BAROCK – Nur schöner Schein?

Ausstellung vom 11.09.2016 – 19.02.2017 im Museum Zeughaus C5 der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

csm_2015-Barock-Plakat72_c532d5e6c5Auszug aus der Pressemitteilung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim: Die Sonderausstellung „Barock – Nur schöner Schein?“ beweist, dass das Zeitalter weit mehr zu bieten hat als Puder, Pomp und Dekadenz. Vom 11. September 2016 bis 19. Februar 2017 stellen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen in der kulturhistorischen Schau die Epoche erstmals in ihrer ganzen Vielschichtigkeit vor und hinterfragen gängige Klischees. Die Jahre zwischen 1580 und ca. 1770 waren eine Zeit voller Widersprüche: Neben üppigen „Rubensweibern“ gab es ein klassisch-antikes Schönheitsideal und religiöser Wunderglaube stand wissenschaftlicher Rationalität gegenüber. Während die einen rauschende Feste feierten, litten andere an den katastrophalen Folgen verheerender Kriege.

Eine Gesamtschau auf den Barock

Bisher widmeten sich Barock-Ausstellungen einzelnen Künstlern und Genres, regionalen Kulturlandschaften oder spezifischen Phänomenen. Die Mannheimer Präsentation verfolgt einen umfassenderen Ansatz und vereint erstmals Kunst, Wissenschaft, Literatur, Musik, Geschichte, Religion und Alltag zu einem Kaleidoskop der Barockzeit.

Himmelsglobus Heimatmuseum Oettingen Jodocus Hondius, 1601 Den Aufstieg der Niederlande zur Handelsnation würde man heute als erfolgreich geglückten Spionageakt ansehen. Dank eines in portugiesischen Diensten stehenden Niederländers gelangten Ende des 16. Jahrhunderts portugiesische Karten und Handelsrouten in niederländischen Besitz. Mit der Gründung der Niederländischen Ostindien Compagnie 1602 avancierte in der Folge Amsterdam zum weltweiten Zentrum der Kartographie. Exakte Karten und Globen waren die Grundlage für weltweite Expeditionen und die Erschließung der terra incognita. Einer der ersten Kartographen und Globenbauer war Jodocus Hondius, dessen Globen so berühmt waren, dass Johannes Vermeer sie sogar ein halbes Jahrhundert später noch in seinen Bildern darstellte. © Heimatmuseum Oettingen

Himmelsglobus Heimatmuseum Oettingen Jodocus Hondius, 1601 Den Aufstieg der Niederlande zur Handelsnation würde man heute als erfolgreich geglückten Spionageakt ansehen. Dank eines in portugiesischen Diensten stehenden Niederländers gelangten Ende des 16. Jahrhunderts portugiesische Karten und Handelsrouten in niederländischen Besitz. Mit der Gründung der Niederländischen Ostindien Compagnie 1602 avancierte in der Folge Amsterdam zum weltweiten Zentrum der Kartographie. Exakte Karten und Globen waren die Grundlage für weltweite Expeditionen und die Erschließung der terra incognita. Einer der ersten Kartographen und Globenbauer war Jodocus Hondius, dessen Globen so berühmt waren, dass Johannes Vermeer sie sogar ein halbes Jahrhundert später noch in seinen Bildern darstellte. © Heimatmuseum Oettingen

Im Barock herrschte Aufbruchsstimmung. Zahlreiche Entwicklungen und Neuerungen bereiteten den Weg zur Aufklärung und bildeten das Fundament der heutigen Gesellschaft. Bahnbrechende Erfindungen wie das Fernrohr, mit dem Galilei die Gestirne erforschte, oder das Mikroskop, mit dem van Leeuwenhoek die Bakterien entdeckte, stammen aus dieser Zeit. Die immer gewagteren Reisen der Händler und Missionare veränderten die Weltsicht nachhaltig, unbekannte Länder wurden erobert, Exotisches gelangte nach Europa.

Gliederung nach Oberthemen

Sechs Themenkomplexe machen die faszinierende Barockepoche greifbar. Unter den Überschriften „Raum“, „Körper“, „Wissen“, „Ordnung“, „Glaube“ und „Zeit“ stellt die Sonderausstellung die wichtigsten Charakteristika des Zeitalters vor. Anhand von rund 300 herausragenden Exponaten präsentiert die Ausstellung den Barock als europäisches Phänomen, schlägt aber stets auch eine Brücke nach Mannheim und in die Region. Den historischen Originalen werden an ausgewählten Stellen Arbeiten zeitgenössischer Künstler gegenübergestellt, die sich mit dem Barock auseinandergesetzt haben.

Hochkarätige Gemälde und mehr

Bildnis einer jungen Dame Kunsthistorisches Museum Wien Anthonis van Dyck, um 1630/1632 Gemälde Abgebildete Person: Gräfin Amalie Tochter des Johann Albrecht von Solms–Braunfels © KHM–Museumsverband Wien

Bildnis einer jungen Dame Kunsthistorisches Museum Wien Anthonis van Dyck, um 1630/1632 Gemälde Abgebildete Person: Gräfin Amalie Tochter des Johann Albrecht von Solms–Braunfels © KHM–Museumsverband Wien

Mit der Schau setzen die Reiss-Engelhorn-Museen ihre langjährige enge Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien fort. Zahlreiche hochkarätige Gemälde kommen aus der österreichischen Metropole nach Mannheim, darunter Werke von Rembrandt, van Dyck und Gentileschi. Auch weitere namhafte europäische Museen und Sammlungen unterstützen das Projekt durch Leihgaben. Darüber hinaus sind Schätze aus den reichen Beständen der Reiss-Engelhorn-Museen zu bewundern. .

Die Sonderausstellung „Barock – Nur schöner Schein?“ ist vom 11. September 2016 bis 19. Februar 2017 im Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen.

Mehr zur Ausstellung auf der Museumsseite http://www.barock2016.de

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