So seien, wie Turvey ausführte, nahezu alle Säugetierarten dieser tropischen Inselwelt einschließlich der einheimischen Faultiere und Affen im Laufe der letzten Zeit verschwunden. Es sei lebenswichtig, die Faktoren zu verstehen, die für das Aussterben von Inselarten in der Vergangenheit verantwortlich sind, weil zahlreiche vom Aussterben bedrohe Arten auf Inseln zu finden sind. Die Handvoll karibischen Arten. die noch existieren, seien die letzten Überlebenden einer einzigartigen untergegangenen Welt und repräsentierten einige der weltweit wichtigsten Naturschutzziele.

Die Ratten und kleinen Biester des Sir Francis Drake

Kubanische Baumratte Capromys pilorides, nächste lebende Verwandte der neu beschriebenen Säugetiere (c) Nancy Albury

Bei den Tieren, die von Sir Francis Drake bei seinem Besuch der Kaiman-Inseln 1586 als „Ratten“ und „kleine Biester wie Katzen“ beschrieben wurden, könnte es sich um die jetzt ausgestorbenen Capromys oder Geocapromys gehandelt haben. Trotz der großen maritimen Barriere, die die Kaimans von den anderen Karibikinseln trennt, ähneln die in der Studie beschriebenen Tiere denen auf Kuba. Und andere Unterarten der Baumratten haben auf Kuba bis heute überlebt. Möglicherweise sind die Kaimans ursprünglich von Säugetieren besiedelt worden, die auf treibenden Ästen von Kuba aus die Inseln erreicht haben. Immerhin konnte beobachtet werden, dass solche natürlichen „Vegetationsflöße“ rund 100 Kilometer in weniger als einer Woche zurücklegen können.

Die Zeit der Entdeckung neuer Arten ist noch längst nicht vorbei

Professor Ross MacPhee von der Säugetierabteilung des American Museum of Natural History, ein Koautor der Studie sagte: „Obwohl man glauben könnte, dass die große Zeit der biologischen Entdeckungen längst vorbei sind, ist das Gegenteil der Fall. Bei nur einer einzigen möglichen Sichtung in der Frühzeit der europäischen Expansion in die Neue Welt waren die kleinen Säugetiere der Kaimans bis zur heutigen Entdeckung ihrer Fossilien völlig unbekannt. Ihre engsten Verwandten stammen von Kuba. Wie und wann hatten sie es wohl geschafft, die 250 Kilometer weite Reise über das offene Meer zu bewältigen?“

Basis: Presseinformation ZSL vom 04.03.2019

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Forschungsprojekt Prize-Papers

Die Erschließung eines Dokumentenschatzes aus der frühen Neuzeit

Unterschiedlichste Dokumente aus den Prize Papers im historischen Originalzustand Bild: Maria Cardamone
Crown Copyright courtesy of The National Archives, UK

Eine einzigartige Sammlung von Dokumenten befindet sich im Nationalarchiv des Vereinigten Königreiches. Die wird nun seit 2018 im Rahmen eines ambitionierten internationalen Forschungsprojektes vollständig erschlossen, katalogisiert und in Gänze digitalisiert und ist gleichzeitig Grundlage zahlreicher Forschungsprojekte, internationaler Kooperationsprojekte sowie verschiedener auch studentischer Forschungsprojekte. Die Prize Papers umfassen unter anderem die Akten des Prisengerichtes der britischen Admiralität, die den Zeitraum von 1664 bis 1817 abdecken. Neben den offiziellen Gerichtsakten finden sich in dem Bestand alle im Rahmen von Kaperungen beschlagnahmten Dokumente, darunter die Ladepapiere, Karten, Bücher und Notizbücher, Schlüssel, Spielkarten, koloniale Verwaltungspapiere sowie rund 160.000 Briefe, die ihre Empfänger nicht erreichten.

Eine historische Quelle unschätzbaren Wertes

Weitere Dokumente aus den Prize Papers, ebenfalls im historischen Originalzustand (Bild: Joanne Muhammad)
Crown Copyright courtesy of The National Archives, UK

Es ist ein wahrhaft gigantisches aber auch spannendes Unterfangen, aus den unterschiedlichen historischen Dokumenten, das ganze Spektrum der damaligen politischen, gesellschaftlichen, persönlichen, moralischen, ökonomischen und mentalen Welt (und Welt ist dabei angesichts der globalen Zusammenhänge wörtlich zu verstehen!) aus der Sammlung herauszuarbeiten und bis ins Detail unter verschiedenen Aspekten zu rekonstruieren. Tatsächlich verdient die Sammlung wie kaum eine andere die attribute „historisch“ und „global“. Historisch, weil die Akten seit ihrer Archivierung weitestgehend unberührt und unsortiert, also in ihrem ursprünglichen Zusammenhang und vollständig erhalten geblieben sind und damit gewissermaßen eine Sammlung mikrogeschichtlicher „Zeitkapseln“, wie es das Projektteam beschreibt, darstellen. Global, weil bislang Dokumente in insgesamt 19 Sprachen identifiziert werden konnten, darunter Französisch, Holländisch, Englisch und Spanisch, aber auch Deutsch, Italienisch, Schwedisch, Russisch, Baskisch oder Latein, Hebräisch, Arabisch, Mandarin und nicht zuletzt Hindi.

Ein kulturgeschichtliches Großprojekt

Dr. Amanda Bevan (links, UK National Archives) und die Projektleiterin Prof. Dr. Dagmar Freist (rechts, mit einem Schlüssel aus dem Prize Papers Bestand) im Arbeitsraum des Projektes in den National Archives.
Crown Copyright courtesy of The National Archives, UK

Die Leiterin des internationalen Forschungsprojektes, Prof. Dr. Dagmar Freist, Historikerin an der Universität Oldenburg, befasst sich zusammen mit ihrem Team bereits seit 2012 mit den Prize Papers. Aber erst am 25. April 2018 fiel schließlich in Oldenburg der Startschuss des auf 20 Jahre angelegten und von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen geförderten Forschungsprojektes (mit Standorten an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie in den National Archives London). Zudem kooperiert das Projekt eng mit dem Deutschen Historischen Institut (DHI) London sowie den IT-Experten der VZG Göttingen.

Abenteuer Geschichte

Die Erkenntnisse, die sich aus diesem unvergleichlichen Archiv erarbeiten lassen sind immens. Sie erlauben einen einzigartigen Einblick in die frühneuzeitliche Welt unter vielen unterschiedlichen Aspekten. Und ganz offensichtlich ermöglichen sie im Rahmen von studentischen Projekten einen aufregenden Lehrbetrieb, wie das Beispiel des im Sommersemester 2018 von Annika Raapke & Lucas Haasis veranstalteten Masterseminars Die Bremer Concordia: Möglichkeiten einer globalen Mikrogeschichte zeigt.

Zur Prize Papers Projektseite

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Schwimmender Barock

Das Schiff als Repräsentationsobjekt

Schiffe wie die La Couronne, die Sovereign of the Seas, die Vasa oder die Soleil Royal aus dem 17. Jahrhundert lassen nicht nur die Herzen der Schiffsmodellbauer höher schlagen. Es ist die auf den ersten Blick verwirrende barocke Prachtentfaltung vor allem des Heckspiegels, die den Betrachter in seinen Bann zieht und durchaus unterschiedliche Gefühle auslöst. Dass es sich bei den überbordenden Schnitzwerken um mehr als nur grenzenlose Prunksucht größenwahnsinniger Monarchen handelt erfährt der Leser in Schwimmender Barock. Das Schiff als Repräsentationsobjekt. Weiterlesen

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Um die Welt mit James Cook

Die illustrierten Entdeckungsfahrten

1768 also vor 250 Jahren startete James Cook mit der HMB Endeavour zur ersten seiner drei Forschungsreisen in die Südsee. Der großformatige, reichhaltig illustrierte Band Um die Welt mit James Cook vermittelt anhand von Auszügen aus den Logbüchern und Reiseberichten die wesentlichen Ereignisse und Herausforderungen, mit denen der Kapitän, die Wissenschaftler und die Menschen bei der Konfrontation mit den Naturgewalten aber auch den fremden Kulturen zu bewältigen hatten. Lesen Sie weiter auf Marexpedi.

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Conrad Gessners Thierbuch

die Originalzeichnungen

Konrad Gessners Thierbuch ist weltberühmt und gilt als bestimmend für die frühneuzeitliche Zoologie. Auch den zoologisch interessierten Menschen, die das Buch nicht gelesen haben, sind die in der Historia Animalum (1550 – 1558) publizierten Holzschnitte mit den Darstellungen der Tiere in der einen oder anderen Form präsent. Aber die Holzschnitte sind lediglich eine drucktechnische Übertragung von Originalbildern, die seit 300 Jahren als verschollen galten. Dr. Florike Egmond hat diese in Amsterdam aufgespürt und präsentiert sie nun in dem großformatigen Bildband der wbgEdition dem Publikum. Weiterlesen

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