Archiv der Kategorie: Archäologie

Ausgrabungen am alten Eisenbahntunnel im Eggegebirge

Erst unter Wasser, jetzt an Land

Jüngster Fund aus dem Eggegebirge: Studierende der Universität Kiel legen in einem Kooperationsprojekt mit der LWL-Archäologie für Westfalen einen Baumsturz frei. In diesem befinden sich zahlreiche Dachziegel des alten Wächterhäuschens. Foto: LWL/N. Wolpert

Willebadessen/Lichtenau (lwl). Die Forschungen an der „Alten Eisenbahn“, einer nie vollendeten Tunnelbaustelle des 19. Jahrhunderts, gehen in die nächste Runde. Aktuell graben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in einem Kooperationsprojekt mit der Universität Kiel wieder im Eggegebirge. Nach dem Einsatz von Tauchern im vergangenen Jahr – der Premiere der Unterwasserarchäologie in Westfalen – werden die archäologischen Untersuchungen nun an Land fortgesetzt. Gemeinsam suchen die Archäologen nach den Resten eines Wächterhäuschens und öffnen verschüttete Schächte. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 19. Jahrhundert, 5 Neuzeit, Archäologie, Pressemitteilungen

Ausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“

Basis: Pressemeldung Kloster Lorsch 16. März 2017. Vom 19. März bis 14. Mai 2017 zeigt das UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch im Schaudepot Zehntscheune die Sonderausstellung „Begraben und Vergessen? Knochen erzählen Geschichte“. Die Ausstellung nimmt auf der Grundlage aktueller archäologisch-anthropologischer Untersuchungen erstmals die Menschen des Klosters in den Blick, die vom frühen bis zum späten Mittelalter in der bedeutenden Reichsabtei Karls des Großen lebten, arbeiteten und dort begraben wurden. Höhepunkt der Schau ist die 3D-Gesichtsrekonstruktion eines Lorscher Mönchs aus der Hochphase des Klosters um 900. Damit wird für die Besucher zum ersten Mal eine visuelle und virtuelle Begegnung mit einem Menschen aus dem frühen Mittelalter möglich, der vor rund 1100 Jahren im Kloster Lorsch gelebt und vielleicht die Erbauung der weltberühmten Torhalle erlebt hat. Weiterlesen

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Nachbau eines Römerschiffes an der Uni Erlangen

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Am 15. Dezember 2016 fiel der Startschuss für das Projekt. (Bild: FAU/Georg Pöhlein)

Meldung der FAU, 15.12.2016: Als die Römer Germanien eroberten, gab es keine Straßen. Truppen, Waren, Nachrichten – all das konnte nur auf einem Weg in die wilden Gebiete des Nordens transportiert werden: per Schiff. Die natürlichen Wasserstraßen – kleine und große – ersetzten den Römern die Autobahnen. Doch wie genau waren römische Schiffe – oder besser: Boote – beschaffen? Woraus waren sie gemacht? Mit welcher Technik wurden sie bewegt? Welche Geschwindigkeiten konnten sie erreichen und welche Strecken zurücklegen? Wer waren die Ruderer? Antworten auf diese Fragen sind zum Teil überliefert – doch wie fühlte sich das in der Realität an? Dem wollen FAU-Forscher (Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) um den Althistoriker Prof. Dr. Boris Dreyer gemeinsam mit Studierenden, Schülerinnen und Schülern und vielen Freiwilligen auf die Spur kommen. Gemeinsam bauen sie, mit Unterstützung der Stadt Erlangen, das römische Patrouillen- und Geleitzugboot „Fridericiana Alexandrina (Navis)“ – kurz: FAN – in Originalgröße nach. Und wollen damit Frankens Wasserstraßen unsicher machen. Weiterlesen

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Tiere auf Burgen und frühen Schlössern

tiere-und-burgencoverZu Burgen und Schlössern gehörten Tiere in vielfältiger Funktion zum Leben der Menschen. Sei es als Nahrung, Arbeits- oder Reittier. In den Herrschaftssitzen spielten Tiere zudem Rollen, die über den konkreten wirtschaftlichen Nutzen hinausgingen. Da ging es um Repräsentation, Rituale, soziale Gefüge und Machtansprüche, denen nicht zuletzt auch exotische Tierarten zu dienen hatten. Heute bieten die Relikte der feudalen Herrschaft oft einer Reihe von Tierarten Rückzugsmöglichkeiten in einer für sie ansonsten unwirtlichen, menschengeprägten Kulturlandschaft. Ein Aspekt, der in der Denkmalpflege zu neuen Strategien bei Erhalt, Restaurierung und Rekonstruktion führen muss. Das Spektrum der im Buch „Tiere auf Burgen“ behandelt wird, ist breit und bietet auch dem interessierten Laien eine Reihe von Überraschungen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, 4 Frühe Neuzeit, Archäologie, Rezension

Schätze der Archäologie Vietnams

Sonderausstellung im LWL-Archäologiemuseum vom 7.10.2016 bis 26.2.2017 im LWL-Museum für Archäologie in Herne

Der Teller mit stilisierten Drachen gehörte einst zur Fracht einer mittelalterlichen Hochseedschunke. Foto: LWL/Binh

Der Teller mit stilisierten Drachen gehörte einst zur Fracht einer mittelalterlichen Hochseedschunke.
Foto: LWL/Binh

Aus der Pressemitteilung Herne (lwl). Unter den Exponaten, die bereits 3.000 Besucher in die Ausstellung gelockt haben, sind auch Funde aus zwei Schiffswracks: Im Frühjahr 1990 machte ein Fischer einen ungewöhnlichen Fang: Die Strömung trieb ihm mehrere Keramikstücke ins Netz. Sie stammten von einer Hochseedschunke, die im 15. Jahrhundert im südchinesischen Meer gesunken war. Schließlich gelang es Tauchern, deren Ladung zu bergen – trotz einiger Hindernisse durch einen Taifun und Hai-Attacken. Rund 240.000 Porzellanobjekte hatte das 30 Meter lange und sieben Meter breite Kastenboot in seinem Stauraum geladen. Es handelte sich überwiegend um vietnamesische Keramik des späten 15. Jahrhunderts, die aus den Brennöfen der Provinz Hai Duong stammte. Chinesische und thailändische Stücke lieferten Hinweise auf weitreichende Handelsbeziehungen. Insgesamt erreichte die Fracht einen Wert in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Einige dieser Fundobjekte aus dem Schiffswrack von Cu Lao Cham sind nun in Herne zu sehen. Dazu gehören ein Deckel mit Landschaftspanorama, Teller mit Drachendekor, Töpfe mit Tier- und Pflanzenornamenten sowie badenden Frauen oder eine Kanne in Form eines Phönix. Weiterlesen

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Prähistorische Befestigungsanlagen in der ostjordanischen Basaltwüste

Forscher des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken älteste befestigte Siedlungen in Vorderasien

DAI-Pressemitteilung vom 15.09.2016: Im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes erforscht die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts seit 2010 die Basaltwüste im Nordosten Jordaniens. Dabei wurden unter anderem befestigte Siedlungen entdeckt, die im frühen bis mittleren vierten Jahrtausend v. Chr. auf Vulkanen in dieser Region errichtet wurden und somit zu den frühesten Befestigungen in Vorderasien zu zählen sind. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 1 Frühzeit, Archäologie, Pressemitteilungen

Schiffswracks

Auf Spurensuche vor Rügen und Hiddensee

Zahllose Wracks liegen in den Gewässern um Rügen und Hiddensee. Kein Wunder, denn dieses Seegebiet gehört seit vielen Jahrhunderten zu den meistbefahrenen Ostseeregionen. Thomas Förster, einer der führenden Unterwasserarchäologen Deutschlands begibt sich in seinem Buch Schiffswracks auf Spurensuche und präsentiert dem Leser mehr als 50 Schicksale havarierter Schiffe und Mannschaften. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter Archäologie, Rezension, Unterwasserarchäologie

Das Bremer Schlachte Schiff

Eine Proto-Kogge mit Heckruder aus der Zeit um 1100

Schlachte-SchiffLange musste die Öffentlichkeit auf die Publikation zur Archäologie des weltweit ersten Fundes eines mit einem Heckruder versehenen Frachtschiffes des Mittelalters warten. Beinahe wäre sie auch nicht zustande gekommen, denn sowohl bei der Bergung als auch der Konservierung des einzigartigen Fundes sind gravierende Pannen passiert, die die wissenschaftliche Aussagekraft des sogenannten Schlachte-Schiffes erheblich schmälern. Die Informationen, die die Fundfragmente dennoch hergeben, sind es jedoch Wert, publiziert zu werden. Und auch die Beschreibung der Fehler, Pannen und ungünstigen Begleitumstände bei Bergung und Konservation machen den Band 76 der Schriften des Deutschen Schifffahrtsmuseums zu einer wichtigen Publikation nicht nur zum Thema Kogge und mittelalterliche Schifffahrt sondern auch zum Thema Archäologie. Weiter auf Marexpedi

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Archäologie, Rezension, Schifffahrtsgeschichte

Boats of the World von Seán McGrail

Das Buch des ehemaligen Chefarchäologen des National Maritime Museum in Greenwich, und späteren Universitätsprofessors in Oxford und Southampton, Seán McGrail darf sicher zu Recht als das Standardwerk zum Thema Schiffsarchäologie von der Frühzeit bis zum Mittelalter gelten. Vor allem deshalb, weil es einen umfassenden und methodischen Überblick zum Thema liefert. Lesen Sie hier weiter

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Eingeordnet unter Rezension, Unterwasserarchäologie

Korkmodelle für Sammlungen, Museen und Denkmalschutz

Wolfgang Schwerdt im Gespräch mit dem Phelloplastiker Dieter Cöllen

Dieter Cöllen (4)

Dieter Cöllen. Foto: Rainer Mader

Die Tradition des Korkmodells (Phelloplastik) reicht zurück ins Ende des 18. Jahrhunderts. Architekturmodelle überwiegend antiker Gebäude aus Kork gehörten im 18. und 19. Jahrhundert als Prestigeobjekte zu den Sammlungen der wichtigen europäischen Fürstenhöfe und fanden Eingang in die zu jener Zeit neu gegründeten Modellsammlungen und Architekturschulen. Weiterlesen

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