Archiv der Kategorie: Pressemitteilungen

Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe

Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken rituelle Ritzungen an 11.000 Jahre alten menschlichen Schädeln

Luftbild von Göbekli Tepe. Copyright DAI

Presseinfo des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) vom 28.06.2017: Was taten die Menschen vor 11.000 Jahren in den Steinkreisen zwischen den riesigen T-Pfeilern in Göbekli Tepe? Warum ritzten sie mit Feuerstein tiefe Spuren in die Schädel ihrer Vorfahren oder Feinde? Die Deutung des steinzeitlichen Kultplatzes Göbekli Tepe in der Südost-Türkei beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten. Die monumentalen Anlagen mit ihren großartigen Tierornamenten weisen auch Darstellungen geköpfter Menschen auf, die auf eine Nutzung des Platzes im Rahmen von rituellen Handlungen deuten. Fragmente menschlicher Schädel, die im Bereich der Anlagen gefunden wurden, geben erste Hinweise auf einen neuartigen Totenkult. Weiterlesen

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Ausgrabungen am alten Eisenbahntunnel im Eggegebirge

Erst unter Wasser, jetzt an Land

Jüngster Fund aus dem Eggegebirge: Studierende der Universität Kiel legen in einem Kooperationsprojekt mit der LWL-Archäologie für Westfalen einen Baumsturz frei. In diesem befinden sich zahlreiche Dachziegel des alten Wächterhäuschens. Foto: LWL/N. Wolpert

Willebadessen/Lichtenau (lwl). Die Forschungen an der „Alten Eisenbahn“, einer nie vollendeten Tunnelbaustelle des 19. Jahrhunderts, gehen in die nächste Runde. Aktuell graben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in einem Kooperationsprojekt mit der Universität Kiel wieder im Eggegebirge. Nach dem Einsatz von Tauchern im vergangenen Jahr – der Premiere der Unterwasserarchäologie in Westfalen – werden die archäologischen Untersuchungen nun an Land fortgesetzt. Gemeinsam suchen die Archäologen nach den Resten eines Wächterhäuschens und öffnen verschüttete Schächte. Weiterlesen

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Ausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“

Basis: Pressemeldung Kloster Lorsch 16. März 2017. Vom 19. März bis 14. Mai 2017 zeigt das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch im Schaudepot Zehntscheune die Sonderausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“. Die Ausstellung nimmt auf der Grundlage aktueller archäologisch-anthropologischer Untersuchungen erstmals die Menschen des Klosters in den Blick, die vom frühen bis zum späten Mittelalter in der bedeutenden Reichsabtei Karls des Großen lebten, arbeiteten und dort begraben wurden. Höhepunkt der Schau ist die 3D-Gesichtsrekonstruktion eines Lorscher Mönchs aus der Hochphase des Klosters um 900. Damit wird für die Besucher zum ersten Mal eine visuelle und virtuelle Begegnung mit einem Menschen aus dem frühen Mittelalter möglich, der vor rund 1100 Jahren im Kloster Lorsch gelebt und vielleicht die Erbauung der weltberühmten Torhalle erlebt hat. Weiterlesen

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Odin, Thor und Freyja

Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich  vom 11. Februar bis 6. Juni 2017

Presseinformation vom 08.02.2017 zur Ausstellung des Archäologischen Museums Frankfurt und des Dänischen Nationalmuseums Kopenhagen

logo-jpgDiese Sonderausstellung widmet sich erstmals den aufregenden neuen Ausgrabungen und Forschungen des Dänischen Nationalmuseums zu skandinavischen Kultplätzen des 1. Jahrtausends n. Chr. Faszinierende Einblicke in die Kultpraxis der paganen Religion des alten Nordens vermitteln kostbare Funde und überraschende Ausgrabungsbefunde. Im Zentrum stehen dänische Fürstenresidenzen mit riesigen, bis zu 50 m langen Versammlungshallen und eigenen Kultbauten für gemeinschaftliche Opfer. Spektakulär sind die architektonischen Inszenierungen dieser Bauten im Frankfurter Museum in natürlicher Größe. Weiterlesen

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Nachbau eines Römerschiffes an der Uni Erlangen

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Am 15. Dezember 2016 fiel der Startschuss für das Projekt. (Bild: FAU/Georg Pöhlein)

Meldung der FAU, 15.12.2016: Als die Römer Germanien eroberten, gab es keine Straßen. Truppen, Waren, Nachrichten – all das konnte nur auf einem Weg in die wilden Gebiete des Nordens transportiert werden: per Schiff. Die natürlichen Wasserstraßen – kleine und große – ersetzten den Römern die Autobahnen. Doch wie genau waren römische Schiffe – oder besser: Boote – beschaffen? Woraus waren sie gemacht? Mit welcher Technik wurden sie bewegt? Welche Geschwindigkeiten konnten sie erreichen und welche Strecken zurücklegen? Wer waren die Ruderer? Antworten auf diese Fragen sind zum Teil überliefert – doch wie fühlte sich das in der Realität an? Dem wollen FAU-Forscher (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) um den Althistoriker Prof. Dr. Boris Dreyer gemeinsam mit Studierenden, Schülerinnen und Schülern und vielen Freiwilligen auf die Spur kommen. Gemeinsam bauen sie, mit Unterstützung der Stadt Erlangen, das römische Patrouillen- und Geleitzugboot „Fridericiana Alexandrina (Navis)“ – kurz: FAN – in Originalgröße nach. Und wollen damit Frankens Wasserstraßen unsicher machen. Weiterlesen

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Schätze der Archäologie Vietnams

Sonderausstellung im LWL-Archäologiemuseum vom 7.10.2016 bis 26.2.2017 im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Der Teller mit stilisierten Drachen gehörte einst zur Fracht einer mittelalterlichen Hochseedschunke. Foto: LWL/Binh

Der Teller mit stilisierten Drachen gehörte einst zur Fracht einer mittelalterlichen Hochseedschunke.
Foto: LWL/Binh

Aus der Pressemitteilung Herne (lwl). Unter den Exponaten, die bereits 3.000 Besucher in die Ausstellung gelockt haben, sind auch Funde aus zwei Schiffswracks: Im Frühjahr 1990 machte ein Fischer einen ungewöhnlichen Fang: Die Strömung trieb ihm mehrere Keramikstücke ins Netz. Sie stammten von einer Hochseedschunke, die im 15. Jahrhundert im südchinesischen Meer gesunken war. Schließlich gelang es Tauchern, deren Ladung zu bergen – trotz einiger Hindernisse durch einen Taifun und Hai-Attacken. Rund 240.000 Porzellanobjekte hatte das 30 Meter lange und sieben Meter breite Kastenboot in seinem Stauraum geladen. Es handelte sich überwiegend um vietnamesische Keramik des späten 15. Jahrhunderts, die aus den Brennöfen der Provinz Hai Duong stammte. Chinesische und thailändische Stücke lieferten Hinweise auf weitreichende Handelsbeziehungen. Insgesamt erreichte die Fracht einen Wert in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Einige dieser Fundobjekte aus dem Schiffswrack von Cu Lao Cham sind nun in Herne zu sehen. Dazu gehören ein Deckel mit Landschaftspanorama, Teller mit Drachendekor, Töpfe mit Tier- und Pflanzenornamenten sowie badenden Frauen oder eine Kanne in Form eines Phönix. Weiterlesen

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Prähistorische Befestigungsanlagen in der ostjordanischen Basaltwüste

Forscher des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken älteste befestigte Siedlungen in Vorderasien

DAI-Pressemitteilung vom 15.09.2016: Im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes erforscht die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts seit 2010 die Basaltwüste im Nordosten Jordaniens. Dabei wurden unter anderem befestigte Siedlungen entdeckt, die im frühen bis mittleren vierten Jahrtausend v. Chr. auf Vulkanen in dieser Region errichtet wurden und somit zu den frühesten Befestigungen in Vorderasien zu zählen sind. Weiterlesen

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BAROCK – Nur schöner Schein?

Ausstellung vom 11.09.2016 – 19.02.2017 im Museum Zeughaus C5 der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

csm_2015-Barock-Plakat72_c532d5e6c5Auszug aus der Pressemitteilung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim: Die Sonderausstellung „Barock – Nur schöner Schein?“ beweist, dass das Zeitalter weit mehr zu bieten hat als Puder, Pomp und Dekadenz. Vom 11. September 2016 bis 19. Februar 2017 stellen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen in der kulturhistorischen Schau die Epoche erstmals in ihrer ganzen Vielschichtigkeit vor und hinterfragen gängige Klischees. Die Jahre zwischen 1580 und ca. 1770 waren eine Zeit voller Widersprüche: Neben üppigen „Rubensweibern“ gab es ein klassisch-antikes Schönheitsideal und religiöser Wunderglaube stand wissenschaftlicher Rationalität gegenüber. Während die einen rauschende Feste feierten, litten andere an den katastrophalen Folgen verheerender Kriege. Weiterlesen

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Böser Wilder, friedlicher Wilder

Wie Museen das Bild anderer Kulturen prägen

Sonderausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg vom 13. Juni – 13. September 2015

Plakatmotiv der Ausstellung. Foto: Landesmuseum Natur und Mensch

Plakatmotiv der Ausstellung. Foto: Landesmuseum Natur und Mensch

(Pressetext Landesmuseum). Als sich das Deutsche Kaiserreich verspätet seinen „Platz an der Sonne“ sichern konnte, begann eine außerordentliche Sammeltätigkeit in den deutschen Kolonien. Forschungsreisende, Militärangehörige, Missionare und Seefahrer betätigten sich als Sammler und verschifften ihre Schätze in die heimatlichen Völkerkundemuseen. Vom 13. Juni – 13. September thematisiert die Sonderausstellung „Böser Wilder, friedlicher Wilder“ im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, wie Kuratoren der Museen diese gesammelten Objekte in Szene setzten. Durch ihre Ausstellungen, zusammen mit den damals vorherrschenden Wissenschaftstheorien, der Populärkultur sowie zeitgenössischen sozialen und politischen Themen, prägten sie in der deutschen Öffentlichkeit bestimmte Bilder von anderen Kulturen. Wie diese Bilder aussahen, zeigt die Ausstellung auf und stellt die Entstehungsgeschichte der eigenen ethnologischen Sammlung in den Blickpunkt.
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Neue römische Schiffe aus Xanten

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Foto (Julia Reschucha, LVR-Zentrum für Medien und Bildung): Schiffsbaumeister Kees Sars und sein Team auf der Nehalennia

Pressemitteilung APX, Xanten/Köln, 16. April 2015. Winter ade: Die Werft für den Bau römischer Schiffe im LVR-Archäologischen Park Xanten (APX) ist wieder für das Publikum geöffnet. Auf dem Arbeitsplan der Werft stehen die Vorbereitungen für gleich zwei anspruchsvolle Projekte: die Kalfaterung der 2014 rekonstruierten „Nehalennia“ (Schiffstyp Prahm) und ein erweitertes Programm zur Rekonstruktion römischer Schiffe. Weiterlesen

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