Schlagwort-Archive: Dreißigjähriger Krieg

Raimondo di Montecuculli – Eine barocke Karriere unter dem Doppeladler 2

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Teil 2 Monteculli, Diplomat und Literaturförderer

Raimondo-montecuccoliWohl auch mit Hilfe seines italienischen Landesherrn war Raimondo di Montecuculli nach drei Jahren schwedischer Gefangenschaft im Mai 1642 endlich wieder frei gekommen. So diente er 1643 auch zunächst seinem Herzog im so genannten Burgenkrieg (Guerra di Castro) gegen den Papst und kehrte erst im Jahr darauf auf das deutsche „Kriegstheater“ zurück. Hier war seine Anwesenheit bitter nötig, vor allem nach der erneuten schweren Niederlage der Kaiserlichen in der zweiten Schlacht bei Breitenfeld im November 1642. Weiterlesen

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Raimondo di Montecuculli – Eine barocke Karriere unter dem Doppeladler 1

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm, Osnabrück

Teil 1 Montecuculli Soldat und Literat

HGM_Grießler_MontecuccoliDas Protokoll der Sitzung des Wiener Hofkriegsrates vom 10. Dezember 1680 vermerkte keine besonderen Topoi. Es fällt nur auf, dass von der Liste der Anwesenden der Name des Präsidenten dieses alterwüdigen Gremiums, Raimondo di Montecucolli, wieder gestrichen worden war. Dass er darin überhaupt aufgeführt wurde, verdankte sich wohl nur einer Nachlässigkeit der Hofbürokratie. Denn immerhin war der General-Leutnant, Vertreter des Kaisers im Felde, Inspekteur der kaiserlichen Artillerie, Befehlshaber an der Militärgrenze, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies und Träger eines spanischen Fürstentitels bereits seit zwei Monaten tot. Weiterlesen

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Die höfische Kleidung im Barock Teil 1

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Gustav II Adolf von Jakob Elbfal ca. 1630

Von extravaganten Landsknechten und mutigen Königen

Der Dreißigjährig Krieg und seine Folgen prägten das 17. Jahrhundert, nicht nur in politischen und religiösen Belangen, sondern auch in Sachen Kleidung. Während der spanische und österreichische Hof an der strengen spanischen Hofkleidung festhielten, lockerte sich der Modestil im übrigen Europa etwas auf. Vorbild, besonders für die Herrenmode, war seit den 1620er Jahren die Kleidung der Soldaten. Aber auch reiche niederländische Kaufleute beeinflussten den Kleidungsstil besonders zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Weiterlesen

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Christian Wilhelm – Der gescheiterte Administrator von Magdeburg

Ein erfolgloser Kampf um Macht und Anerkennung 

image01Als Christian Wilhelm von Brandenburg am 11. Januar 1665 starb, war er, der in seinen 77 Lebensjahren so sehr nach Anerkennung gesucht hatte, ein verarmter und politisch bedeutungsloser Mann. Dabei hatte er eigentlich einen mehr als angemessenen Start ins Leben. Bereits im Alter von zehn Jahren wurde der Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich zum Administrator – die protestantische Variante des Erzbischofs – von Magdeburg gewählt, durfte das Amt in der protestantischen Stadt jedoch erst elf Jahre später, 1598, antreten. Von da an reihten sich Probleme an Schwierigkeiten und Niederlagen. Weiterlesen

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Christian IV.: Der populäre Dänenkönig, dem kaum etwas gelang

Kristian_IV_av_Danmark,_malning_av_Pieter_Isaacsz_1611-1616Christian IV. versuchte viel. In der Landwirtschaft, bei der Ankurbelung des Handels und sogar im Überseehandel. Vieles in seiner über fünfzigjährigen Regierungszeit endete einem Desaster, was seiner bis heute anhaltenden Popularität in Dänemark nicht schadet.  Vor allem bei den von ihm angezettelten Kriegen zog der 1577 geborene König – bis auf eine Ausnahme – immer den Kürzeren. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Allgemein, Krieg im Norden Europas zu Lande und zu Wasser zur Zeit des 30 jährigen Krieges, Schwerpunkthemen

Johann Georg von Sachsen: Der Calvinistenhasser, Nimrod und Kaiserfreund

469px-Johann_Georg_I_SaxonyWallensteins Bild vom sächsischen Kurfürst war klar und eindeutig: „Was ist er für ein Vieh, was führt er für ein Leben!“. Auch in Kreisen der Diplomaten war der sächsische Hof und hier Johann Georg berüchtigt wegen seiner exzessiven Saufgelage. Daher der Spitzname „Bierjörge“. Der schwedische König Gustav Adolf meinte über ihn, die Seele dieses Kurfürsten sei nicht in der Lage etwas Männliches oder Kräftiges zu erfassen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Dreißigjähriger Krieg

Maximilian von Bayern: Schlauer als die meisten Fürsten, aber gierig

422px-Joachim_von_Sandrart_009Wenige prägten den Dreißigjährigen Krieg wie der bayerische Herzog, und spätere Kurfürst, Maximilian. Neben dem sächsischen Kurfürst Johann Georg war er der einzige deutsche Herrscher von Bedeutung, der während der ganzen Zeit des grausamen Ringens sein Land regierte. Insgesamt stand er über 50 Jahre an der Spitze seines Staates. Weiterlesen

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GeschiMag-Special zum Dreißigjährigen Krieg

Daten, Fakten, Hintergründe von Manfred Gindle

WKURFRS~1allenstein & Co liefert Daten, Fakten und Hintergründe zur Frühen Neuzeit mit Schwerpunkt auf die Jahre 1618 bis 1648. Der Dreißigjährige Krieg ist dabei eingebunden in die großen europäischen Konflikte: Spanien – Niederlande, Spanien – Frankreich und Schwedens Expansion. Der gesamte Konflikt umschließt eine Zeitspanne von immerhin rund sechzig Jahren.

Wallenstein & Co

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1633: Bayerns Bauern im Aufstand gegen Maximilian

Am Ende ging die Rebellion aus, wie sie immer für die Bauern ausging. Viele wurden niedergemacht oder verurteilt und es änderte sich nichts. Die bayerischen Bauern, die sich 1633/34 gegen die Einquartierungen der „eigenen“ Soldaten in ihrem Landstrich erhoben, kamen nur etwas besser weg als sonst üblich. Weiterlesen

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Rezension: Wittstock 1636 – ihre letzte Schlacht

Der Zufall brachte es an den Tag: Bei Wittstock in Brandenburg wurde 2007 ein Massengrab von Söldnern gefunden, die am 4. Oktober 1636 in der Schlacht zwischen der schwedischen und der sächsisch-kaiserlichen Armee ums Leben gekommen waren. Dieser Fund eröffnete Forschern aus zahlreichen Disziplinen neuartige Einblicke in das Leben und Sterben der einfachen Krieger im 17. Jahrhundert. Der Begleitband zur Ausstellung „1636“ stellt die Ergebnisse vor. Weiterlesen

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