Dortmund-Ems-Kanal feiert 110-lähriges Jubiläum

DVD "Kohle Kurs Emden", Foto LWL-Presse

DVD, Kohle Kurs Emden, Foto LWL Presse

Vor 110 Jahren wurde der Dortmund-Ems-Kanal, der den Dortmunder Stadthafen mit dem Seehafen Emden verbindet, von Kaiser Wilhelm II feierlich eröffnet. Im gleichen Jahr wurde auch das Schiffshebewerk Henrichenburg in Betrieb genommen, ohne das der insgesamt 265 Kilometer lange Dortmund-Ems-Kanal nicht bis zum Dortmunder Hafen befahrbar gewesen wäre.

Der Kanal, der ursprünglich zur Entlastung der Eisenbahn dienen sollte, die mit dem Transport von Kohle, Erzen und Stahlprodukten aus dem und in das prosperierende Ruhrgebiet allein überfordert war, hat noch heute seine Bedeutung. Nicht zufällig, ist das immer wieder ausgebaute Bauwerk seit 1968 für das Europaschiff freigegeben und wird bis heute ständig erneuert und erweitert.

Der Dortmund-Ems-Kanal ist aber nicht nur wirtschaftlicher Zweckbau, sondern auch ein hochinteressantes historisches Dokument. Immerhin findet sich hier mit dem alten Schiffshebewerk Henrichenburg nicht nur einer der Standorte des Westfälischen Industriemuseums. Das gesamte Kanalbauwerk ist unter anderem auch mit seinen gewaltigen Brücken, die das Wasser des Kanals und damit natürlich auch die Schiffe über Täler, Straßen und Flüsse führen, zweifellos ein spannendes Stück Industriegeschichte und der Ingenieurskunst.

LWL

MS Osnabrück im Ruhrgebiet Anfang der 50er Jahre. Repro: LWL

Drei Filme aus den 50ern

Unter dem Titel „Kohle Kurs Emden“ hat der Landschaftsverband Westfalen Lippe anlässlich des 110-jährigen Kanal-Jubiläums nun drei Filme über den aus den Fünfziger Jahren auf einer DVD herausgegeben. Der gleichnamige Hauptfilm entstand 1953 speziell für den Erdkundeunterricht und bemühte sich, wie die Herausgeber der DVD formulieren, die vielfältigen technischen, wirtschaftlichen und sozialen Erscheinungen der Kanalschiffahrt in einer Spielfilmhandlung mit Laiendarstellern zu thematisieren.
Der etwas trockene Titel des zweiten auf die DVD gebrannten Filmes von 1959, „Ems und Dortmund-Ems-Kanal“ weist auf den eher dokumentarischen Charakter des Filmes hin, der den technischen Fortschritt der Wirtschaftswunderjahre feiert, eine Zeit, in der gerade ein neues Hebewerk am Entstehen war.
Und mit „Henrichenburg – ein Fahrstuhl für Schiffe“, hatte der damalige Lehrer und Bildstellenleiter, Willi von Steeg, 1959 einen Amateurfilm produziert, der die Funktion des alten Schiffshebewerkes, das erst 1970 außer Betrieb gesetzt wurde, darstellt.

Kohle Kurs Emden, Die DVD

Kohle Kurs Emden, Drei historische Filme über den Dortmund-Ems-Kanal, DVD, Gesamtspielzeit incl. Bonusmaterial 110 Minuten, schwarz/weiß, mit Begleitheft. 14,90 EUR (zzgl. 2,60 EUR Versandkosten). Bezug: LWL-Medienzentrum für Westfalen, Fürstenbergstr. 14, 48147 Münster sowie im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, oder im Buchhandel.

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