Schlagwort-Archive: bronzezeit

„Lilith“ eine Bandkeramikerin vom Fundplatz Düren-Arnoldsweiler

Lilith (2)Als Anfang 2009 mit den archäologischen Ausgrabungen an der zukünftigen Trasse der A4 bei Düren begonnen wurde, war das Ende der Grabungen bereits festgelegt. Ende 2010 wurde die archäologische Fundgrube von überregionaler Bedeutung wieder zugeschüttet, um den Autobahnbauern das Feld zu überlassen. Die Auswertung dessen, was in den knapp zwei Jahren zwischen dem rheinländischen Düren Arnoldsweiler und Niederzier-Ellen entdeckt und an Daten gesammelt wurde, wird die Wissenschaftler und Restauratoren nach Einschätzung der Ausgräber noch wenigstens ein Jahrzehnt beschäftigen. Weiterlesen

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Boote und Schiffe der Bronzezeit

Als 1952 an der Südseite der Chepospyramide ein verstecktes Grab geöffnet wurde, fand man Teile eines Bootes. 1955 begann man das Boot, das wie ein Bausatz zerlegt dem Grab beigegeben worden war, zu heben. Nach der Konservierung und dem Zusammenbau der 1224 Einzelteile war schließlich ein etwa 4600 Jahre altes 43,4 m langes und 5,9 m breites Schiff von etwa 40 Tonnen Wasserverdrängung entstanden. Weiterlesen

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Rezension – Die Entdeckung des Königreichs Qatna

Als der französische Archäologe Graf du Mesnil du Buisson 1928 einen Königspalast in Syrien entdeckt und ausgegraben hatte, da war es nur eine von vielen Kampagnen, die der rührige Forscher im Orient zwischen 1924 und 1946 durchgeführt hatte. Einige Keilschrifttafeln hatten auch den Namen des Ortes verraten: Qatna. Weiterlesen

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Mykene: Geschichte und Mythos der bronzezeitlichen Kultur

Mit dem Buch „Mykene“ hat Louise Schofield eine sehr umfassende Darstellung des aktuellen archäologischen Kenntnisstandes zur Mykenischen Kultur verfasst. Natürlich stellt auch die Autorin die Frage nach der Verbindung Mykenes zum Trojanischen Krieg. Weiterlesen

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Ursprünge der Seidenstraße

Schon der Name Seidenstraße lässt an luxuriöse Güter, an Karawanen, an die mörderische Taklamakan, an Romantik und Abenteuer, Entbehrungen und gewaltige Handelsgewinne, an Exotik und natürlich das ferne China denken. Weiterlesen

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Felsbilder in Norddeutschland und Skandinavien

Rezension von Thorsten Capelles „Bilderwelten der Bronzezeit“. Viele Interpretationen von Archäologen und Laien müssen die als skandinavische Felsritzzeichnungen bekannten Abbildungen von Booten, Figuren, Tieren und rätselhaften Gegenständen über sich ergehen lassen. Weiterlesen

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Der Trojanische Krieg, von Barry Strauss

In seinem Buch „Der Trojanische Krieg“ lässt Barry Strauss die Ebene von Troja wieder zum Schauplatz des von Homer besungenen archaischen Schlachtgetümmels werden. Es ist beileibe nicht das erste Buch, das sich mit der Frage beschäftigt, ob der trojanische Krieg tatsächlich stattgefunden hat. Weiterlesen

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Mykene – rätselhafte Kultur

Das geheimnisvolle Mykene mit seinen Kriegern und Helden, die sich nicht zuletzt aufmachten, um gen Troja zu ziehen und die Schmach des Raubes der schönen Helena durch den Königssohn Paris auszugleichen, ist nicht nur seit dem klassikbegeisterten 19. Jahrhundert ein Faszinosum. Auch für die Staaten des klassischen Griechenland war die von Homer beschriebene mykenische Welt Teil ihrer historischen Identität. Weiterlesen

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Die bronzezeitliche Schifffahrt in der Levante

Mit der Studie „Seagoing Ships and Seamanship in the Bronze Age Levant“ hat der Professor der Texas A&M Universität, Shelley Wachsmann, mit Sicherheit ein Standardwerk zu diesem Thema geschaffen. Erstmals nämlich ist mit dieser Arbeit, die auf der Dissertation beruht, die der Professor für biblische Archäologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem geschrieben hatte, die bronzezeitliche Schifffahrt im östlichen Mittelmeer unter allen wesentlichen Aspekten systematisch behandelt worden.

Wachsmann hat nicht nur die bereits an verschiedenen Stellen publizierten Informationen zur bronzezeitlichen Schifffahrt in der Levante aufgearbeitet, diskutiert, teilweise neu interpretiert und bewertet, er hat in dem 2009 in zweiter Auflage erschienenen Buch in nicht unerheblichem Maße auch eigene Forschungen publiziert. Als Beispiel seien hier die 13 Felsgraffitis vom Wadi Rod el Air genannt, die ägyptische Schiffe des mittleren und neuen Reiches darstellen. Nach Auffassung Wachsmanns handelt es sich um jene Schiffe, mit denen die ägyptischen Expeditionen zur Beschaffung von Türkis und Kupfer über das Rote Meer zum Sinai transportiert wurden. Auf dem Weg nach Serabit el Khadem, einer Türkismine auf dem Sinai hatten die Ägypter ein Basislager im Wadi Rod el Air eingerichtet und hier auf den Glatten Felswänden zahlreiche hieroglyphische Inschriften und eben Graffitis hinterlassen, darunter die einzigartige Gruppe ägyptischer Schiffszeichnungen. Obwohl es sich hier um die bislang einzigen bekannten ägyptischen Schiffszeichnungen außerhalb der geografischen Grenzen Ägyptens handelt, die zudem durch das Meer vom Reich der Pharaonen getrennt sind, ist Wachsmann der erste Wissenschaftler, der die Abbildungen unter Gesichtspunkten der Schifffahrt analysiert hat. Fünf der 13 Graffitos waren zuvor überhaupt nicht untersucht und einige erstmals im vorliegenden Buch publiziert worden.

Von den Ägyptern über die Minoer zu den Seevölkern

Interessant ebenfalls die Studien zur Syro-Kanaanitischen Schifffahrt der späten Bronzezeit, die zwar als Vorgänger der Phönizier, jedoch nicht als eigenständige Seemacht begriffen werden dürfen. Vielmehr, so ergaben die Studien Wachsmanns, stellten die kanaanitischen Stadtstaaten, allen voran Ugarit, ihre eindrucksvollen Flotten in die Dienste der Grossmächte wie der Ägypter und Hethiter.

Gegen den Uhrzeigersinn arbeitet Wachsmann die bronzezeitlichen Seefahrervölker der Levante systematisch durch. Da werden die Spuren der zypriotischen Schiffe unter die Lupe genommen oder die frühen Schiffe der Ägäis untersucht. Die mykenische Seefahrt findet ebenso Eingang in das Buch, wie die Schiffe der Seevölker – immer wohlstrukturiert nach den Aspekten der archäologischen Befunde, der schriftlichen Quellenlage und der ikonografischen Erkenntnisse. Aufregend, die Diskussionen und die manchmal scheinbar ausgefallenen Vergleiche. So findet der Leser unter anderem bei der Untersuchung der minoisch-kykladischen Schiffe und dem Verhältnis der Menschen zur See und ihren Fahrzeugen, hochinteressante Bezüge zu ostasiatischen Drachenbooten oder ozeanischen Kanus und Auslegerbooten.

Immer wieder wird aber auch die Aussagekraft von Funden und Quellen hinsichtlich wichtiger Fragestellungen diskutiert. Und im Kapitel über die archäologischen Wrackfunde schließlich wird deutlich, wie schwierig beziehungsweise unmöglich es ist, über Schiffs- oder Ladungsreste, seien sie auch noch so gut erhalten, auf die Zugehörigkeit des Schiffes zu einer Seefahrerethnie  zu schließen.

Bronzezeitliche Schifffahrt – von der Konstruktion bis zum Seerecht

Teil zwei des Buches befasst sich dann Kulturübergreifend mit den Fragen der bronzezeitlichen Schiffskonstruktionen, dem Antrieb, Ankern, Navigation und Seehandel. Krieg und Piraterie ist ebenfalls ein eigenständiges Kapitel gewidmet und nicht zuletzt spekuliert Wachsmann auch über die Existenz von Seegesetzen in der Bronzezeit. In der Zusammenfassung macht Wachsmann schließlich noch einmal deutlich, dass trotz der zahlreichen Quellen und Artefakte die Forschung zur bronzezeitlichen Seefahrt in der Levante noch am Anfang steht. Und tatsächlich ist das Buch ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie viel es in einer Region, die zu den weltweit sicherlich historisch und schriftlich Quellenreichsten gehört, noch zu erforschen gibt und wie viele Fragen sich gerade in der Archäologie aus Antworten ergeben können.

Das immerhin mehr als 400 seitige englischsprachige Buch im DinA4-Format ist für thematisch vorgebildete Laien oder auch Studenten (die eigentliche Zielgruppe) gut zu lesen. Verständlich nicht nur durch den Stil, sondern auch durch die zahlreichen Abbildungen und nicht zuletzt durch die Anhänge. Als Beispiel seien hier die überarbeiteten und kommentierten Übersetzungen der wichtigsten Texte, die in Ugarit gefunden wurden, hervorgehoben, die sich mit Angelegenheiten der Schifffahrt befassen.

Shelley Wachsmann: Seagoing Ships & Seamanship in the Bronze Age Levant. Texas a & M University Press  2008. Taschenbuch, 417 Seiten.
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Trevor Bryce und Adam Hook – Hittite Warrior

Osprey Publishing

Foto: Osprey Publishing

Trotz ihrer militärischen Überlegenheit galten die Hethiter als ausgesprochen friedliebend.
Die hethitischen Herrscher setzten, so bestätigt Trevor Bryce, Autor des englischen Buches „Hittie Warrior“, wenn möglich weniger auf das Militär, sondern eher auf geschickte Diplomatie. Trotzdem waren die hethitischen Heerscharen selbst bei den benachbarten Großmächten gefürchtet. Weiterlesen

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