Archiv der Kategorie: Dreißigjähriger Krieg

Schlachten brachten im Dreißigjährigen Krieg keine Entscheidung

Nur das Treffen am Weißen Berg  hatte nachhaltige Folgen

800px-Schlacht_am_Weißen_Berg_C-K_063Die Schlachten im Dreißigjährigen Krieg führten nur scheinbar zu langfristigen Umwälzungen. Oft sah es nach einer dauernden Überlegenheit einer der Blöcke aus. Genau diese Situation bewog dann neue Mächte, sich in das tödliche Ringen im Deutschen Reich zu stürzen. Das militärische Treffen mit der nachhaltigsten Wirkung war die Schlacht am Weißen Berg. Der Sieg der Katholiken über die Böhmen war endgültig. Breitenfeld dagegen, hier schlug Gustav Adolf von Schweden die kaiserlich-bayerische Armee unter Tilly, oder auch Nördlingen, ein Desaster für die Schweden, hatten für die Machtverteilung im Reich nur eine vorübergehende Bedeutung. Weiterlesen

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Der Krieg ernährt den Krieg

Die Versorgung der Heere im Dreißigjährigen Krieg

CallotgDer Krieg ernährt den Krieg, so das Credo von Peter Ernst von Mansfeld, einem der bekanntesten Söldnerführer alten Schlages in der frühen Phase des Dreißigjährigen  Kriege. Und was er damit meinte, war grausam. Denn der Krieg hielt sich selbst am Leben und fraß die Menschen. Aber auch die anderen Heerführer dieser Zeit hatten keine andere Wahl: Mangels ausreichender Logistik und finanzieller Ressourcen mussten sie ihren Armeen aus dem Land ernähren. Weiterlesen

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Ferdinand II.: Ein Habsburger setzt sich durch

DEs gab mehrere Situationen, da hätte es kaum jemand für möglich gehalten, dass sich Ferdinand II. am Ende durchsetzen könnte. Aber der mit einem unerschütterlichen Glauben an seine Mission gesegnete Habsburger Erzherzog und spätere Kaiser fand immer einen Weg aus der Misere, häufig dank der Hilfe seiner Feinde. Weiterlesen

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Wallenstein als einfältiger Sternengläubiger – schwer vorstellbar

Keplers Horoskop für Wallenstein

Keplers Horoskop für Wallenstein

Auch heute noch gilt Wallenstein Vielen als der klassische Vertreter eines an die Allmacht der Sterne Glaubenden. Neben Wallensteins Feinden hat später Friedrich Schiller dieses Bild wesentlich geprägt. Aber es war  nicht Schiller der Historiker, sondern Schiller der Dramatiker, der dies tat. Er ließ Wallenstein nach Erhalt einer Zukunftsschau durch seinen Sternendeuter Seni, wie er ihn nannte, ausrufen: „Jetzt muss gehandelt werden, schleunig, eh die Glücks-Gestalt mir wieder wegflieht überm Haupt,…“ Weiterlesen

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Albrecht von Wallenstein: Von einem guten Ökonom

421px-Wallenstein_Hondius_1625Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein ist vor allem als kaiserlicher Feldherr und Organisator großer Heere im Dreißigjährigen Krieg berühmt und berüchtigt geworden. Der böhmische  Edelmann, der durch Heirat, durch die Wirren nach der Niederschlagung des böhmischen Aufstands 1620 und durch geschickte Transaktionen zu Reichtum gekommen war, liebte Land. Das hatte er mit vielen seiner Standesgenossen gemeinsam. Wallenstein wusste jedoch mit dem Besitz etwas anzufangen. Er war ein hervorragender Wirtschaftler. Darin unterschied er sich deutlich von den meisten seiner Standesgenossen. Weiterlesen

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Johann Georg von Sachsen: Der Calvinistenhasser, Nimrod und Kaiserfreund

469px-Johann_Georg_I_SaxonyWallensteins Bild vom sächsischen Kurfürst war klar und eindeutig: „Was ist er für ein Vieh, was führt er für ein Leben!“. Auch in Kreisen der Diplomaten war der sächsische Hof und hier Johann Georg berüchtigt wegen seiner exzessiven Saufgelage. Daher der Spitzname „Bierjörge“. Der schwedische König Gustav Adolf meinte über ihn, die Seele dieses Kurfürsten sei nicht in der Lage etwas Männliches oder Kräftiges zu erfassen. Weiterlesen

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Der Wechselhafte und Schillernde: Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

371px-Franz_Albrecht_von_Sachsen-LauenburgDer Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg ist eine heute kaum noch bekannte historische Person. Das war zu seinen Lebzeiten – im Dreißigjährigen Krieg –  ganz anders. Denn er war in zwei Fällen mittendrin in den wichtigsten Ereignissen seiner Zeit: Beim Tod Gustav Adolfs von Schweden 1632 und bei Wallensteins Ende zwei Jahre später. Weiterlesen

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Hans Ulrich Graf Schaffgotsch: Der Treue, der zu reich war

Hans_Ulrich_von_Schaffgotsch_-_SemperfreiHans Ulrich Graf Schaffgotsch, ein schlesischer Magnat und kaiserlicher General, geriet in den Strudel des Untergangs seines Feldherrn Wallenstein. Er war zudem ein reicher Mann. Das kostete ihm nach einer Justizfarce im Juli 1635 das Leben. Er wurde in Regensburg enthauptet. Weiterlesen

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Matthias Gallas: Der Trunkenbold und Heerverderber

Gallas_klDer Tiroler Matthias Gallas war in der Zeit, als er das Oberkommando der kaiserlichen Streitkräfte innehatte, ein General, wie die Feinde ihn lieben. Während er unter Wallenstein passable Ergebnisse ablieferte, schaffte es Gallas in seinen späteren Jahren mehrfach seine ganze Armee zu ruinieren, ohne dem Gegner größeren Schaden zu zufügen. Den Titel „Heerverderber“ hatte er sich redlich erarbeitet.  Weiterlesen

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Octavio Piccolomini: Der Intrigant und Verräter

OTTAVI~1Piccolomini machte Dank Albrecht von Wallenstein Karriere und verriet ihn doch. Mit einigen seiner wichtigsten Heerführer hatte des Kaisers Generalissimus kein glückliches Händchen. Kränkung und Gier, aber sicher auch die nach wie vor vorhandene Macht und Aura des kaiserlichen Hauses, machte vor allem Octavio Piccolomini zu einem gefährlichen Feind des Friedländers. Weiterlesen

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