Archiv der Kategorie: Ethnologie

Kurze Geschichte des Alten Afrika

von den Anfängen bis 1600

Es erscheint auf den ersten Blick ein wenig seltsam, dass die „kurze“ Geschichte des Alten Afrika nicht mit der ägyptischen Kultur beginnt. Statt dessen holt der Afrikanist Arno Sonderegger so richtig aus und startet seine Geschichtsschreibung gewissermaßen bei der Menschwerdung des Affen. Das allerdings ist nicht die einzige Überraschung, die dieses Buch bietet. Es verlässt in weiten Teilen unser klassisches Geschichtsverständnis und eröffnet dem Leser dadurch neue, faszinierende Perspektiven auf und Einsichten in „das Leben der Menschen der Vergangenheit in seiner ganzen Fülle.“ Weiterlesen

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Die Entdeckung des Nordpazifiks

Eine Geschichte in 44 Objekten

Sibirien, Kamtschatka, die Aleuten, Alaska, die nordwestamerikanische Küste und die Hawaii-Inseln sind Regionen, die landläufig nur schwer mit einer gemeinsamen Geschichte in Verbindung gebracht werden. Und auch in den Kulturwissenschaften werden die Südsee und der Hohe Norden eher als getrennte Einheiten betrachtet. Ethnologische Sammlungen wie die, deren Objekte in diesem Buch vorgestellt werden, sind in der Regel ebenfalls geographisch, nach Kontinenten getrennt. Und so erscheint das Vorhaben, die Geschichte der Entdeckung des Nordpazifiks anhand von einzelnen Artefakten unterschiedlicher ethnologischer Sammlungen vermitteln zu wollen, auf den ersten Blick als eine didaktische Spielerei. Tatsächlich aber steckt hinter dem Konzept der Ethnologin und Kulturforscherin Dr. Gudrun Bucher wesentlich mehr. Weiterlesen

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The Saltwater Frontier

Die Indianer und der Kampf um die amerikanische Küste

Mit dem Begriff Frontier verbinden die Amerikaner den Mythos des vermeintlich heldenhaften Kampfes der europäischen Siedler gegen die Wildnis im Westen, der erst zu Ende war, als die Weißen die Westküste des amerikanischen Kontinents erreicht, und die indigene Bevölkerung durch Massaker, Zerstörung der Lebensgrundlage und Ethnozid dezimiert, deportiert und in Reservate gesperrt hatten. Ausgerechnet dort, wo die Westeroberung mit furchtbaren Massakern an den Nationen der First People ihren Ausgangspunkt nahm, findet sich heute jedoch die dichteteste Konzentration an Indianerreservaten der Ostküste. Der amerikanische Historiker Andrew Lipman erklärt in seinem ersten Buch „The Saltwater Frontier“ warum das erste Jahrhundert der Kolonialisierung so gewalttätig war und weshalb es einigen indigenen Völkern gelungen war, die Schlacht um den Kontinent nicht nur zu überleben, sondern sich sogar über die Jahrhunderte in ihren angestammten Gebieten zu halten. Dazu, so stellt er fest, müsse man den Blick einfach statt nach Westen aufs Land, nach Osten auf die Gewässer der Atlantikküste richten, die erste Frontier, die die europäischen Invasoren zu überwinden hatten.  Weiter auf Marexpedi

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Goldene Haarnadeln in silbernen Vasen

Kulturhistorische Notizen zur Katze im alten China

haarnadelnBei den Wörtern China und Katze kommen nicht nur bei Freunden der Schmusetiger gemischte Gefühle auf. Und doch war die Katze im chinesischen Kaiserreich ein geliebtes und verwöhntes Haustier. In ihrem Buch Goldene Haarnadeln in silbernen Vasen führt Margriet Gabrielle von Kispal ihre Leser in einen faszinierenden Aspekt chinesischer Kulturgeschichte ein: Die Entwicklung der Beziehung von Mensch und Katze durch die Jahrhunderte des chinesischen Kaiserreichs. Weiterlesen

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Böser Wilder, friedlicher Wilder

Wie Museen das Bild anderer Kulturen prägen

Sonderausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg vom 13. Juni – 13. September 2015

Plakatmotiv der Ausstellung. Foto: Landesmuseum Natur und Mensch

Plakatmotiv der Ausstellung. Foto: Landesmuseum Natur und Mensch

(Pressetext Landesmuseum). Als sich das Deutsche Kaiserreich verspätet seinen „Platz an der Sonne“ sichern konnte, begann eine außerordentliche Sammeltätigkeit in den deutschen Kolonien. Forschungsreisende, Militärangehörige, Missionare und Seefahrer betätigten sich als Sammler und verschifften ihre Schätze in die heimatlichen Völkerkundemuseen. Vom 13. Juni – 13. September thematisiert die Sonderausstellung „Böser Wilder, friedlicher Wilder“ im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, wie Kuratoren der Museen diese gesammelten Objekte in Szene setzten. Durch ihre Ausstellungen, zusammen mit den damals vorherrschenden Wissenschaftstheorien, der Populärkultur sowie zeitgenössischen sozialen und politischen Themen, prägten sie in der deutschen Öffentlichkeit bestimmte Bilder von anderen Kulturen. Wie diese Bilder aussahen, zeigt die Ausstellung auf und stellt die Entstehungsgeschichte der eigenen ethnologischen Sammlung in den Blickpunkt.
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Inka, Könige der Anden

Das Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung

Cover_Inka_Katalog.jpg.16832Mehr als 4000 Kilometer erstreckte sich das Reich der Inka entlang der Anden, von Kolumbien bis nach Chile. Bis zu 600 Kilometer reichte das Staatsgebiet in das Landesinnere und  das Wegenetz übertraf mit seinen rund 40.000 Kilometern selbst das des Römischen Reiches. Und während die Römer mindestens ein halbes Jahrtausend brauchten, um das Reich auf seine größte Ausdehnung zu bringen, lösten die Inka diese Aufgabe im Laufe von nur rund 200 Jahren. Weiterlesen

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Der Vampirglaube in Südosteuropa – eine Studie zum Volksglauben

030Bereits die Einleitung des Buches aus Band 9 der Berliner Schriften zur romanischen Kultur- und Literaturgeschichte mit dem Titel „Der Vampirglaube in Südosteuropa“ verspricht Neues zum Original der heute so beliebten Romanhelden, vor allem in der Jugendliteratur. Denn der Historiker und Balkanologe Peter Mario Kreuter stellt klar, dass der größte Teil der westlichen Literatur zum Thema sich im Wiederkäuen der gleichen Sekundärliteratur aus England, Frankreich, Deutschland und des USA erschöpfe. Das Material hingegen, das Ethnologen und Ethnographen in der Ursprungsregion des als Vampir bezeichneten Wiedergängers zusammengetragen haben, werde, so der Autor, „mit großer Souveränität ignoriert“. Weiterlesen

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Auf den Spuren der Irokesen

Rezension des Begleitbuches zur gleichnamigen Ausstellung

irokesen_katalogcover_900_9f7da7c541Für die einen sind sie der Inbegriff des weisen Indianers, für den anderen ein Sinnbild von Tapferkeit und wilden Kriegern. Friedrich Engels haben sie zur Theorie des Matriarchats inspiriert, ebenso wie sie der Frauenbewegung Anregungen für ihren Kampf um Gleichberechtigung gegeben haben. Und nicht zuletzt begegnen uns noch heute die Irokesen in Form farbenprächtiger Frisuren in der Jugendkultur als Symbol der Unangepasstheit. Keines dieser Klischees trifft das Wesen der  Kultur des irokesischen Stammesbundes aber auch keines der Klischees entspringt lediglich der Phantasie. Weiterlesen

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Auf den Spuren der Irokesen – GeschiMag verlost zwei Freikarten zur Ausstellung

Ausstellung vom 22.März. bis zum 4. August 2013 in der Bundeskunsthalle Bonn

UnbenanntMit zwei Freikarten zur Ausstellung möchten wir den Gewinner des folgenden kleinen Quizzes belohnen. Beantworten Sie die folgenden drei Fragen einfach als Kommentar zu diesem Post (wird nicht veröffentlicht) bis zum 01.06.2013. Unter den richtigen Antworten wird der Gewinner der zwei Freikarten ermittelt.

1) Mit welchem Buchstaben beginnt der fünfte Artikel in der Kategorie „Dreißigjähriger Krieg“?
2) Wie heißt das erste Wort des sechsten Artikels in der Kategorie „5 Neuzeit“?
3) Welchen Titel hatte Wallenstein als Flottenchef? (Tipp: Artikel Nr. 4 in der Kategorie „Schwerpunktthemen“) Weiterlesen

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Die Architektur der Jäger und Sammler

Einer steinzeitlichen Rentierjägerbehausung nachempfundenes Zelt (gebaut im Rahmen eines Jugendprojektes von Wolfgang Schwerdt)

Jahrtausende bevor die Menschen sesshaft geworden waren, hatten sie mit ihren Hütten und Zelten bereits die architektonischen Grundlagen für die Errichtung fester Häuser geschaffen. Immerhin lassen sich anhand von archäologischen Funden Hütten- und Zeltunterkünfte bis etwa 11000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. Weiterlesen

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