Schlagwort-Archive: Wallenstein

Wenn das Geld rasant seinen Wert verliert

Kipper und Wipper im Dreißigjährigen Krieg

800px-Ausschnitt_VD17_23_244808WWenn Geld im rasanten Tempo an Wert verliert, ist dies für jede Volkswirtschaft eine Katastrophe. Auch zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges bedeutete  die Inflation eine zusätzliche, enorme Belastung für die Bevölkerung, die schon durch die umherziehenden Heere und deren Plünderungen gequält wurden. Vor allem das 1622 in Böhmen gegründete Münzkonsortium heizte die Geldentwertung durch Münzverschlechterung – das Kippen und Wippen – gewaltig an. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Dreißigjähriger Krieg

Der Schwede kommt – der Krieg geht weiter

Vom Frieden mit Christian I., Gustav Adolfs Landung im Reich und Wallensteins Entlassung

Gustav_II_Adolf_landstiger_i_TysklandAls der schwedische König Gustav Adolf  am 26. Juni 1630 in Peenemünde an Land ging, hätte er sich keinen besseren Zeitpunkt für seinen Kriegseintritt im Deutschen Reich aussuchen können. Wichtige Teile der kaiserlichen Armee waren in Italien – im Konflikt um Mantua – gebunden, der scheinbar allmächtige Wallenstein stand kurz vor seiner Ablösung und die Kurfürsten setzten zudem eine drastische Verminderung des kaiserlichen Heeres durch. Da traf der Schwede mit seiner kleinen Armee auf geringen Widerstand. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Dreißigjähriger Krieg, Krieg im Norden Europas zu Lande und zu Wasser zur Zeit des 30 jährigen Krieges

Der Krieg ernährt den Krieg

Die Versorgung der Heere im Dreißigjährigen Krieg

CallotgDer Krieg ernährt den Krieg, so das Credo von Peter Ernst von Mansfeld, einem der bekanntesten Söldnerführer alten Schlages in der frühen Phase des Dreißigjährigen  Kriege. Und was er damit meinte, war grausam. Denn der Krieg hielt sich selbst am Leben und fraß die Menschen. Aber auch die anderen Heerführer dieser Zeit hatten keine andere Wahl: Mangels ausreichender Logistik und finanzieller Ressourcen mussten sie ihren Armeen aus dem Land ernähren. Weiterlesen

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Die kaiserliche Ostseeflotte Wallensteins

Wie der Feldherr einen Seekrieg plante

WismarBildTextMit dem Titel „General des Balitischen und Ozeanischen Meeres und darauf habenden Armada“ hatte der Kriegsunternehmer und kaiserliche Generalissimus Albrecht von Wallenstein Anfang 1628 von Kaiser Ferdinand II. zusätzlich den offiziellen Rang des Oberkommandierenden der im Aufbau befindlichen kaiserlichen Ostseeflotte erhalten. Die war nach dem Landsieg über den dänischen König Christian IV. nach Ansicht Wallensteins notwendig, um die mecklenburgische Ostseeküste vor Einfällen der Seemächte Dänemark und Schweden zu schützen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Krieg im Norden Europas zu Lande und zu Wasser zur Zeit des 30 jährigen Krieges, Schwerpunkthemen

Wallenstein als einfältiger Sternengläubiger – schwer vorstellbar

Keplers Horoskop für Wallenstein

Keplers Horoskop für Wallenstein

Auch heute noch gilt Wallenstein Vielen als der klassische Vertreter eines an die Allmacht der Sterne Glaubenden. Neben Wallensteins Feinden hat später Friedrich Schiller dieses Bild wesentlich geprägt. Aber es war  nicht Schiller der Historiker, sondern Schiller der Dramatiker, der dies tat. Er ließ Wallenstein nach Erhalt einer Zukunftsschau durch seinen Sternendeuter Seni, wie er ihn nannte, ausrufen: „Jetzt muss gehandelt werden, schleunig, eh die Glücks-Gestalt mir wieder wegflieht überm Haupt,…“ Weiterlesen

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Albrecht von Wallenstein: Von einem guten Ökonom

421px-Wallenstein_Hondius_1625Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein ist vor allem als kaiserlicher Feldherr und Organisator großer Heere im Dreißigjährigen Krieg berühmt und berüchtigt geworden. Der böhmische  Edelmann, der durch Heirat, durch die Wirren nach der Niederschlagung des böhmischen Aufstands 1620 und durch geschickte Transaktionen zu Reichtum gekommen war, liebte Land. Das hatte er mit vielen seiner Standesgenossen gemeinsam. Wallenstein wusste jedoch mit dem Besitz etwas anzufangen. Er war ein hervorragender Wirtschaftler. Darin unterschied er sich deutlich von den meisten seiner Standesgenossen. Weiterlesen

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Der Wechselhafte und Schillernde: Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

371px-Franz_Albrecht_von_Sachsen-LauenburgDer Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg ist eine heute kaum noch bekannte historische Person. Das war zu seinen Lebzeiten – im Dreißigjährigen Krieg –  ganz anders. Denn er war in zwei Fällen mittendrin in den wichtigsten Ereignissen seiner Zeit: Beim Tod Gustav Adolfs von Schweden 1632 und bei Wallensteins Ende zwei Jahre später. Weiterlesen

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Matthias Gallas: Der Trunkenbold und Heerverderber

Gallas_klDer Tiroler Matthias Gallas war in der Zeit, als er das Oberkommando der kaiserlichen Streitkräfte innehatte, ein General, wie die Feinde ihn lieben. Während er unter Wallenstein passable Ergebnisse ablieferte, schaffte es Gallas in seinen späteren Jahren mehrfach seine ganze Armee zu ruinieren, ohne dem Gegner größeren Schaden zu zufügen. Den Titel „Heerverderber“ hatte er sich redlich erarbeitet.  Weiterlesen

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Die Mörder Wallensteins und ihr Schicksal

Ermordung-wallensteins-in-eger-anonymer-kupferstich_1-640x370Der Zufall machte sie zu Mördern Wallensteins und damit zu bekannten und vor allem reichen Figuren im Wechselspiel des Dreißigjährigen Krieges: den Iren und Oberst Walter Butler, den schottische Stadtkommandanten von Eger, Johann Gordon, und den Hauptmann Walter Deveroux, Ire auch er. Der später erfolgreichste der Meuchler war der Schotte Walter Leslie. Weiterlesen

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Ein politischer Mord zum Frommen des Hauses Habsburg: Wallensteins Tod

Flugblatt_ermordung_wallensteinDie Szene muss gespenstig gewesen sein. Die Leiche des einst allmächtigen, von vielen gefürchteten Generalissimus des Kaisers, Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, wurde nachts, in einem Teppich gewickelt, die Treppen des Pachelbel-Hauses im böhmischen Eger heruntergeschleift. Es war der 25. Februar 1634. Sein Kopf soll dabei auf jeder Stufe aufgeschlagen sein. Seine Mörder störte dies nicht. Weiterlesen

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