Archiv der Kategorie: Allgemein

BAROCK – Nur schöner Schein?

Ausstellung vom 11.09.2016 – 19.02.2017 im Museum Zeughaus C5 der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

csm_2015-Barock-Plakat72_c532d5e6c5Auszug aus der Pressemitteilung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim: Die Sonderausstellung „Barock – Nur schöner Schein?“ beweist, dass das Zeitalter weit mehr zu bieten hat als Puder, Pomp und Dekadenz. Vom 11. September 2016 bis 19. Februar 2017 stellen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen in der kulturhistorischen Schau die Epoche erstmals in ihrer ganzen Vielschichtigkeit vor und hinterfragen gängige Klischees. Die Jahre zwischen 1580 und ca. 1770 waren eine Zeit voller Widersprüche: Neben üppigen „Rubensweibern“ gab es ein klassisch-antikes Schönheitsideal und religiöser Wunderglaube stand wissenschaftlicher Rationalität gegenüber. Während die einen rauschende Feste feierten, litten andere an den katastrophalen Folgen verheerender Kriege. Weiterlesen

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Der Londoner Universalfriedensvertrag von 1518

Gastbeitrag von Florian Heydorn

Kardinal Thomas Wolsey

Kardinal Thomas Wolsey

Brügge, 15. August 1521: Es war ein absonderliches Schauspiel, welches sich den Bewohnern der Stadt bot. An der Spitze eines Zuges von über 1000 englischen Soldaten ritten zwei Männer wie Gleichgestellte nebeneinander durch die Stadt, sich angeregt miteinander unterhaltend. Dabei war der Rangunterschied zwischen ihnen nicht eben unbedeutend. Der eine, Karl V., war als Kaiser des römisch-deutschen Reiches und König von Spanien der mächtigste Herrscher der Christenheit. Der andere, Thomas Wolsey, war ungekrönt, ein Kardinal immerhin, und Kanzler des Königs Heinrich VIII. von England. Vier ganze Tage hatte Wolsey Karl warten lassen. Doch der Kaiser nahm es hin, wollte er seinen englischen Gast doch dazu bringen, dessen lästige Vermittlungsbemühungen im Konflikt mit Frankreich endlich einzustellen und stattdessen ein Kriegsbündnis zu schmieden. Wolsey hingegen wollte Karl drängen, endlich ernsthaft über einen Waffenstillstand zu verhandeln. Denn wo Karl V. Krieg wollte, strebte Wolsey danach, die erst drei Jahre alte Universalfriedensordnung von London zu retten. Weiterlesen

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Auf dem Meer

Edmondo de Amicis Reise auf einem Auswandererschiff

CoverMeerFrühjahr 1884: Der Auswandererdampfer Galileo legt mit 1800 Menschen an Bord in Genua ab, um neben einigen wohlhabenden Italienern, Schweizern, Österreichern und Franzosen rund 1600 italienische Bauern und Tagelöhner nach Amerika zu transportieren. Mit an Bord der Schriftsteller Edmondo de Amicis, der dem Leser mit seinem Bordbuch „Auf dem Meer“ (Original: Sull‘ Oceano, 1889) einen Einblick in die Hintergründe und Bedingungen der gewaltigen Migrationsbewegungen des 19. Jahrhunderts verschafft. Weiter auf Marexpedi

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In eigener Sache – Appell an die Crowd

Crowdfunding für Buchprojekt

TitEntwurfBand2Seit Jahren liefere ich als Herausgeber des GeschiMag in Zusammenarbeit mit meinen redaktionellen KollegInnen spannende, solide und unterhaltsame Artikel zur Geschichte. Die sind –wie die Zugriffszahlen zeigen – vielgelesen und beliebt. Nun brauche ich für das Buchprojekt Rotbartsaga die Unterstützung meiner Leser. Die Abenteuer des legendären Schiffskaters Rotbart haben – obwohl reine Fiction – durchaus einen engen Bezug zur Geschichte. Schließlich sind die historischen Hintergründe sorgfältig recherchiert und durch Links auf spannende und seriöse auch wissenschaftliche Internetseiten und –inhalte (darunter natürlich auch GeschiMag) belegt. Weiterlesen

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Seeungeheuer und Monsterfische

Sagenhafte Kreaturen auf alten Karten von Chet Van Duzer

Wer kennt sie nicht, die schönen alten Karten mit den phantasievollen Seeungeheuern und Monstern, die sich zwischen Kontinenten und Inseln tummeln und so manches Schiff drohen, in die Tiefe zu ziehen. Chet Van Duzer hat sich in seinem Buch Seeungeheuer und Monsterfische intensiver mit den merkwürdigen Kreaturen auf historischen Karten befasst und stellt dem Leser teils erwartete, teils unerwartete Erkenntnisse zur Kartographie des Mittelalters und der Renaissance vor. Lesen Sie weiter auf Marexpedi

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Die höfische Kleidung im Barock Teil 1

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Gustav II Adolf von Jakob Elbfal ca. 1630

Von extravaganten Landsknechten und mutigen Königen

Der Dreißigjährig Krieg und seine Folgen prägten das 17. Jahrhundert, nicht nur in politischen und religiösen Belangen, sondern auch in Sachen Kleidung. Während der spanische und österreichische Hof an der strengen spanischen Hofkleidung festhielten, lockerte sich der Modestil im übrigen Europa etwas auf. Vorbild, besonders für die Herrenmode, war seit den 1620er Jahren die Kleidung der Soldaten. Aber auch reiche niederländische Kaufleute beeinflussten den Kleidungsstil besonders zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Allgemein, Dreißigjähriger Krieg

Reiche, die verschwanden

Eine Geschichte des vergessenen Europa

verschwundeneSie sind Vergangenheit, die burgundischen Reiche, das historische Litauen, das Land der Prußen, Galizien und nicht zuletzt die UdSSR. Der Engländer Norman Davies zeichnet in seinem Buch „Verschwundene Reiche“ Entstehung und Verfall dieser mehr oder weniger bedeutenden Staaten sehr detailliert nach. Die meisten der insgesamt 15 Reiche, gingen in anderen auf, manche zerfielen in Einzelstaaten. Insgesamt ein zum Teil spannender Einblick in die bewegte Geschichte Europas. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Allgemein, Geschichte im Querschnitt, Rezension

Der Fall des Dampfschiffes Oberhausen

Dampfschiff Oberhausen, eine australische Prise im Ersten Weltkrieg

P07857.009„Tragödie auf hoher See – Chefsteward ermordet – Körper über Bord geworfen“, „Dampfer Oberhausen in Hobart festgehalten“, „Prisengericht – SS Oberhausen (SS steht für Steam Ship) – Befehl zur Beschlagnahme erteilt“. Diese Schlagzeilen der australischen Presse des Jahres 1914 umreißen die Ereignisse, die das 1905 gebaute Schiff der Deutsch-Australischen Dampfschiffs-Gesellschaft für kurze Zeit in das Licht der südostaustralischen, besonders der tasmanischen Öffentlichkeit gebracht hatte. Es ist die Geschichte der Beschlagnahme eines deutschen Handelsschiffes, wie sie sich – in unterschiedlichen Variationen – in vielen Häfen der Welt anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges abgespielt hat. Weiterlesen

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Die Unterdrückung Osteuropas durch die UDSSR

Vertreibungen, Polizeistaat und wirtschaftliches Versagen – Leben hinter dem Eisernen Vorhang

eisernerEs waren schwere Jahre für die Länder im Osten Europas. Gerade von den Deutschen befreit, rückte die sowjetische Arme ein und errichtete mit Hilfe der jeweiligen kommunistischen Partei erneut einen brutalen Unterdrückungsstaat. Als erstes wurde eine Geheimpolizei etabliert, die alle verfolgte, die die neuen Herren als politische Feinde bezeichneten. Die Aufbauphase der Länder östlichen des Eisernen Vorhangs hatte dabei streng nach sowjetischem Muster zu erfolgen. In der Zeit des Hochstalinismus wurden die Kontrollen und Schikanen weiter verstärkt, Propaganda überflutete die Menschen. Wie es sich in einem solchen System leben ließ (oder auch nicht) und wie es schließlich kollabierte, schildert Anne Applebaum in ihrem ausgezeichneten Buch. Weiterlesen

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Christian Wilhelm – Der gescheiterte Administrator von Magdeburg

Ein erfolgloser Kampf um Macht und Anerkennung 

image01Als Christian Wilhelm von Brandenburg am 11. Januar 1665 starb, war er, der in seinen 77 Lebensjahren so sehr nach Anerkennung gesucht hatte, ein verarmter und politisch bedeutungsloser Mann. Dabei hatte er eigentlich einen mehr als angemessenen Start ins Leben. Bereits im Alter von zehn Jahren wurde der Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich zum Administrator – die protestantische Variante des Erzbischofs – von Magdeburg gewählt, durfte das Amt in der protestantischen Stadt jedoch erst elf Jahre später, 1598, antreten. Von da an reihten sich Probleme an Schwierigkeiten und Niederlagen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit, Allgemein, Dreißigjähriger Krieg