Auf den Spuren der Irokesen – GeschiMag verlost zwei Freikarten zur Ausstellung

Ausstellung vom 22.März. bis zum 4. August 2013 in der Bundeskunsthalle Bonn

UnbenanntMit zwei Freikarten zur Ausstellung möchten wir den Gewinner des folgenden kleinen Quizzes belohnen. Beantworten Sie die folgenden drei Fragen einfach als Kommentar zu diesem Post (wird nicht veröffentlicht) bis zum 01.06.2013. Unter den richtigen Antworten wird der Gewinner der zwei Freikarten ermittelt.

1) Mit welchem Buchstaben beginnt der fünfte Artikel in der Kategorie „Dreißigjähriger Krieg“?
2) Wie heißt das erste Wort des sechsten Artikels in der Kategorie „5 Neuzeit“?
3) Welchen Titel hatte Wallenstein als Flottenchef? (Tipp: Artikel Nr. 4 in der Kategorie „Schwerpunktthemen“)

Schon das Thema „Auf den Spuren der Irokesen“ weckt romantische Erinnerungen an Karl May, vor allem aber an den „Lederstrumpf“ des amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper. Dabei waren die Irokesen weit mehr als die gefährlichen Wilden, die den europäischen Siedlern der Neuen Welt das Leben so schwer machten. Immerhin, die einflussreiche indigene Militär- und Handelsmacht hat die Europäer auch kulturell zutiefst beeindruckt. Die gesellschaftliche Gleichstellung der Frau bei den Irokesen war zugleich Impulsgeber der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts und als Symbol der Punk-Kultur hat die Frisur der indianischen Großmacht des 17. und 18. Jahrhunderts bis heute überlebt. (Eine Rezension des Ausstellungskataloges auf GeschiMag folgt in den nächsten Wochen)

Informationen zur Ausstellung in Form von Auszügen aus den Pressetexten der Bundeskunsthalle

Nur wenige der an die Hunderte zählenden indigenen Völker Nordamerikas beschäftigten die europäische Vorstellung in dem Ausmaß, wie es die Irokesen taten. Diese Faszination gründet sich vor allem auf die herausragende Rolle, die die Fünf (und später Sechs) Nationen im kolonialen Nordamerika des 17. und 18. Jahrhunderts spielten. Ihr Ruf als gefürchtete Krieger und geschickte Diplomaten fand seinen Niederschlag nicht zuletzt auch in der Romanliteratur. Das europäische Interesse an den Irokesen ging aber schon immer weit über die
Beschäftigung mit ihren politischen und militärischen Leistungen hinaus, und die intellektuelle Auseinandersetzung mit der irokesischen Kultur prägte nicht nur die Geschichte der Ethnologie, sondern inspirierte auch die Friedens- und Frauenbewegung und hinterließ nachhaltige Spuren in der Populärkultur.

Mit Leihgaben aus Kanada, den USA sowie zahlreichen Museen Europas begibt sich die Ausstellung auf eine umfassende Spurensuche durch die Jahrhunderte.
Historische Gemälde und Zeichnungen, ethnografische Objekte und Beispiele irokesischer Gegenwartskunst erzählen die wechselvolle Geschichte der Irokesen. AUF DEN SPUREN DER IROKESEN reflektiert diese Vielfalt und kontinuierliche kreative Anpassung der Irokesen an sich ständig verändernde Lebensbedingungen mit der Präsentation von etwa 500 Exponaten auf ca. 1.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der irokesischen Kultur von ihren Ursprüngen bis hin zu ihrer lebendigen Artikulation im heutigen Kanada und den Vereinigten Staaten nach. Sie folgt der Geschichte der Irokesen durch die von Krieg, Handel und christlicher Missionierung gekennzeichnete Kolonialzeit bis zum Auseinanderbrechen der Irokesenliga im Zuge der Amerikanischen Revolution, durch das von Landverlust, Isolation auf Reservationen und Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft geprägte 19. Jahrhundert bis zu den Autonomiebestrebungen und dem Wiedererstarken indigener kultureller Identität im 20. und 21. Jahrhundert.

DAS IROKESISCHE LANGHAUS
22. März bis Ende Oktober 2013
Begleitend zur Ausstellung Auf den Spuren der Irokesen entsteht auf dem Bonner Museumsplatz ein großes irokesisches Langhaus (22. März bis Ende Oktober 2013). Ursprünglich lebten mehrere verwandte Familien zusammen in solchen rindengedeckten Holzhäusern in einer Dorfgemeinschaft. Man pflanzte Mais, Bohnen und Kürbis und lebte von der Jagd. Nach etwa 2 Jahrzehnten zog die Gemeinschaft in eine fruchtbarere Gegend weiter. Mit einer Höhe und Breite von jeweils 6 Metern und einer Länge von 20 Metern werden in Bonn ca. 900 Quadratmeter Fichtenrinde verarbeitet, um das historische Bauwerk abzudecken. Das traditionelle Wohnhaus der Irokesen ist zugleich Symbol ihrer Stammesliga. Jede der sechs irokesischen Nationen (Mohawk, Oneida, Onondaga, Cayuga, Seneca, Tuscarora) hat im Langhaus ihre eigene soziale und rituelle Aufgabe. Nicht umsonst nennen sich die Irokesen selbst Haudenosaunee, „People of the Longhouse“.
Das Langhaus wird von einer Gartenlandschaft umgeben sein. Neben der White Pine, dem Baum des Friedens, unter dem die Irokesen bei der Gründung ihres Stammesbundes das Kriegsbeil begruben, wird ein schildkrötenförmiges Beet die Heil- und Ritualpflanzen des nordamerikanischen Waldlandes zeigen.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm macht die ursprüngliche Lebensweise der Irokesen erlebbar.

DER KATALOG ZUR AUSSTELLUNG

Klappentext: Der Mythos der Irokesen ist ungebrochen! Ihre stolze Kultur fasziniert und beflügelt seit vier Jahrhunderten unsere „Indianer“-Fantasie.
Sie waren gefürchtete Krieger, sehr kluge Diplomaten und frühe Demokraten. Ihre „starken“, emanzipierten Frauen machten sie zu Vorreitern des Feminismus. Der Irokesenschnitt wurde sogar zum Kultsymbol einer ganzen rebellischen Jugend. Und schwindelfreie irokesische Stahlbauer schufen die Wolkenkratzer Manhattans.
Mit diesem großen, reich bebilderten Katalog tauchen Sie tief ein in die einzigartige Kultur der Irokesen, die bis heute inspiriert und lebendig ist.

Format: 24,5 x 28 cm, Hardcover
Umfang: 264 Seiten mit 440 farbigen Abbildungen
Museumsausgabe: 32 €, Buchhandlung Walther König
Buchhandelsausgabe: Nicolai Verlag, Berlin, ISBN 978-3-89479-771-3

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Eingeordnet unter Allgemein, Ausstellungen, Ethnologie

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