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Die Schlacht von Königgrätz 1866

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück
Artikel zur Neuerscheinung des Buches 1866 – Bismarcks Krieg gegen die Habsburger

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Bildquelle Wikimedia: Der preußische König Wilhelm I., Bismarck und General Moltke beobachten die größte Umfassungsschlacht der Kriegsgeschichte: Am 3. Juli 1866 standen sich etwa 180.000 Österreicher und 200.000 Preußen gegenüber. 1.500 Geschütze kamen zum Einsatz. Mit dem Sieg der preußischen Armee eröffnete sich der Weg für eine Reichseinigung unter preußischer Führung – ohne Österreich (Das Gemälde wird Georg Bleibtreu zugeschrieben).

Die Stimmung im Hauptquartier der habsburgischen Nordarmee in der Prager Vorstadt der Elbfestung Königgrätz war am 1. Juli 1866 alles andere als zuversichtlich. Seit ihr Oberbefehlshaber, Ludwig August von Benedek, nur eine Woche zuvor mit seinen Armeekorps von Olmütz an die obere Elbe marschiert war, hatten die Österreicher nur herbe Niederlagen gegen die Preußen einstecken müssen. Selbst der Rückzug des Gegners aus Trautenau war mit vierfach höheren österreichischen Verlusten bezahlt worden. Zuletzt war das vorgeschobene I. Armeekorps zusammen mit dem Sächsischen Korps am 29. Juni bei Gitschin von den nur halb so starken Preußen aus ihren überlegenen Stellungen gedrängt worden und nach einem chaotischen Rückzug in einem verzweifelten Zustand an der oberen Elbe eingetroffen. Mehr als 30 000 Mann, praktisch ein ganzes Armeekorps, waren in nur wenigen Tagen verloren gegangen und gegen das drei Mal so schnell schießende preußische Zündnadelgewehr, so hieß es in der Truppe, sei kein Kraut gewachsen. Weiterlesen

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