Schätze aus der Sammlung des LWL-Industriemuseums

50 hochkarätige Objekte aus der Sammlung zur Geschichte der Binnenschifffahrt vom Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe werden seit dem 14. Juni 2009 im Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop der Öffentlichkeit präsentiert.

Mit der Ausstellung „Schätze“ wird zudem das neue Hafengebäude am Oberwasser der historischen Anlage der Öffentlichkeit übergeben. Der 100 Jahre alte Güterschuppen, der vom Bahnhof Remscheid nach Waltrop umgesetzt worden war und den vorderen Teil des neuen Ausstellungskomplexes mit insgesamt rund 430 Quadratmetern Nutzfläche bildet, bietet nun ausreichend Fläche für Sonderausstellungen und Veranstaltungen im Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg. In der Ausstellung „Schätze“, die nur einen Bruchteil der rund 5000 Exponate der Binnenschifffahrtssammlung des Museums repräsentiert, findet der Besucher neben Plänen, historischen Fachbüchern und Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag auch Kunstwerke, die sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit dem Schiffshebewerk, mit Wasserstraßen und der Binnenschifffahrt auseinandersetzen., darunter bislang noch nie präsentierte Aquarelle zu Hebewerken um 1800 von Edward W. Paget-Tomlinson. Abgerundet wird die Ausstellung durch Segelschiffsmodelle, die 1000 Jahre Schifffahrtsgeschichte repräsentieren. Die Modelle stammen von einem Solinger Sammler und Modellbauer, dessen Familie nach seinem Tod die Sammlung samt dem Arbeitsplatz, der ebenfalls in der Ausstellung zu betrachten ist, an das LWL-Industriemuseum übergeben hatte.

Die Welten des Alexander Calvelli

Bereits seit dem 17. Mai 2009 können auf dem historischen Schleppkahn „Ostara“ des Industriemuseums Hebewerk Henrichenburg unter dem Titel „Werften-Schiffe-Häfen“ 55 Arbeiten des Malers Alexander Calvelli betrachtet werden. Calvelli, der bereits zum 3. Mal mit einer Ausstellung in Waltrop zu Gast ist, zeigt nun Gemälde aus den letzten drei Jahren, die, wie die Aussteller formulieren, in die Welten hinter dem Mythos Meer führen. Mit überraschenden Bildausschnitten und Verfremdungen arbeitet der Künstler, der sich der scheinbar fotorealistischen Darstellung der Arbeitswelt, der Industrie-Landschaften–Welten, der verschiedenen Realitäten der vom Menschen geschaffenen Landschaftskompositionen widmet. Die vom Maler selbst konzipierte Sonderausstellung, die noch bis zum 27.09. in Waltrop zu sehen ist, hat das LWL-Industriemuseum aus dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven übernommen.

Mit Schiff und Fahrrad durch die Industriegeschichte

Natürlich ist auch das historische Schiffshebewerk selbst, als Teil des Industrieparks zu Besichtigen und damit permanentes Exponat zur Industrie- und Binnenschifffahrtsgeschichte. Hier lohnen sich dann nicht nur die angebotenen Führungen, sondern auch beispielsweise die Schiffsrundfahrten des Fahrgastschiffes „Henrichenburg“, die von der 1-stündigen Rundfahrt zum Schiffshebewerk (1899), zur Schachtschleuse (1914), zur Europaschleuse (1989) und zum neuen Hebewerk (1962) über 2-stündige Rundfahrten auf verschiedenen Routen bis hin zur 4-stündigen Erlebnistour reichen.

Wer sich für Industriegeschichte und nicht zuletzt Binnenschifffahrt und Kanäle interessiert, der sollte sich auf jedem Fall das Veranstaltungsprogramm der LWL-Industriemuseums besorgen, das neben den Ausstellungen auch Vorträge und Freizeitveranstaltungen bis hin zu geführten Radtouren umfasst.

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