Die Ausstellung „Die Salier. Macht im Wandel“

Speyer im Zentrum der Macht – zwei Ausstellungen in Einer

(Pressetext) Im Salierjahr 2011 präsentiert das Historische Museum der Pfalz vom 10. April bis 30. Oktober 2011 die große kunst- und kulturhistorische Ausstellung „Die Salier. Macht im Wandel“. Als zentrales Thema beleuchtet die Präsentation erstmals die dramatischen Lebensläufe der salischen Herrscher: von Konrad II., dem mächtigen Gründer der Kaiserdynastie über Heinrich III., den umstrittenen Heinrich IV. bis zu Heinrich V., dem letzten Salier – Rebell und Tyrann zugleich.

Vier Generationen lang herrschten die salischen Kaiser über ein mächtiges Reich, das von der Nordsee bis nach Italien reichte. Als bedeutendstes Herrschergeschlecht ihrer Zeit veränderten sie die damalige Weltordnung. Von Aufstieg, Blüte und Niedergang dieser Dynastie geht bis heute eine große Faszination aus.
Hochkarätige Originale von Weltrang aus 70 europäischen Museen und Sammlungen, kunstvoll gefertigte, reich verzierte sakrale wie weltliche Objekte, nie zuvor waren diese kostbaren Fundstücke in einer Schau vereint zu sehen. Zu den einzigartigen Schätzen zählen außergewöhnliche Beispiele hochmittelalterlicher Buch- und Elfenbeinkunst ebenso wie beeindruckende archäologische Funde aus dem 11. und dem beginnenden 12. Jahrhundert.

Wertvolle liturgische Geräte, Skulpturen und Bauplastik, aber auch Funde aus dem alltäglichen Leben ergänzen die Präsentation und ermöglichen dem Besucher neue Erkenntnisse über die gesellschaftlichen und herrschaftlichen Strukturen des Mittelalters.
Aufwändige Inszenierungen, virtuelle Architekturrekonstruktionen und spannende Hörstationen machen den Ausstellungsbesuch zudem zu einem besonders eindrucksvollen Erlebnis.
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter zweibändiger Katalog mit Aufsätzen namhafter Wissenschaftler. Darüber hinaus gibt es ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen sowie Themen- und Kostümführungen.

Des Kaisers letzte Kleider

Zeitgleich präsentiert das Historische Museum der Pfalz die Ausstellung „Des Kaisers letzte Kleider. Rettung der organischen Funde aus den Kaiser- und Königsgräbern im Dom zu Speyer“. Diese Ausstellung zeigt erste Ergebnisse eines Forschungsvorhabens zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut. Das Projekt wird unterstützt durch das Domkapitel Speyer sowie die Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Zur Ausstellung erscheint eine begleitende Publikation.

Fotos:

Oben: Das Historische Museum der Pfalz liegt im Herzen von Speyer in unmittelbarer Nähe des Kaiserdoms.
Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Frank Boxler

Mitte rechts: Anonyme Kaiserchronik für Heinrich V.
Pergament mit Federzeichnungen 1112–1114
Corpus Christi College, The Parker Library Cambridge
Abgebildet ist die Übergabe der Reichsinsignien an Heinrich V. durch Erzbischof Ruthard von Mainz. Die im Auftrag Heinrichs V. verfasste Chronik ist für die Geschichte der späten Salierzeit von großem Wert, diente sie doch vor allem der Legitimation der Herrschaft Kaiser Heinrichs V.
Foto: Corpus Christi College, The Parker Library Cambridge

Mitte links: Sarkophag Heinrichs V.
Sandstein, spätrömisch/umgearbeitet 1125
Domschatz im Historischen Museum der Pfalz Speyer
Bei dem Sarkophag handelt es sich um einen römischen Sarkophag der für Heinrich V. wiederverwendet und am Fußende mit Backsteinen ergänzt wurde.
Foto: Domschatz im Historischen Museum der Pfalz Speyer 2011 /Peter Haag-Kirchner

Unten: Beinlinge Heinrich III.
Um 1960 wurden für die Beinlinge Heinrichs III. neue Trägerstoffe aus dunkelbraunem Baumwollgewebe angefertigt. Die originalen Fragmente des Seidengewebes unterscheiden sich durch ihren Glanz vom tragenden Grund.
Foto: Domschatz im Historischen Museum der Pfalz Speyer 2011/Peter Haag-Kirchner

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Eingeordnet unter 3 Mittelalter, Archäologie, Ausstellungen

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