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Höfische Kleidung im Barock Teil 2

Von lässigen Rheingrafen und einfallsreichen Herzoginnen

Ludwig XIV. von Frankreich

Ludwig XIV. von Frankreich

Der Beginn des Hochbarock lässt sich auf die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg datieren. Die Sehnsucht nach Frieden prägte diese Jahre und damit verschwand auch alles an militärischen Formen aus der Mode.

Die Herrenmode jener Jahre wird zusehends legerer, berühmt berüchtigt in dieser Zeit waren die „Rhingraves“ (also Rheingrafen-Hose oder auch „petticoat breeches“), benannt nach dem Grafen von Salm, der in den 1660er Jahren als Gesandter am französischen Hof wirkte. Ähnlich wie heute saß die Hose tief auf der Hüfte, reichte aber nur bis zur Wade und wurde gern mit Spitze und Bändern geschmückt. Weiterlesen

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Eingeordnet unter 4 Frühe Neuzeit

Die höfische Kleidung im Barock Teil 1

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Gustav II Adolf von Jakob Elbfal ca. 1630

Von extravaganten Landsknechten und mutigen Königen

Der Dreißigjährig Krieg und seine Folgen prägten das 17. Jahrhundert, nicht nur in politischen und religiösen Belangen, sondern auch in Sachen Kleidung. Während der spanische und österreichische Hof an der strengen spanischen Hofkleidung festhielten, lockerte sich der Modestil im übrigen Europa etwas auf. Vorbild, besonders für die Herrenmode, war seit den 1620er Jahren die Kleidung der Soldaten. Aber auch reiche niederländische Kaufleute beeinflussten den Kleidungsstil besonders zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Weiterlesen

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Peter III. von Russland – Infantiler Idiot oder weitsichtiger Reformer?

Der Zar ist und bleibt eine umstrittene Gestalt 

Peter III. gemalt von Lucas Conrad Pfandzelt

Peter III. gemalt von Lucas Conrad Pfandzelt

Die Geschichtsschreibung ging und geht bis heute nicht sonderlich zimperlich mit Zar Peter III. um, ein Säufer und Wirrkopf sei er gewesen, nicht fähig zu regieren. Dafür fällt das Urteil über Katharina II., seine Gemahlin und Nachfolgerin, umso positiver aus. Fraglich ist, ob Katharinas äußerst negative Darstellung des ihr verhassten Ehemannes nicht den Blick der Nachwelt auf Peter III. getrübt hat. Weiterlesen

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Magnus Gabriel De la Gardie: Günstling der Königin, Mäzen und Politiker

Vom glanzvollen Aufstieg und tiefen Fall eines Aristokraten im 17. Jahrhundert

Foto 4Als Feldherr und Politiker konnte er weder seinem Vater noch Großvater das Wasser reichen. Dennoch ging Magnus Gabriel De la Gardie (1622 – 1686) in die schwedische Geschichte ein, und zwar als leidenschaftlicher Förderer der Künste und der Wissenschaft. Unglücklicherweise vernachlässigte er dabei seine Aufgaben als Reichskanzler und führte Schweden damit an den Rand des Ruins. Weiterlesen

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Die spanische Hoftracht

Von Verdugos, Gänsebäuchen, Heerpauken und  Mühlsteinen

Juan De Austria

Juan d’Austria (1547 – 1578)

Wer sich Gemälde von Adligen aus dem 16. Jahrhundert anschaut, dem fallen sicher die die üppigen, zugleich aber sehr streng geschnittenen Gewänder mit den ausladenden Halskrausen auf. Die Abgebildeten tragen die sogenannte „Spanische Hoftracht“, selbst dann, wenn sie gar nicht aus Spanien stammten. Weiterlesen

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Kleiderordnungen in der Frühen Neuzeit

Das Ärgernis mit den vorwitzigen Frauen oder vom Versuch, den übermäßigen Luxus einzudämmen

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Titelblatt einer Kleiderordnung aus Reval

Das 16. und 17. Jahrhundert brachte mit den Umwälzungen der Reformation, der Bauernkriege sowie des Dreißigjährigen Krieges gesellschaftliche Änderungen mit sich. Mehr und mehr schien das aufstrebende Bürgertum danach zu streben, es dem prunkversessenen Adel gleichtun zu wollen. Ein derartiges Verhalten konnten die Landesherren nicht dulden, schließlich sahen sie dadurch das gottgewollte Ständegefüge in Gefahr. Aus diesem Grund erließen Könige, Fürsten und Herzöge überall in Europa Verordnungen, die genau vorschrieben, was genau welchem Stand angemessen war. Weiterlesen

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