Archiv der Kategorie: 4 Frühe Neuzeit

Vier Entdeckungsreisen zum Polarmeer

Henry Hudsons Reiseberichte von der Suche nach der Nordpassage
Mit seinen Entdeckungsreisen hat Henry Hudson die Grundlage für die Gründung Nieuw Amsterdams und die mächtige Hudson Bay Companie gelegt. Dennoch ist über die Person des vermutlich englischstämmigen Seefahrers kaum etwas bekannt. Selbst die Berichte über seine vier Expeditionen zur Suche nördlicher Passagen nach Asien stammen nur teilweise aus seiner Feder. Und so beginnen die schriftlichen Dokumente von und über Henry Hudson im Jahre 1607 mit seiner ersten Reise im Dienste der englischen Muscovy Company. 1611 enden die Lebensspuren des Seefahrers mit der Meuterei, bei der Hudson zusammen mit loyalen Mannschaftsmitgliedern und einem seiner Söhne in der Hudson Bay in einem Boot ausgesetzt wurden. Vier Entdeckungsreisen zum Polarmeer geben die Originalberichte der Reisen erstmals in Deutscher Übertragung wieder. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Rezension, Schifffahrtsgeschichte

13. Februar 1777 – Ein Tag in der Südsee

In alten Reiseberichten gestöbert

Captain_Cook,_oil_on_canvas_by_John_Webber,_1776,_Museum_of_New_Zealand_Tepapa_Tongarewa,_WellingtonAm 13. Februar 1777 errichtete die 3. Expedition von James Cook auf der neuseeländischen Südinsel am Queen Charlotte’s Sound zwei Beobachtungsstationen, die unverzüglich ihre Arbeit aufnahmen. Cook schickte ebenfalls ein Kommando an Land, um die bereits am Tag zuvor angelandeten Wasserfässer zu füllen. Zwei Männer wurden beauftragt Fichtenbier* zu brauen und der Schiffszimmermann war mit seiner Mannschaft ebenfalls an Land gegangen, um Holz zu schlagen. Eine andere Gruppe wurde mit dem Boot ausgesendet, um Gras für die an Bord befindlichen Rinder zu sammeln, während an Bord der beiden Forschungsschiffe Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden. Weiter auf Forscher, Katzen und Kanonen

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Die Erforschung der Ostküste Nordamerikas

Samuel de Champlains Reisen in das Indianerland

CoverNordamerikaWenn von Mohikanern, Huronen oder Irokesen die Rede ist, fällt den meisten Menschen hierzulande ein gewisser Lederstrumpf des amerikanischen Schriftstellers J. F. Cooper ein. Dessen Geschichten spielen im Nordamerika des 18. Jahrhunderts, als sich die Briten und die Franzosen mit Unterstützung der konkurrierenden Indianernationen im Rahmen der europäischen Erbfolgekriege erbittert bekämpften. Rund eineinhalb Jahrhunderte zuvor hatte der Franzose Samuel de Champlain mit der Errichtung der festen Ansiedlungen Port Royal und Quebec den Grundstein für die Kolonie Neufrankreich gelegt, die am Ende der vier nordamerikanischen Kriege in die Hände der Briten überging. Die Erforschung der Ostküste Amerikas befasst sich mit den Reiseberichten Samuel de Champlains, die ein authentisches Bild über die Methoden und Schwierigkeiten beim französischen Siedlungsprojekt im nordostamerkanischen Indianergebiet vermitteln. Weiterlesen

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Raimondo di Montecuculli – Eine barocke Karriere unter dem Doppeladler 3

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Teil 3 Raimondo di Montecuculli, Reformer, Stratege, Visionär

Carl von Blaas: Montecuccoli auf dem Schlachtfeld von Saint Gotthard, 8. August 1664 Von Carl von Blaas

Carl von Blaas: Montecuccoli auf dem Schlachtfeld von Saint Gotthard, 8. August 1664
Von Carl von Blaas

Unter dem damaligen Präsidenten des Hofkriegsrates, Wenzel Fürst Lobkowitz, einem militärischen Minimalisten und langjährigem Widersacher Montecucollis, sank die Stärke der kaiserlichen Truppen im April 1655 auf ihren tiefsten Stand mit 13.700 Mann. Die Idee eines stehenden Heeres war damals nicht neu, fand aber jetzt in Montecucolli einen ihrer engagiertesten Protagonisten. Der „miles perpetuus“ eröffne der Politik neue Optionen, schrieb er etwa 1670 in seinem Spätwerk über den Krieg mit den Türken (Della Guerra col Turco en Ungheria), den so genannten Aforismi. Man werde von Freund und Feind geachtet, halte nach Belieben Frieden und sei dennoch „zum Präventivkrieg bereit“ und könne „eine günstige Gelegenheit rasch ausnutzen d.h. den Blitz vor dem Donner fühlen lassen“. Weiterlesen

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BAROCK – Nur schöner Schein?

Ausstellung vom 11.09.2016 – 19.02.2017 im Museum Zeughaus C5 der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

csm_2015-Barock-Plakat72_c532d5e6c5Auszug aus der Pressemitteilung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim: Die Sonderausstellung „Barock – Nur schöner Schein?“ beweist, dass das Zeitalter weit mehr zu bieten hat als Puder, Pomp und Dekadenz. Vom 11. September 2016 bis 19. Februar 2017 stellen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen in der kulturhistorischen Schau die Epoche erstmals in ihrer ganzen Vielschichtigkeit vor und hinterfragen gängige Klischees. Die Jahre zwischen 1580 und ca. 1770 waren eine Zeit voller Widersprüche: Neben üppigen „Rubensweibern“ gab es ein klassisch-antikes Schönheitsideal und religiöser Wunderglaube stand wissenschaftlicher Rationalität gegenüber. Während die einen rauschende Feste feierten, litten andere an den katastrophalen Folgen verheerender Kriege. Weiterlesen

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Raimondo di Montecuculli – Eine barocke Karriere unter dem Doppeladler 2

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Teil 2 Monteculli, Diplomat und Literaturförderer

Raimondo-montecuccoliWohl auch mit Hilfe seines italienischen Landesherrn war Raimondo di Montecuculli nach drei Jahren schwedischer Gefangenschaft im Mai 1642 endlich wieder frei gekommen. So diente er 1643 auch zunächst seinem Herzog im so genannten Burgenkrieg (Guerra di Castro) gegen den Papst und kehrte erst im Jahr darauf auf das deutsche „Kriegstheater“ zurück. Hier war seine Anwesenheit bitter nötig, vor allem nach der erneuten schweren Niederlage der Kaiserlichen in der zweiten Schlacht bei Breitenfeld im November 1642. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Dreißigjähriger Krieg

Raimondo di Montecuculli – Eine barocke Karriere unter dem Doppeladler 1

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Teil 1 Montecuculli Soldat und Literat

HGM_Grießler_MontecuccoliDas Protokoll der Sitzung des Wiener Hofkriegsrates vom 10. Dezember 1680 vermerkte keine besonderen Topoi. Es fällt nur auf, dass von der Liste der Anwesenden der Name des Präsidenten dieses alterwüdigen Gremiums, Raimondo di Montecucolli, wieder gestrichen worden war. Dass er darin überhaupt aufgeführt wurde, verdankte sich wohl nur einer Nachlässigkeit der Hofbürokratie. Denn immerhin war der General-Leutnant, Vertreter des Kaisers im Felde, Inspekteur der kaiserlichen Artillerie, Befehlshaber an der Militärgrenze, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies und Träger eines spanischen Fürstentitels bereits seit zwei Monaten tot. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Dreißigjähriger Krieg

Der Londoner Universalfriedensvertrag von 1518

Gastbeitrag von Florian Heydorn

Kardinal Thomas Wolsey

Kardinal Thomas Wolsey

Brügge, 15. August 1521: Es war ein absonderliches Schauspiel, welches sich den Bewohnern der Stadt bot. An der Spitze eines Zuges von über 1000 englischen Soldaten ritten zwei Männer wie Gleichgestellte nebeneinander durch die Stadt, sich angeregt miteinander unterhaltend. Dabei war der Rangunterschied zwischen ihnen nicht eben unbedeutend. Der eine, Karl V., war als Kaiser des römisch-deutschen Reiches und König von Spanien der mächtigste Herrscher der Christenheit. Der andere, Thomas Wolsey, war ungekrönt, ein Kardinal immerhin, und Kanzler des Königs Heinrich VIII. von England. Vier ganze Tage hatte Wolsey Karl warten lassen. Doch der Kaiser nahm es hin, wollte er seinen englischen Gast doch dazu bringen, dessen lästige Vermittlungsbemühungen im Konflikt mit Frankreich endlich einzustellen und stattdessen ein Kriegsbündnis zu schmieden. Wolsey hingegen wollte Karl drängen, endlich ernsthaft über einen Waffenstillstand zu verhandeln. Denn wo Karl V. Krieg wollte, strebte Wolsey danach, die erst drei Jahre alte Universalfriedensordnung von London zu retten. Weiterlesen

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Die Eroberer

Portugals Kampf um ein Weltreich

www.wbg-darmstadt.deDer Name Vasco da Gama ist uns vor allem mit der erstmaligen Umsegelung des Kaps der Guten Hoffnung ein Begriff. Immerhin hat diese Leistung zunächst den Portugiesen, später den europäischen Seemächten den Seeweg nach Indien eröffnet. Ausgerechnet das bis zum Ende des 15. Jahrhunderts recht bedeutungslos am Rande der europäischen Welt gelegene winzige Portugal hatte es geschafft, an den etablierten Handelsmächten vorbei geradezu schlagartig zum Global Player zu werden. In seinem Buch „Die Eroberer“ beschreibt Roger Crowly den gerade einmal 30-jährigen Prozess, von der ersten Kapumrundung da Gamas im Jahre 1497 bis zur Errichtung des portugiesischen Weltreiches. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Rezension, Schifffahrtsgeschichte

Geschichte der Welt

1350 – 1750 Weltreiche und Weltmeere

9783406641039_coverMit dem Band Weltreiche und Weltmeere ist 2014 der dritte Band der auf sechs Teile angelegten „Geschichte der Welt“ bei C.H.Beck erschienen. Er behandelt den Zeitraum, in der „die Geschichte der Welt“, wie es im Klappentext heißt, „endgültig zu einer zusammenhängenden Weltgeschichte“ wird. Die Tatsache, dass hier über die Autoren Jahrzehnte internationaler Forschung u.a. zur Vorgeschichte der Globalisierung vermittelt und miteinander inhaltlich vernetzt werden, macht das Buch zu etwas Besonderem. Weiterlesen

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