Schlagwort-Archive: Klaus-Jürgen Bremm

Preussen bewegt die Welt

das neue Buch des GeschiMag-Autors Klaus-Jürgen Bremm über den Siebenjährigen Krieg 1756 – 63

Klappentext: Was im deutschen Geschichtsbewusstsein als glorioser Sieg Preußens gilt und Friedrich II. zu ›dem Großen‹ machte, war tatsächlich ein Krieg auf drei Kontinenten: in Europa, Nordamerika sowie in Indien. Alle europäischen Mächte waren an diesem, sieben Jahr lang tobenden Krieg beteiligt. Am Ende war das Kräfteverhältnis in Europa nicht mehr das selbe wie vor dem Krieg; Preußen hatte sich als fünfte Großmacht etabliert.
Klaus-Jürgen Bremm entwirft ein großes Panorama der kriegerischen Ereignisse in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Er schildert die großen Schlachten von Kolin, Kundersorf oder Leuthen. Er zeigt aber auch die weitreichenden politischen Zusammenhänge dieses Ringens und die vielfältigen Auswirkungen. Vor allem aber macht er deutlich, dass der Siebenjährige Krieg kein preußischer oder mitteleuropäischer Krieg war, sondern – mit den Worten des britischen Premierministers und Literaturnobelpreisträgers Winston Churchill – der ›erste Weltkrieg der Geschichte‹.

Bremm, Klaus-Jürgen: Preußen bewegt die Welt. Der Siebenjährige Krieg 1756-63. Theiss 2017. Gebunden 380 Seiten.

Ebenfalls von Klaus-Jürgen Bremm: Das Zeitalter der Industrialisierung

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 5 Neuzeit, Allgemein

Die Schlacht von Königgrätz 1866

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück
Artikel zur Neuerscheinung des Buches 1866 – Bismarcks Krieg gegen die Habsburger

1868_Bleibtreu_Schlacht_bei_Koeniggraetz_anagoria

Bildquelle Wikimedia: Der preußische König Wilhelm I., Bismarck und General Moltke beobachten die größte Umfassungsschlacht der Kriegsgeschichte: Am 3. Juli 1866 standen sich etwa 180.000 Österreicher und 200.000 Preußen gegenüber. 1.500 Geschütze kamen zum Einsatz. Mit dem Sieg der preußischen Armee eröffnete sich der Weg für eine Reichseinigung unter preußischer Führung – ohne Österreich (Das Gemälde wird Georg Bleibtreu zugeschrieben).

Die Stimmung im Hauptquartier der habsburgischen Nordarmee in der Prager Vorstadt der Elbfestung Königgrätz war am 1. Juli 1866 alles andere als zuversichtlich. Seit ihr Oberbefehlshaber, Ludwig August von Benedek, nur eine Woche zuvor mit seinen Armeekorps von Olmütz an die obere Elbe marschiert war, hatten die Österreicher nur herbe Niederlagen gegen die Preußen einstecken müssen. Selbst der Rückzug des Gegners aus Trautenau war mit vierfach höheren österreichischen Verlusten bezahlt worden. Zuletzt war das vorgeschobene I. Armeekorps zusammen mit dem Sächsischen Korps am 29. Juni bei Gitschin von den nur halb so starken Preußen aus ihren überlegenen Stellungen gedrängt worden und nach einem chaotischen Rückzug in einem verzweifelten Zustand an der oberen Elbe eingetroffen. Mehr als 30 000 Mann, praktisch ein ganzes Armeekorps, waren in nur wenigen Tagen verloren gegangen und gegen das drei Mal so schnell schießende preußische Zündnadelgewehr, so hieß es in der Truppe, sei kein Kraut gewachsen. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 19. Jahrhundert, 5 Neuzeit