Archiv der Kategorie: 3 Mittelalter

Richard Löwenherz – Ausstellung

im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Gestaltung: Lisa-Marie Malek für das Historische Museum der Pfalz Speyer, Foto: Dennis Gilbert

Vom 17. September 2017 bis zum 15. April 2018 zeigt das Historische Museum der Pfalz in Speyer die Sonderausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“. Im Mittelpunkt dieser Schau steht Richards Lebensgeschichte, seine Herkunft, sein Aufstieg und sein tiefer Fall auf dem Höhepunkt der Macht. Der Ausstellungsrundgang endet mit einem Blick auf die Verschiebung der Machtverhältnisse in England und Europa nach seinem Tod. Weiterlesen

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Ausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“

Basis: Pressemeldung Kloster Lorsch 16. März 2017. Vom 19. März bis 14. Mai 2017 zeigt das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch im Schaudepot Zehntscheune die Sonderausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“. Die Ausstellung nimmt auf der Grundlage aktueller archäologisch-anthropologischer Untersuchungen erstmals die Menschen des Klosters in den Blick, die vom frühen bis zum späten Mittelalter in der bedeutenden Reichsabtei Karls des Großen lebten, arbeiteten und dort begraben wurden. Höhepunkt der Schau ist die 3D-Gesichtsrekonstruktion eines Lorscher Mönchs aus der Hochphase des Klosters um 900. Damit wird für die Besucher zum ersten Mal eine visuelle und virtuelle Begegnung mit einem Menschen aus dem frühen Mittelalter möglich, der vor rund 1100 Jahren im Kloster Lorsch gelebt und vielleicht die Erbauung der weltberühmten Torhalle erlebt hat. Weiterlesen

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Der Aufstieg des Mamluken-Sultanats

Gastbeitrag von Florian Heydorn

Berittener Mamluk, etwa 1810, © wikimedia commons

Berittener Mamluk, etwa 1810, © wikimedia commons

Persien – überrannt. Anatolien – unterworfen. Bagdad – niedergebrannt. Zwischen 1220 und 1258 zerschlugen die Mongolen auf ihrem Eroberungszug quer durch Asien die muslimischen Reiche des Vorderen Orients, ermordeten den Kalifen und löschten dessen Dynastie aus. Diese neuerliche, im Vergleich zur gerade erst überwundenen Bedrohung durch die Kreuzfahrer ungleich verheerendere Invasion traf die muslimische Welt ins Mark. Der syrisch-orthodoxe Gelehrte Bar Hebräus sah bereits das Ende des Islams gekommen. Erst 1260 konnte der Vormarsch der Mongolen bei Ain Jalut gestoppt werden. Es war die erste unumkehrbare Niederlage der Steppenkrieger, die niemals wieder so dicht davor stehen sollten, die letzte muslimische Macht, Ägypten, zu unterwerfen. Fortan beherrschte eine neue Dynastie unangefochten das Gebiet zwischen Nil und Euphrat: Die Mamluken. Weiterlesen

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Odin, Thor und Freyja

Skandinavische Kultplätze des 1. Jahrtausends n. Chr. und das Frankenreich  vom 11. Februar bis 6. Juni 2017

Presseinformation vom 08.02.2017 zur Ausstellung des Archäologischen Museums Frankfurt und des Dänischen Nationalmuseums Kopenhagen

logo-jpgDiese Sonderausstellung widmet sich erstmals den aufregenden neuen Ausgrabungen und Forschungen des Dänischen Nationalmuseums zu skandinavischen Kultplätzen des 1. Jahrtausends n. Chr. Faszinierende Einblicke in die Kultpraxis der paganen Religion des alten Nordens vermitteln kostbare Funde und überraschende Ausgrabungsbefunde. Im Zentrum stehen dänische Fürstenresidenzen mit riesigen, bis zu 50 m langen Versammlungshallen und eigenen Kultbauten für gemeinschaftliche Opfer. Spektakulär sind die architektonischen Inszenierungen dieser Bauten im Frankfurter Museum in natürlicher Größe. Weiterlesen

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Goldene Haarnadeln in silbernen Vasen

Kulturhistorische Notizen zur Katze im alten China

haarnadelnBei den Wörtern China und Katze kommen nicht nur bei Freunden der Schmusetiger gemischte Gefühle auf. Und doch war die Katze im chinesischen Kaiserreich ein geliebtes und verwöhntes Haustier. In ihrem Buch Goldene Haarnadeln in silbernen Vasen führt Margriet Gabrielle von Kispal ihre Leser in einen faszinierenden Aspekt chinesischer Kulturgeschichte ein: Die Entwicklung der Beziehung von Mensch und Katze durch die Jahrhunderte des chinesischen Kaiserreichs. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Ethnologie, Rezension

Tiere auf Burgen und frühen Schlössern

tiere-und-burgencoverZu Burgen und Schlössern gehörten Tiere in vielfältiger Funktion zum Leben der Menschen. Sei es als Nahrung, Arbeits- oder Reittier. In den Herrschaftssitzen spielten Tiere zudem Rollen, die über den konkreten wirtschaftlichen Nutzen hinausgingen. Da ging es um Repräsentation, Rituale, soziale Gefüge und Machtansprüche, denen nicht zuletzt auch exotische Tierarten zu dienen hatten. Heute bieten die Relikte der feudalen Herrschaft oft einer Reihe von Tierarten Rückzugsmöglichkeiten in einer für sie ansonsten unwirtlichen, menschengeprägten Kulturlandschaft. Ein Aspekt, der in der Denkmalpflege zu neuen Strategien bei Erhalt, Restaurierung und Rekonstruktion führen muss. Das Spektrum der im Buch „Tiere auf Burgen“ behandelt wird, ist breit und bietet auch dem interessierten Laien eine Reihe von Überraschungen. Weiterlesen

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Das Bremer Schlachte Schiff

Eine Proto-Kogge mit Heckruder aus der Zeit um 1100

Schlachte-SchiffLange musste die Öffentlichkeit auf die Publikation zur Archäologie des weltweit ersten Fundes eines mit einem Heckruder versehenen Frachtschiffes des Mittelalters warten. Beinahe wäre sie auch nicht zustande gekommen, denn sowohl bei der Bergung als auch der Konservierung des einzigartigen Fundes sind gravierende Pannen passiert, die die wissenschaftliche Aussagekraft des sogenannten Schlachte-Schiffes erheblich schmälern. Die Informationen, die die Fundfragmente dennoch hergeben, sind es jedoch Wert, publiziert zu werden. Und auch die Beschreibung der Fehler, Pannen und ungünstigen Begleitumstände bei Bergung und Konservation machen den Band 76 der Schriften des Deutschen Schifffahrtsmuseums zu einer wichtigen Publikation nicht nur zum Thema Kogge und mittelalterliche Schifffahrt sondern auch zum Thema Archäologie. Weiter auf Marexpedi

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Die „islamische Inquisition“ des Kalifen al-Ma᾽mun

Gastbeitrag von Florian Heydorn

Die Bevölkerung schwört dem neuen Abbasiden-Kalifen al-Ma'mun die Treue. Aus: Tarikh-i Alfi, Die Geschichte des ersten muslimischen Jahrtausends, 1593

Die Bevölkerung schwört dem neuen Abbasiden-Kalifen al-Ma’mun die Treue. Aus: Tarikh-i Alfi, Die Geschichte des ersten muslimischen Jahrtausends, 1593

An der Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert n. Chr. strebte das Kalifat unter der Dynastie der Abbasiden auf den Höhepunkt seiner politischen, kulturellen und militärischen Macht zu. Unter Harun al-Raschid (Kalif von 786‒809) und seinen Nachfolgern kam es zu einer bis dahin ungekannten Förderung der Wissenschaften und der Philosophie. Es war indes auch eine Zeit wachsenden Selbstvertrauens der muslimischen Rechtsgelehrten, die sich zunehmend weigerten, dem Kalifen in theologischen Fragen eine Entscheidungsbefugnis zuzubilligen. Als Harun al-Raschids Sohn al-Ma᾽mun (813‒833) daran ging, die „Lehre von der Erschaffenheit des Korans“ mit inquisitorischen Mitteln als Staatsdoktrin durchzusetzen, stürzte er das Kalifat in eine schwere Krise, die schließlich zu seinem Niedergang führen sollte. Weiterlesen

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Die Brandenburg – Ein Geheimtipp nicht nur für Burgenfans

Interview mit Reinhard Schneider

Reinhard Schneider, Werratalverein-Zweigverein Brandenburg e.V., Besucherinfo Ruine Brandenburg. Foto © Reinhard Schneider

Reinhard Schneider, Werratalverein-Zweigverein Brandenburg e.V., Besucherinfo Ruine Brandenburg. Foto © Reinhard Schneider

Ein wenig Abseits liegt die imposante Ruine der Doppelburganlage auf dem Brandenberg nahe dem thüringischen Ort Lauchröden nicht weit von Herleshausen. Abseits nicht nur im räumlichen Sinne oder hinsichtlich der – diplomatisch formuliert – wenig auffälligen Ausschilderung, denen Ortsunkundige folgen könnten. Auch ihre Lage im ehemaligen Grenzstreifen zwischen DDR und BRD machte die mächtige Festungsruine gewissermaßen zu einer „regia non grata“. Dabei waren ihre ersten Herren auch Burggrafen der rund 10 Kilometer entfernten Wartburg und die Brandenburg damit eine der größten Anlagen im einstigen Amt Eisenach des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Touristisch liegt die Brandenburg tief im Schatten der Wartburg, dabei ist sie in vielerlei Hinsicht interessanter als das architektonische Kunstprodukt im Rang eines Kulturerbes der Stadt Eisenach. Warum, das versucht Wolfgang Schwerdt für GeschiMag mit Reinhard Schneider vom Werratalverein-Zweigverein Brandenburg e.V. herauszuarbeiten. Weiterlesen

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Die Macht des Bogens

ein Buch über japanische Bogenschützen und den Mythos einer legendären Waffe

043Ähnlich wie die japanischen Schwerter umgibt die Bogen der asiatischen Insel seit dem mythologischen Zeitalter Nippons ein besonderer Nimbus. Er ist nicht nur die Waffe der Götter und ersten Kaiser, sondern auch der großen Helden des japanischen Mittelalters. Die sind es auch, die sich in der japanischen Holzschnitz- und Theaterkunst wiederfinden. und so ist es dem Autor des Buches gelungen, die Magie des japanischen Bogens in den Sagen und Legenden mit dem kulturellen Ausdruck der bürgerlichen Epoche Japans, dem Schauspiel und den Holzschnitten vor allem der Edo-Zeit zusammenzuführen. Weiterlesen

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