Archiv der Kategorie: 3 Mittelalter

Die Brandenburg – Ein Geheimtipp nicht nur für Burgenfans

Interview mit Reinhard Schneider

Reinhard Schneider, Werratalverein-Zweigverein Brandenburg e.V., Besucherinfo Ruine Brandenburg. Foto © Reinhard Schneider

Reinhard Schneider, Werratalverein-Zweigverein Brandenburg e.V., Besucherinfo Ruine Brandenburg. Foto © Reinhard Schneider

Ein wenig Abseits liegt die imposante Ruine der Doppelburganlage auf dem Brandenberg nahe dem thüringischen Ort Lauchröden nicht weit von Herleshausen. Abseits nicht nur im räumlichen Sinne oder hinsichtlich der – diplomatisch formuliert – wenig auffälligen Ausschilderung, denen Ortsunkundige folgen könnten. Auch ihre Lage im ehemaligen Grenzstreifen zwischen DDR und BRD machte die mächtige Festungsruine gewissermaßen zu einer „regia non grata“. Dabei waren ihre ersten Herren auch Burggrafen der rund 10 Kilometer entfernten Wartburg und die Brandenburg damit eine der größten Anlagen im einstigen Amt Eisenach des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Touristisch liegt die Brandenburg tief im Schatten der Wartburg, dabei ist sie in vielerlei Hinsicht interessanter als das architektonische Kunstprodukt im Rang eines Kulturerbes der Stadt Eisenach. Warum, das versucht Wolfgang Schwerdt für GeschiMag mit Reinhard Schneider vom Werratalverein-Zweigverein Brandenburg e.V. herauszuarbeiten. Weiterlesen

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Die Macht des Bogens

ein Buch über japanische Bogenschützen und den Mythos einer legendären Waffe

043Ähnlich wie die japanischen Schwerter umgibt die Bogen der asiatischen Insel seit dem mythologischen Zeitalter Nippons ein besonderer Nimbus. Er ist nicht nur die Waffe der Götter und ersten Kaiser, sondern auch der großen Helden des japanischen Mittelalters. Die sind es auch, die sich in der japanischen Holzschnitz- und Theaterkunst wiederfinden. und so ist es dem Autor des Buches gelungen, die Magie des japanischen Bogens in den Sagen und Legenden mit dem kulturellen Ausdruck der bürgerlichen Epoche Japans, dem Schauspiel und den Holzschnitten vor allem der Edo-Zeit zusammenzuführen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, 4 Frühe Neuzeit, Rezension

Leviathan, Fafnir und die mittelalterlichen Helden

über Drachenkämpfe und Kulturkriege

Aus seinem Erdloch heraus tötet Sigurd den Drachen Fafnir. Arthur Rackham 1901

Aus seinem Erdloch heraus tötet Sigurd den Drachen Fafnir. Arthur Rackham 1901

„Wer schreibt, der bleibt“. Dieser beliebte Spruch ist bei jedem Skatturnier zu hören und gilt auch für die Kulturgeschichte. Und so hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass die Römer den Drachen über die Alpen nach Nordwesteuropa gebracht haben. Tatsächlich taucht der Begriff Dracon in den barbarischen Gefilden diesseits der Alpen erstmals im Zusammenhang mit den Römern und ihren Feldzeichen auf. Wo dieser Begriff herkommt, und dass er beispielsweise mit den sarmatischen Hilfstruppen der Römer bis auf die britischen Inseln gelangt ist, wissen wir aus den schriftlichen Überlieferungen der Griechen und Römer. Über eine nordwesteuropäische Drachentradition vor den Römern wissen wir hingegen nahezu gar nichts. Weiterlesen

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Großbaustelle 793 – Das Kanalprojekt Karls des Großen zwischen Rhein und Donau

30. April – 10. August 2014 | Museum für Antike Schiffahrt des RGZM

Abb.1_Miniatur_Fries franconia_Uni Wuerzburg

Bau der Fossa Carolina (Bl. 20r) aus der Würzburger Bischofschronik des Lorenz Fries (M. ch. f. 760) der Universitätsbibliothek Würzburg. Foto: Universitätsbibliothek Würzburg

(Presseinformation des RGZM): Zum 1200. Todestag Karls des Großen zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) eine Sonderausstellung im Museum für Antike Schiffahrt. Mittelpunkt der rund 300 m2 großen Schau ist ein 793 n. Chr. auf die Initiative Karls des Großen entstandener schiffbarer Kanal, der Rhein und Donau verband. Sie basiert auf aktuellen Forschungen des DFG-Schwerpunktprogramms »Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter«, an dem das RGZM maßgeblich beteiligt ist. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Ausstellungen, Pressemitteilungen

INKA – Könige der Anden

Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2013 Linden-Museum Stuttgart

12. Oktober 2013 bis 16. März 2014

Rekonstruktion der Mumie des Inka Pachacutec, Rekonstruktion und Foto Edilberto Merida Pilares

Rekonstruktion der Mumie des Inka Pachacutec
Rekonstruktion und Foto: Edilberto Merida Pilares

(Pressemitteilung Lindenmuseum Stuttgart) Das Linden-Museum Stuttgart zeigt von 12. Oktober 2013 bis 16. März 2014 die Ausstellung INKA – Könige der Anden. Die Große Landesausstellung ist europaweit die erste Schau zur Kultur der Inka und wird in Kooperation mit dem Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim präsentiert.

Das Imperium der Inka

Das Imperium der Inka war das größte indigene Reich, das jemals auf amerikanischem Boden erschaffen wurde. Mit Cusco in Peru als Machtzentrum erstreckte es sich über annähernd 5.000 km entlang der Anden von Kolumbien bis nach Chile. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Ausstellungen, Pressemitteilungen

Christianisierung und Reichsbildungen

Ein Buch über Europa von 700 bis 1200

028500 Jahre der Entwicklung und Etablierung adeliger und kirchlicher Macht- und Organisationsstrukturen in Europa beschreibt Rudolf Schieffer in seinem Buch über Christianisierung und Reichsbildungen. Es ist die Zeit, in der Europa langsam begann, sich zu einem von der übrigen Welt unterscheidbaren politisch-kulturellen Gebilde zu entwickeln. Weiterlesen

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Die Mainzer Kaufhausordnung aus dem 15. Jahrhundert

„… daz sall man nyrgent anderst wiegen dan in dem kauffhuß“

027Vom frühen 14. Jahrhundert bis zu seinem Abriss Anfang des 19. Jahrhunderts, zierte ein Gebäude die Stadt Mainz, das in der Literatur als „Altes Kaufhaus auf dem Brand“ bezeichnet wird. Mit ihrer wissenschaftlichen Edition der Mainzer Kaufhausordnung, einer über 500 Jahre alten Handschrift, eröffnen die Autoren Stefan Grathoff und Elmar Rettinger nun einen spannenden Einblick in die Wirtschaftsgeschichte im mittelalterlichen Mainz. Weiterlesen

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Tatort Mittelalter

Ein Buch über berühmte Kriminalfälle des 11. bis 15. Jahrhunderts

026Was sich zunächst wie eine Sammlung finsterer Mordgeschichten mit Hexenfolter und Räuberromantik anhört, entpuppt sich bei der Lektüre als spannend aufgemachter Einblick auch in die Rechtsgeschichte des Mittelalters. Und so manches Ereignis, das wir aus dem Geschichtsunterricht kennen, stellt sich bei näherer Betrachtung nicht unbedingt als beispielsweise königliche Großtat, sondern schlichtweg als auch im damaligen Rechtsverständnis kriminelle Handlung heraus. Weiterlesen

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Umsonst ist der Tod

Eine Ausstellung über Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation

020Mit einem ungewöhnlichen Ausstellungsprojekt zur Frömmigkeit am Vorabend der Reformation startet die thüringische Stadt Mühlhausen am 29. September 2013 eine kulturgeschichtliche Offensive, mit der sie sich nicht nur in der mitteldeutschen Landschaft als relevanter Museumsstandort positionieren will. Zugleich setzt die Stadt mit der ersten Ausstellung nach der aufwändigen Sanierung des Museums am Lindenbühl ein weiteres Zeichen für die geplante Entwicklung zum kulturgeschichtlichen Tourismusmagneten mit dem Schwerpunkt Mittelalter. Weiterlesen

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Skriptorium

Ein Buch über die mittelalterliche Buchwerkstatt

003In Zeiten von E-Books und print on demand tut es gut – und gelegentlich auch not -, sich mit den Ursprüngen, Herstellungsverfahren, Funktionen und kulturellen Hintergründen des Buches zu beschäftigen. Mit Skriptorium hat die Kunsthistorikerin Dr. Stephanie Hauschild diese Aspekte des mittelalterlichen Buches untersucht. Dabei findet der Leser nicht nur eine Fülle von Informationen zur Entstehung der alten Handschriften, sondern auch Denkanstöße zur Einordnung der heutigen Diskussionen über die Zukunft des Buches. Weiterlesen

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