Archiv der Kategorie: 1 Frühzeit

Ältester Knochen eines Hundes in Westfalen gefunden

Eiszeit-Ausgrabungen an der Blätterhöhle gehen weiter

Tibia-Knochen eines Hundes aus der späteisenzeitlichen Grabungsschicht.
Foto: LWL / T. Pogarell

Pressemitteilung vom 24.09.2018, Hagen (lwl). Die Blätterhöhle in Hagen ist eine der wichtigsten Fundplätze für die Steinzeit in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus. Bei der aktuellen Grabung auf dem Vorplatz der Höhle drangen die Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und ihre Kooperationspartner tiefer in die Schichten aus dem Ende der letzten Eiszeit vor. Verschiedene neue Funde geben seltene Einblicke in die Umwelt und Lebensweise der Menschen vor über 11.500 Jahren. Dazu gehören Tierknochen mit Bearbeitungsspuren und Werkzeuge aus Feuerstein. Darüber hinaus könnte sich ein Knochenfund aus der späteisenzeitlichen Schicht als der älteste in Westfalen gefundene Hund herausstellen. Weiterlesen

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Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe

Anthropologen des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken rituelle Ritzungen an 11.000 Jahre alten menschlichen Schädeln

Luftbild von Göbekli Tepe. Copyright DAI

Presseinfo des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) vom 28.06.2017: Was taten die Menschen vor 11.000 Jahren in den Steinkreisen zwischen den riesigen T-Pfeilern in Göbekli Tepe? Warum ritzten sie mit Feuerstein tiefe Spuren in die Schädel ihrer Vorfahren oder Feinde? Die Deutung des steinzeitlichen Kultplatzes Göbekli Tepe in der Südost-Türkei beschäftigt die Wissenschaft seit Jahrzehnten. Die monumentalen Anlagen mit ihren großartigen Tierornamenten weisen auch Darstellungen geköpfter Menschen auf, die auf eine Nutzung des Platzes im Rahmen von rituellen Handlungen deuten. Fragmente menschlicher Schädel, die im Bereich der Anlagen gefunden wurden, geben erste Hinweise auf einen neuartigen Totenkult. Weiterlesen

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Prähistorische Befestigungsanlagen in der ostjordanischen Basaltwüste

Forscher des Deutschen Archäologischen Instituts entdecken älteste befestigte Siedlungen in Vorderasien

DAI-Pressemitteilung vom 15.09.2016: Im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes erforscht die Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts seit 2010 die Basaltwüste im Nordosten Jordaniens. Dabei wurden unter anderem befestigte Siedlungen entdeckt, die im frühen bis mittleren vierten Jahrtausend v. Chr. auf Vulkanen in dieser Region errichtet wurden und somit zu den frühesten Befestigungen in Vorderasien zu zählen sind. Weiterlesen

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Uruk – Das Buch über eine Metropole am Anfang der Geschichte

Begleitband zur Ausstellung „5000 Jahre Megacity“

CovUrukAufgrund der in den letzten Jahren erschienenen Gilgamesch-Romane dürfte der Mythos des legendären göttlichen Königs der Stadt Uruk inzwischen bekannter sein, als die in ihren Ursprüngen möglicherweise nahezu ebenso alte Geschichte des babylonischen Stadtgottes Marduk. Genau umgekehrt verhält es sich mit den beiden mesopotamischen Metropolen Uruk und Babylon. Das vorliegende Buch „Uruk – 5000 Jahre Megacity“ liefert erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme der archäologisch-historischen Erkenntnisse, die die 100 Jahre währende Erforschung der Grabungsstätte bis heute erbracht hat. Dabei präsentieren die Autoren die vor mehr als 5000 Jahren entstandene Siedlung als die Wiege der städtischen Zivilisation. Weiterlesen

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„Lilith“ eine Bandkeramikerin vom Fundplatz Düren-Arnoldsweiler

Lilith (2)Als Anfang 2009 mit den archäologischen Ausgrabungen an der zukünftigen Trasse der A4 bei Düren begonnen wurde, war das Ende der Grabungen bereits festgelegt. Ende 2010 wurde die archäologische Fundgrube von überregionaler Bedeutung wieder zugeschüttet, um den Autobahnbauern das Feld zu überlassen. Die Auswertung dessen, was in den knapp zwei Jahren zwischen dem rheinländischen Düren Arnoldsweiler und Niederzier-Ellen entdeckt und an Daten gesammelt wurde, wird die Wissenschaftler und Restauratoren nach Einschätzung der Ausgräber noch wenigstens ein Jahrzehnt beschäftigen. Weiterlesen

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Die rätselhaften Vorfahren der Inka

ein Buch zur Vorgeschichte des Andenreiches

9783806223293-bDass die älteste Pyramide der Welt nicht in Ägypten, sondern in Peru steht, ist ein publikumswirksamer Aufhänger, der dem Klappentextleser das eigentlich Spektakuläre des Buchinhalts nur sehr bedingt offenbart. In „Die rätselhaften Vorfahren der Inka“ geht es um die Neubewertung archäologischer Funde und um die Entdeckung der mehr als 5000 jährigen durchgängigen Kulturgeschichte Perus. Weiterlesen

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„Uruk“ kommt nach Herne

Ausstellung über die erste Großstadt der Menschheit

(Pressemitteilungen des lwl). Die Ausstellung „Uruk“ über die erste Großstadt der Menschheit ist ab 3. November im LWL-Museum für Archäologie in Herne zu sehen: Nachdem die Sonderausstellung über 400.000 Besucher auf der Museumsinsel in Berlin hatte, kommt die Ausstellung über „5.000 Jahre Megacity“ als zweite Station ins Ruhrgebiet. Dort wird sie bis zum 21. April kommenden Jahres laufen.

„Erstmals widmet sich eine Ausstellung dem Thema Uruk“, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. „Die Schau präsentiert die Ergebnisse der vor 100 Jahren begonnenen deutschen Ausgrabungen und veranschaulicht das Leben in der altorientalischen Metropole.“ Schon vor 5.000 Jahren brachte Uruk im heutigen Irak (260 km südlich von Bagdad) alles mit, was Großstädte der Gegenwart auszeichnet: systematisierte Bewässerung, Straßenbau, intensiver Handel, kulturelle Zentren und – nach der Erfindung der Schrift – Bürokratie. Weiterlesen

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Vom Nil aus um die Alte Welt

ein Ausstellungskatalog zu Rekonstruktionen ägyptischer, minoischer und griechischer Schiffe

004Die Rekonstruktionen von fünf antiken Schiffen, darunter allein drei ägyptischen, stehen im Mittelpunkt des Ausstellungskataloges „Vom Nil aus um die Alte Welt“. Der Modellbauer und Keramikspezialist Michael Bormann konnte für seine Modelle neben Informationen aus archäologischem Material – wie beispielsweise die „Schiffsbestattungen“ an der Cheopspyramide oder Modelle als Grabbeigaben – auf zahlreiche zeitgenössische Abbildungen zurückgreifen. Weiterlesen

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Aufstieg und Fall des Alten Ägypten

Die Geschichte einer geheimnisvollen Zivilisation vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis Kleopatra

031Mit Narmer, jenem ägyptischen König, der 2950 vor Chr. die rivalisierenden Territorien im fruchtbaren Niltal unter seiner Herrschaft vereinte, beginnt die wechselvolle Geschichte des pharaonischen Ägypten. Mehr als dreieinhalbtausend Jahre später starb mit Kleopatra auch das ägyptische Gottkönigtum, Ägypten wurde römische Provinz. Toby Wilkinson, Professor in Cambridge und international anerkannter Experte für die Geschichte des Alten Ägypten, schildert in seinem Buch über die Geschichte der geheimnisvollen Kultur die komplexen machtpolitischen und gesellschaftlichen Hintergründe der auf den unbefangenen Betrachter so geschlossen und strahlend wirkenden Pharaonenkultur. Weiterlesen

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Korbboote – Wasserfahrzeuge aus der Steinzeit

Modell eines Fellbootes nach dem Muster norwegischer Felsritzzeichnungen (gebaut im Rahmen eines Jugendprojektes von Wolfgang Schwerdt)

Noch heute zelebriert man beispielsweise in Wales oder Irland den Bau von Korbbooten, sogenannten Coracles. Und die waren immerhin noch Anfang des 20. Jahrhunderts recht erfolgreich als Fischerboote auf den Flüssen im Einsatz. Das Prinzip, ein formgebendes Gerüst mit einer wasserdichten Haut zu beziehen und damit ein längliches oder rundes Boot herzustellen, reicht aber weit in die Steinzeit zurück.

Wann dies das erste mal geschah, ist mangels archaeologischer Funde unbekannt. Sicher ist, dass die europäischen Menschen bereits vor etwa 16.000 Jahren die hierfür notwendigen technischen Voraussetzungen mitbrachten und bereits Fischfang in flachen Gewässern betrieben. Weiterlesen

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